Malta: Empowerment in ICT Skills (5)

Von S.-R. P.-N.

Tag 1

„Malta. Warum eigentlich Malta?“, frage ich mich beim Anflug auf Vallettas Flughafen. Unter mir karges Land, ein scheinbar inselfüllendes Häusermeer, kaum Vegetation. Natürlich hatte ich vor meiner Reise einiges über das Land gelesen, wusste, dass es trocken ist, kaum Tiere hier leben können, Felsen die Insellandschaft bestimmen, aber das, was ich vom Flugzeug aus sehe, übertrifft meine geringen Erwartungen noch.

Als ich Frau Francke vom Landesverband vor etlichen Monaten mitteilte, dass ich am Programm Erasmus+ digital teilnehmen möchte, hat sie mir spontan das Executive Training Institute, eti, auf Malta, empfohlen. Dafür war ich sehr dankbar, denn ich wollte nicht wieder so lange nach einem Ziel für meine Fortbildung suchen wie beim letzten Programm, an dem ich teilgenommen hatte. Und mein Englisch könnte ich dort auch testen. Außerdem dachte ich, da scheint auf alle Fälle schon einmal die Sonne. Es war gerade Winter in Norddeutschland, da denkt man so etwas. Also Malta. Nun bin ich hier.

Vom Institut habe ich nach dem ersten Tag tatsächlich einen guten Eindruck. Es ist zwar recht groß, bietet in etlichen Klassenräumen Kurse für Englisch an und eben solche wie meinen, Empowerment in ICT Skills; und dennoch herrscht sehr entspannte Stimmung, alle Verantwortlichen sind jederzeit ansprechbar und hilfsbereit. Außerdem ist es gut organisiert und strukturiert und beschäftigt freundliche Menschen, die sich offenbar mit ihrem Fach auskennen.

An diesem ersten Schultag haben wir nach ein paar technischen Anfangsschwierigkeiten eine eigene Webseite erstellt. Das war ziemlich interessant, teilweise hatte ich geradezu Spaß daran, mit den verschiedenen Tools herumzuexperimentieren und auszuprobieren, was möglich ist. Morgen sollen wir lernen, einen Blog zu schreiben, ich bin gespannt und hoffe, dass mich auch das bereichern wird.

Aber ich bin vor allem immer noch ermattet und beinah sprachlos angesichts der schlimmen Eindrücke, die ich seit meiner Ankunft gestern hatte. Die Fahrt im Instituts-Minibus vom Flughafen zu den Unterkünften der Fahrgäste bestätigt leider meinen ersten Blick auf Maltas Stadt, ein trauriges Durcheinander von lustlos hingestellten Neubauten, Häuserruinen, Baustellen, Brachflächen.

Die Annahme, die große Stadt auf Malta hieße Valletta, ist falsch. Tatsächlich sind es mehrere Städte, aber sie sind so ineinander gewachsen, dass sie eine einzige dichte Agglomeration bilden. Der Teil, in dem ich nun für eine Woche wohnen werde, heißt Swieqi, ausgesprochen ‚Swijii‘, wie mir meine Vermieterin erzählt. Und mit ihr habe ich offenbar richtig Glück gehabt und obendrein eine hervorragende Unterkunft. Ich bewohne das Penthouse ihrer Wohnung, eigene Terrasse, eigenes Bad. Alles da, alles sauber, alles super. Die Vermieterin zeigt mir auch den Weg zur Schule, das müsste sie nicht, das ist sehr nett von ihr. Bei diesem Gang ist der grausige Anblick zum Greifen nah. Müll an jeder Ecke, Bauzäune, die aussehen, als stünden sie schon sehr lange, dazwischen Gebäude, die gewiss eine Vergangenheit als kleine Paläste hatten, aber nun verfallen – angeblich Spekulationsobjekte. Zwischen all dem dichter, lauter Verkehr auf Straßen, die sich oft Autos mit Fußgängern teilen. Ja, warum eigentlich Malta?

Vielleicht wohne ich einfach in der falschen dieser zahlreichen Städte. Das hoffe ich. Für morgen habe ich mich zu einer Fahrt nach Valletta, der Hauptstadt Maltas, angemeldet. Wer weiß, welche Antwort ich dann auf meine Frage habe, warum Malta?

Tag 2

An diesem zweiten Schultag in Malta habe ich die traurige Außenansicht der Stadtviertel ich bis jetzt gesehen hatte, etwas verarbeitet, außerdem habe ich mich sehr auf den nachmittäglichen Ausflug nach Valletta gefreut, den die Schule organisiert hat; dort musste es einfach schöner sein als in St. Julians/ Paceville, wo sich die Schule befindet und schöner als in Swiqie, wo ich wohne…

Der Unterricht hatte das gleiche hohe Tempo wie am ersten Tag, das Thema war ein neues: Wir haben gelernt, mit dem Programm Blogger.org einen eigenen Blog zu erstellen. Gut fand ich, dass wir zunächst im Plenum besprochen haben, wozu und für wen ein Blog überhaupt sinnvoll ist und was man damit machen/ bewirken kann. Die Trainerin hat uns auch einige Blogs vorgestellt, zu denen wir uns eine Meinung bilden sollten. Das war für Beginners in diesem Thema, wie mich, sehr gut; so hatte ich immerhin eine Vorstellung, was ich später createn wollte und was nicht. Dann ging es los. Das Programm war für mich nicht so selbsterklärend wie WIX für die Webseite. Auch hier gibt es wieder eine breite Auswahl an Layoutvorschlägen, Themes, Schriftarten, etc. Und was man alles in einen Blog hineinposten und -linken kann, ist sowieso unüberschaubar. Wir haben jede ein paar Seiten erstellt und diese mit Fotos, Filmen aus You Tube, Texten… bestückt, manches davon war ziemlich tricky. Und einiges für mich zu tricky und gewiss nie anwendbar. Aber ich habe einen guten Einblick bekommen und bin mit meinem Blog und meiner Leistung sehr zufrieden.

 

Die Exkursion am Nachmittag nach Valletta hat sich sehr gelohnt. Das ist schon eine sehr besondere Hauptstadt.

Sie befindet sich auf einer der vielen Landzungen der Insel, ist so klein, dass sie leicht zu Fuß zu erkunden ist, und extrem in vielerlei Hinsicht.

 

 

 

 

 

 

Da sind die alten Festungsmauern, mit denen die ganze Stadt im ausgehenden Mittelalter von den Großmeistern des Johanniterordens umgeben wurde, die steilen Straßen und Gassen, die manchmal nur aus Treppen bestehen, die hölzernen, geschlossenen Balkone, die wie Wespennester an den Fassaden hängen. Und von überall ist es nicht weit zum Mittelmeer. Daran ist besonders schön, dass die Malteser dies – wie scheinbar überall in den maltesischen Städten – gut nutzen: Jeder zugängliche Fels oberhalb des Wassers dient als Badestelle. Strand mal anders.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 3

Mein dritter Tag am eti, und mir fällt plötzlich auf, dass ich gar nicht richtig weiß, wer eigentlich zu meinem Kurs gehört. Da betritt eine Frau den Raum und ich denke „Was machst sie hier?“ Es ist eine Mitlernende. Aber da wir alle stundenlang nur in unsere Laptops starren und höchstens den Kopf heben, um der Teacherin zuzuhören, haben wir nichts miteinander zu tun. Kein Austausch, kein Gespräch, wie traurig. Ein Wesenszug der Arbeit mit dem Computer.

Heute haben wir gelernt, LearningApps (am besten dieses Wort googeln) selbst zu gestalten und zu bestücken. Das ist an sich ganz nett, es hat sich aber auch gezeigt, dass man auch hier wieder scheinbar endlos viele Möglichkeiten hat, so dass dazu die Unterrichtszeit bei Weitem nicht gereicht hat. Mich erstaunt, was alles in dieser Seite bereits angelegt ist, welch riesiges Programm da geschrieben worden sein muss, damit alles so funktioniert, wie es funktioniert. Mir raucht nach drei UE der Kopf. Vor allem finde ich es anspruchsvoll, z.B. eine erstellte LearningApp in meine schon bestehende Webseite oder meinen Blog einzufügen und mir zu merken wie das geht. Da ist in jeder Hinsicht noch Luft nach oben, aber ich bin zufrieden, dass ich nun überhaupt einen Einblick und eine grundsätzliche Idee vom Entstehen so einer App bekommen habe.

Und warum nochmal eigentlich Malta? Weil ich heute mit Freunden aus der Schule einen prima Nachmittag im eti Beach Club verbracht habe; weil ich danach durch das wunderbare, alte und alterhaltene Sliema (sprich ‚Slima‘) gewandert bin, wo sehr viele Häuser noch ihre aus spanischer Zeit geschlossenen Außenbalkons erhalten

und ihre Bewohner sie schön bunt angestrichen haben; weil ich über ruhige, touristenfreie Straßen und Plätze gelaufen bin; weil ich sogar einen maltesischen Gottesdienst besucht habe, bei dem ich natürlich kein Wort verstanden, mich aber mit den innigen Maltestern gefreut habe, die sich auf ihr wichtigstes Patronatsfest vorbereiten. (Ganz Sliema ist mit Girlanden über die Straßen hinweg geschmückt); und weil ich von etlichen Kilometern zu Fuß sehr müde zurück nach Hause gekommen bin, aber dabei die ganze Zeit den schönen Gedanken hatte „Ich mag Malta.“ Na, bitte.

Tag 4

Am eti-Institute war es wieder ein schneller Tag mit vielen Inhalten. Heute haben wir vor allem gelernt, Videos mittels einer Slide Show zu erstellen. Das Programm AdobeSpark bietet – wie die schon gesehenen Programme – zahlreiche Möglichkeiten, mehr oder weniger aufwendige Filme zu produzieren; die Anwendung selbst, wenn man einmal auf der richtigen Seite ist, ist nicht allzu schwierig. Der einfachste Weg ist wahrscheinlich der, den wir genommen haben: Auf dem Screen erscheint ein weißes Viereck, in dessen Mitte ein Pluszeichen. Geht man mit der Maus darauf, kann man wählen zwischen Foto, Video und Text. Wir haben Foto gewählt. Daraufhin geht im rechten Frame eine Auswahl auf, bei der wir ‚public photos‘ und dann ein Thema gewählt haben. Die Fotos, die nun erscheinen, sind alle kostenlos und uneingeschränkt nutzbar. Durch Anklicken erscheint das gewählte Foto im Viereck. Für alle weiteren Fotos klickt man ein Pluszeichen, und auf diese Weise kann man so viele Fotos aneinanderhängen wie man benötigt. Die Reihenfolge ist jederzeit durch scratchen zu verändern. Schließlich kann man die Fotos durch Anklicken von ‚Text‘ auch beschriften, durch Anklicken von ‚Audio‘ mit Musik oder der eigenen Stimme hinterlegen. Auf diese Weise entsteht ein professionell wirkendes, kleines Werk, das sich schließlich beeindrucken flüssig als Film präsentiert. Prima Sache. Dann gibt es natürlich noch ein paar Tools, mittels derer man diesen Film z.B. in den bereits erstellten Blog oder die Webseite einfügt.

Ich merke einerseits, dass die Inhalte des Kurses nun deutlich viele werden, andererseits gewöhne ich mich mehr und mehr an den Umgang mit all diesen Werkzeugen. Deshalb bin ich hier.

Tag 5

Mein letzter Tag am eti in Malta. Heute haben wir Avatars, digitale Figuren, geschaffen. Dazu haben wir die Programme Voki.com, hexatar.com und avachara.com benutzt. Sie sind alle frei verfügbar und mit ihnen kann z.B. einzelne Figuren oder Portraits erfinden, die man statt eines Fotos verwendet, oder auch ganze virtuelle Raum- oder Landschaftsabfolgen herstellen und Figuren hinein platzieren, um eine Geschichte zu erzählen oder erzählen zu lassen. Die Möglichkeiten sind wieder grenzenlos. Ob Gender, Frisur, Augenbrauen, Kopfneigung oder die Farben für sämtliche Details einer Illustration, alles geht. Mit Voki.com habe ich einen Donald Trump mit Loorbeerkrone und Samtmantel hergestellt, der mit finnischem Akzent Unsinn spricht. Simply great!

Am Ende der letzten Einheit haben wir alle unsere Webseite und unseren Blog präsentiert, wobei schon vorher klar war, dass die meisten anderen TN großartige Seiten produziert hatten; sie waren zum Teil schon vor dem Kurs ziemlich gut im Thema und haben nur teilgenommen, um noch mehr zu lernen. Obendrein haben sie auf eigenen Laptops gearbeitet, mit denen sie natürlich perfekt vertraut sind. Ich war die einzige echte Anfängerin in diesen Dingen im Kurs und habe mir jeden Morgen ein Laptop der Schule ausgeliehen, das komplett anders war als meine Ausstattung zuhause oder im VHS-Büro. Allerdings habe ich durchaus einiges gelernt hier, und bin in das Thema ICT, Interactive Communication Technologies, in kurzer Zeit ganz gut eingestiegen. Die Kursdauer von einer Woche war für mich jedoch ausreichend Input, und ich freue mich jetzt auf weitere zwei Wochen ‚real holidays‘ hier in Malta. See you soon

Malta: Boost your ICT Skills – Technology for the Classroom (8)

von R. S.

 Sonntag: 14.07.2019 – Tag der Anreise

„Mach doch einfach mal ein Quizz über Malta!“ hatte meine Quizz-begeisterte 13-jährige Tochter vorgeschlagen, da ich beim Koffer packen zugegeben hatte, relativ wenig über dieses etwas Abseits in Europa gelegene Stückchen Planet zu wissen. Das tue ich tatsächlich erst am Münchener Flughafen, während ich auf meinen Anschlussflug nach Malta warte. Das Quizz ist gnadenlos und vergibt mir nur 50%. Zum Bestehen braucht man ja bekanntlich 51…Aber immerhin! Dennoch möchte ich das nicht auf mir sitzen lassen, die tief verborgene Schulstreberin in mir runzelt leicht pikiert die Stirn, und ich beschließe jetzt schon, hier so viel es geht zu sehen und mitzunehmen. Kein einziges Wölkchen trübt den Himmel während des Landeanflugs über Malta. Ich trete aus dem Flugzeug hinaus und laufe gefühlt direkt gegen eine Wand aus heißer Luft… 38 Grad, 14.30 Uhr! In den ersten Minuten auf Malta versuche ich mich innerlich auf der Hitze einzustellen. Nach der Gepäckausgabe treffe ich schon gleich die Mitarbeiterin der ETI-Malta, die auf mich wartet und sich um meinen Transport zum Hotel kümmert. Dort bekomme ich ein hübsches Zimmer, in dem ich allerdings keine 15 Minuten bleibe, denn ich will sofort los und alles sehen, was ich an einem Nachmittag bzw. Abend sehen kann.  Mein Hotel heißt Golden Tulip Vivaldi und liegt direkt am Meer. Es hat zwar keinen Sandstrand, aber an dieser Stelle der Insel bildet sich eine interessante flache Felsenformation, umgeben von relativ seichtem Wasser, so dass man dort schwimmen kann. Es ist dort allerdings gerade richtig überfüllt, und ich beschließe wieder zu kommen, wenn ich weniger Menschen „am Strand“ vermute. Ich kehre um und mache mich auf die Suche nach dem „Ort des Geschehens“- und kaum 2 Minuten später ist die Suche auch beendet, denn das ESE-Gebäude, in dem mein Kurs stattfinden soll, liegt bei meinem Hotel wortwörtlich um die Ecke. Perfekt! Der Rest des Abends verbringe ich mit dem Erkunden von St. Julian’s. Ich stöbere in ein paar kleinen Geschäften, schaue wo ich gut Lebensmittel einkaufen kann und beobachte die fröhlichen bunten Mengen von feiernden jungen Menschen. St. Julian’s ist die absolute Party-Zone der Insel, und ich merke es immer mehr, denn je später es wird, umso voller wird es draußen. Nach einer ausgiebigen Runde zu Fuß gehe ich zurück ins Hotel.  Ich bin schon sehr gespannt auf morgen, und – wie hätte es anders sein sollen! – nach nur drei Stunden Schlaf, zwei Mal Fliegen und einem recht langen Fußmarsch wahnsinnig müde.

Montag: 15.07.2019

Wecken geht eindeutig sanfter! Eine Gruppe Jugendliche, die in dem gegenüberliegenden Hotel untergebracht ist, gibt ein ziemlich eigenartiges Konzert auf ihrem Balkon…um 5.30 Uhr. Ich beschließe also aufzustehen und die frühen Stunden zu nutzen, um einen Spaziergang zum felsigen Strand direkt vor meinem Hotel zu machen. Nun ist es wirklich so, dass niemand da ist, so dass ich die Ruhe genießen kann und ein paar Fotos schießen kann. Zurück ins Hotel, ab 7 Uhr gibt es Frühstück und da ich eine der ersten Gäste im Frühstücksraum bin, kann ich mir auch einen schönen Platz direkt am Fenster mit Meerblick aussuchen.  Ein wirklich guter Start in den Tag! Um 8.30 Uhr bin ich auch schon im ESE-Gebäude. Wir versammeln uns im Foyer, über 100 Menschen, denn es beginnen heute mehrere Kurse á 2 Gruppen- die Anmeldungen waren zu viel, so dass die Klassen geteilt werden mussten. Die jungen Mitarbeiterinnen der ETI-Malta vermerken die Anwesenden und machen jeweils ein Foto von uns für die ETI-Ausweise. Danach werden wir von der Direktorin Frau Sandra Montalto begrüßt. Unsere Namen werden pro Kurs und Dozent laut vorgelesen und jeder, der seinen Namen hört, tritt einfach nach Vorn und folgt dann seinem Dozenten in den Kursraum. Das ESE-Gebäude scheint neu und explizit zum Bildungszwecken gebaut zu sein, denn es ist überall verglast und dabei so gut isoliert, dass man nichts von den anderen Räumen hört, obwohl man die Menschen durch die Glaswand sieht. Eine wirklich gute Sache! In meinem Kurs – ICT: Empowerment making use of technology tools – sind wir 12 Personen, nur Damen. Zwei davon kommen aus Österreich, eine aus Italien, und der Rest aus Polen. Unsere Dozentin heißt Valerie und hat eine ruhige, freundliche Ausstrahlung.   Kurz vor dem Beginn des Unterrichts bittet eine der Damen aus Polen den Kurs wechseln zu dürfen, da ihre Freundin in dem anderen Kurs aufgeteilt wurde. Sie fühlt sich unsicher mit der englischen Sprache und hat sich erhofft, durch ihre Freundin während des Unterrichts etwas Unterstützung zu bekommen. Nun hat sie wirklich große Angst, den Kurs nicht mitmachen zu können, ist den Tränen nahe und ich fühle mich in unseren Deutschkursen versetzt, denn so etwas kommt bei uns relativ häufig bei einer Kursaufteilung vor. So nehme ich meine erste Lektion dieses Seminars wahr: die Bereitschaft zu lernen ist fast immer eine Sache des Gemüts, nicht des Könnens. Das vergisst man schnell, wenn man im Büro sitzt und einfach nur die Planung macht und Personendaten einträgt… Diese Teilnehmerin ist für eine Woche hier und es geht dabei um einen Weiterbildungskurs, dennoch fällt ihr die Vorstellung sehr schwer, den Kurs „allein“ weiterzumachen. Für Menschen, die für eine unbestimmte Zeit in einem fremden Land sind, wird es also umso wichtiger sein den Kurs zusammen mit einem Freund zu machen – und sei es nur um für sich selbst das Gefühl zu gewinnen, dass man das „packen“ kann. Ich verspreche mir ein bisschen mehr Acht drauf zu geben und in solchen Situationen etwas nachsichtiger zu sein. Die Direktorin Sandra Montalto reagiert souverän und tauscht dann eine polnische gegen eine andere polnische Teilnehmerin aus: Ordnung muss sein!  Alles ist wieder gut und unser Unterricht kann beginnen.

Valerie fängt gleich richtig „digital“ an. Anstatt eine trockene Vorstellungsrunde bekommen wir die Aufgabe, unsere Namen, Funktionen am Arbeitsplatz, sowie einige Hobbies und Interessen in einer Tabelle einzutragen, die auf dem interaktiven Bildschirm für alle sichtbar ist. Danach sollen wir uns gegenseitig Fragen stellen, die sich aus diesen Informationen ergeben.  Jeder ist einmal dran und so langsam kommen wir in ein sehr spannendes Gruppengespräch. Weiter geht es mit den Möglichkeiten, die uns die Google- Speicherplattform „Google Drive“ zur Verfügung stellt. Hat jemand gewusst, dass Google Drive ein automatischer „Ent-PDF-ler“ ist? Ich würde meine Hand nicht dafür ins Feuer legen, dass ich dieses Wort richtig geschrieben habe, noch weniger dafür, dass es überhaupt existiert – vermutlich nicht. Auf jeden Fall kann man die mit Google Drive geöffnete PDF-Dateien wie Word-Dateien bearbeiten und für „Büromenschen“ ist das schon eine wichtige Information. Mit Google Drive arbeiten wir weiter an der Erstellung einer eigenen Website. Dafür arbeiten wir in Gruppen zu viert und ich komme automatisch in die Gruppe der zwei österreichischen Damen (Maria und Christa) und die Dame aus Italien (Barbara). Barbara ist die Erste, die mir gleich die Hand gibt und mit mir anfängt zu plaudern – direkt auf Italienisch, da sie mich irrtümlicherweise ihrer eigenen Heimat zugeordnet hatte. Ich kläre das auf und nutze später die Gelegenheit, mein leider eingerostetes Italienisch zu üben. Unsere Gruppe nimmt als Thema der Website „Menschenrechte“. Wir suchen passende Fotos und Links zur Gestaltung der Seite und haben Spaß beim Ausprobieren von Farben, Layouts und Verlinkungen über Bilder und Wörter. Die Zeit vergeht sehr schnell, und unser Unterricht ist plötzlich zu Ende.

Ich eile ins Hotel, ziehe mich schnell um und mache mich auf den Weg zur Bugibba Bay. Ich schaue mir das Malta National Aquarium an. Im Gegensatz zu St. Julian’s ist Bugibba Bay ruhig und relativ geordnet. Es geht weiter mit dem Bus zur Balutta Bay, wo ich die Our Lady of Mount Carmel Church anschaue, ehe ich den nächsten Bus nach Valletta nehme. Valletta begeistert mich total!

Die Architektur, die schmalen Gassen, die Läden und die Menschen – alles ist absolut sehenswert und man muss an vielen Stellen mehrfach und genau schauen, weil man noch mehr entdeckt. Ich bin froh, dass morgen eine geführte Tour in Valetta geplant ist und ich noch einmal herkomme, um mehr von dieser wunderbaren Stadt zu sehen und zu erfahren. Jetzt gibt es nur noch etwas zu Essen und dann den Rückweg ins Hotel, den ich trotz steigender Müdigkeit zu Fuß zurücklege, um einfach noch mehr sehen und fotografieren zu können. Zurück im Hotel abgekommen sehe ich, dass es bereits fast 23.00 Uhr ist, also jetzt nur noch ins Bett. Tag Zwei kann kommen! 🙂

 

Dienstag: 16.07.2019

Da ich gestern so lange in Valletta geblieben bin, fällt die Nacht entsprechend kurz aus. Dennoch ist es kein Problem für mich um 6.30 Uhr aufzustehen, denn einerseits freue ich mich schon auf das Frühstück und einen guten Kaffee, andererseits hat mir der Kurs gestern wirklich gut gefallen und ich bin auf den heutigen Kurstag schon sehr gespannt. Nach dem Frühstück geht es auch schon zu ETI – Malta – wie praktisch, dass ich wirklich nur 2 Minuten zu Fuß dorthin brauche! Die Atmosphäre in ETI erinnert mich an ein Studentenwohnheim. Überall sitzen Kursteilenehmer mit ihren großen Taschen und plaudern, tauschen Kopien von Unterlagen aus oder diskutieren über verschiedenen Themen. Im Foyer treffe ich Barbara aus Italien, die mit zu meinem Kurs gehört und sie winkt mir zu. Ich geselle mich zu ihr und ihrer Kollegin Sandra, die einen anderen Kurs besucht aber in den Pausen immer mit zu uns kommt. Wir trinken zusammen schnell einen Espresso, ehe wir uns Richtung Unterrichtsraum begeben.

Unsere Dozentin Valerie ist schon da und wartet auf uns. Unsere Gruppe bekommt „Zuwachs“- Eva aus Deutschland ist auch zu unserem Kurs gewechselt und nun sind wir 13. Das heutige Thema – Erstellen eines Blogs. Es ist ähnlich wie das Erstellen einer Website, bietet allerdings einige Möglichkeiten mehr und ist viel persönlicher. Ich muss wieder Valerie für ihre Geduld und Freundlichkeit bewundern. Sie ist auch wirklich daran interessiert, dass ALLE den Unterricht folgen können und die einzelnen Schritte verstehen und sie interessiert sich für die Ergebnisse, die ihre “Schüler“ erzielen. Immer und immer wieder geht sie zu jedem von uns, schaut sich die Blogs an, gibt Tipps, äußert Lob, bringt sich mit Ideen ein.  Wir arbeiten immer noch mit Google, besser gesagt mit seiner Blogerstellungsoption. Es sind viele kleine Schritte notwendig, bis ein Blog entsteht und es kostet ordentlich Zeit, den zu erstellen und dann zu pflegen. Man kann sich ewig damit aufhalten, die richtigen Farben, Themen, Fotos einzusetzen, alles schöner und ansprechender zu gestalten. Es wird gefragt, ob jemand schon Erfahrungen in der Nutzung von Blogs für den Unterricht hat. Das scheint wohl tatsächlich noch niemand ausprobiert zu haben, aber es ergibt sich dadurch eine sehr interessante Diskussion darüber, welche Vorteile diese Form vom Lernen haben würde. Manche Teilnehmerinnen geben zu, sich noch sehr schwer mit der Vorstellung zu tun, die digitale Form des Unterrichtens anzunehmen. An erster Stelle aber, weil sie sich selbst nicht genug bekannt damit gemacht haben, und sich an Technik und digitalen Medien nicht so wirklich trauen. Es ist sehr interessant zu hören, wie jeder drüber denkt. Valerie ermutigt uns alles einfach auszuprobieren und zeigt uns die sinnvolle Einsetzung von Blog-Gadgets, die man für einen Unterrichtsblog unbedingt gebrauchen könnte und was man damit alles machen kann. Ich hoffe sehr, dass ich vor allem meine Deutsch-Dozenten, die ihre Kurse immer monatelang und manchmal über ein Jahr lang mit den gleichen Leuten durchführen, dafür begeistern kann, sich an einem eigenen Lehr-Blog zu versuchen. Ich nehme das als Gedankennotiz für mich mit.

Nach dem Unterricht gehe ich zurück ins Hotel, ich habe Zeit bis 18.30 Uhr, weil dann die geführte Tour nach Valletta geplant ist. Ich entscheide mich also diese Zeit zu nutzen und den Pool auf der Dachterrasse des Hotels endlich auszuprobieren. Zu meiner Überraschung ist der Pool leer, einige Leute haben nur die Liegen belegt und entspannen in der Sonne. „It’s too cold for swimming!“, erklärt lächelnd eine Dame. Ich staune. Ja, es ist windig hier oben und heute sind es „nur“ 29 Grad… Aber ein bisschen Wind wird wohl eine ordnungsgemäß eingebürgerte Norddeutsche garantiert nicht davon abhalten schwimmen zu gehen, schon erst recht nicht bei herrlichen 29 Grad! Und da es niemand tut, beanspruche ich den Pool komplett für mich. Nach einer Weile gesellen sich doch noch ein paar Leute dazu, die sich von „dieser Kälte“ nicht abschrecken lassen. Eine Dame davon kenne ich doch – es ist die Teilnehmerin, die ursprünglich in meinem Kurs eingeplant war und aus Unsicherheit über ihre Englischkenntnisse zu ihrer Freundin gewechselt hatte. Wir kommen beim Schwimmen ins Gespräch und so erfahre ich über die Abläufe ihres Kurses. Auch sie ist absolut zufrieden und äußert sich sehr positiv über ihre Dozentin und die Atmosphäre im Kurs. Ich sage zu ihr, dass ich nun nach unserer Unterhaltung auf Englisch finde, sie soll sich überhaupt keine Sorgen machen wegen ihrer Kenntnisse, denn ich kann sie bestens verstehen – sie strahlt mich an. Wir verabreden uns für den nächsten Tag auf einen Kaffee in der kurzen Kurspause.

Unsere Führung nach Valletta startet pünktlich um 18.30 Uhr. Mit dem Bus geht es durch den dichten Abendverkehr immer weiter und der Guide erklärt uns jetzt schon einiges über das Land und seine Geschichte. Was für eine faszinierende Stadt ist Valletta! Wir schauen uns zuerst in dem Theatergebäude einen Film über die Geschichte Maltas von den Urzeiten bis zu den heutigen Tagen an, danach erkunden wir zu Fuß die Hauptstadt fast 4 Stunden lang. Es ist ein warmer Sommerabend und draußen tobt das Leben! Die Tour gefällt mir sehr gut und man kann dabei richtig in die Geschichte der Insel eintauchen. Als wir dann zurück in unserem „Party-Viertel“ sind entscheiden Maria, Christa und ich noch Tapas essen zu gehen – keine von uns hat etwas zu Abend gegessen. Kein Problem, denn Tapas essen kann man hier 24 Stunden lang. Wir genießen den Abend zusammen und lachen viel. Auf dem Weg zurück zum Hotel bekomme ich noch die Mondfinsternis beim Vollmond zu sehen. Ja, das ist ein wirklich würdiges Ende dieses schönen Tages!

 

Mittwoch: 17.07.2019

 

Heute bin ich vor dem Wecker wach und kann einfach ganz in Ruhe die Eindrücke der vergangenen 2 Tage sortieren. Ganz ohne Stress startet der Mittwoch mit dem Frühstück (das Hotel macht das übrigens absolut wunderbar!) und mit einem kleinen Spaziergang zum Strand. Da sind einige „Frühschwimmer“ zu sehen. Hätte ich auch gern gemacht, aber so viel Zeit ist nicht mehr übrig -morgen vielleicht!

Vor dem Unterricht treffe ich Christa und Maria auf der Terrasse des ESE-Gebäudes. Nachdem wir gestern so lange zusammen gesessen hatten sind wir alle drei nicht so wirklich ausgeschlafen – umso besser schmeckt der Kaffee jetzt. Wir müssen über ein paar lustige Situationen des gestrigen Abends lachen und tauschen uns nebenbei aus zum Thema Freizeitaktivitäten für heute Nachmittag. Christa und Maria wollen zum berühmten Strand „St. Peter’s Pool“- der zumindest der Fotos aus, den Internet nach zu urteilen, ein kleines Naturphänomen ist. Sie schlagen vor, dass ich mitkomme. Sehr verlockend, aber ich habe schon andere Koordinaten in meinem Entdecker-Compass eingegeben: ich möchte heute die Insel Gozo ansteuern. ETI-Malta bietet zwar eine Tour dahin an, allerdings am Samstag – da reise ich wieder ab. Ich möchte Gozo aber unbedingt sehen, also hatte ich schon meine Karte ausgebreitet (Google Maps) und mir die Route dahin sorgfältig markiert (Standort-Speicherung). Ich bin jetzt schon gespannt wie das gehen wird, denn noch habe ich keine Ahnung von wo genau die Fähre startet und wie lange das Ganze in Anspruch nehmen wird – ich habe nur den Nachmittag zur Verfügung.

Zurück in dem Klassenraum geht es heute an einem sehr spannenden Thema heran: Erstellen von eigenen digitalen Aufgaben und Quizzen. Valerie macht uns mit den Internetseite Learningapps.com bekannt. Huch …wieso ist der Bildschirm plötzlich wie eingefroren? Es stellt sich heraus, dass das gleichzeitige Anmelden von zu vielen Benutzern auf der Plattform sie vorübergehend außer Gefecht setzt. Wir schließen alle einmal die Seite, und Valerie zeigt uns zuerst alles vorne – das sind eindeutig die Vorteile eines interaktiven Bildschirms im Unterricht! Nach ein paar Minuten loggen wir uns eine nach der anderen noch einmal im Learingsapps.com ein. Dieses Mal geht es. Die Plattform bietet unglaublich viele Möglichkeiten an. Das Menü ist nach Themen unterteilt – Deutsch als Fremdsprache, Geschichte, Englisch, Mathe… Einfach alles. Und was nicht da ist kannst du selbst erstellen. Du hast die Möglichkeit deine Aufgaben als eine „Multiple-Choice-Frage“ einzurichten, als „Open-End-Frage“, oder als „Match“- Verbinden von Frage und Antwort. Du kannst auch bereits vorhandenen Tests in deinem Account kopieren und nur umändern oder ergänzen. Dank einer anderen Plattform namens Edpuzzle kannst du auch ein Video zu einem bestimmten Lernthema präparieren und mit Fragen versehen, wobei dann das Video kurz nach der besagten Sequenz anhält und die Frage eingeblendet wird. Die Antwort kann man direkt eingeben und dann checken, ob diese richtig war. Danach geht das Video bis zur nächsten Frage weiter. Wenn man fertig mit allem ist was man vorbereiten möchte, kann man das entweder einer Klasse zur Verfügung stellen, gleichzeitig mehreren Klassen, einer einzigen Person für die individuelle Förderung oder aber für alle online bereitstellen. Sehr hilfreich, denn so könnten Dozenten, die deutlich mehr Erfahrung haben, ihre Materialien und fertig gestellten Aufgaben an die jüngeren Dozenten weiterleiten und sich austauschen. Unterricht muss man so oder so vorbereiten – wenn man das direkt am PC machen würde, und die Zeit einmal dafür investieren würde, kann man das immer wieder nutzen und nur bei Bedarf entsprechend verändern. Vor allem aber spart es Zeit für Kopieren und natürlich Unmengen an Papier. Ich werde unsere Dozenten definitiv als Erstes über diese Lernplattform in Kenntnis setzen – vielleicht kennen manche sie schon. Es sind jetzt schon so viele Aufgaben dort hochgeladen worden, alles steht bereits da und darf auch frei verwendet werden. Vor allem aber ist diese Plattform sehr übersichtlich gestaltet, sodass eigentlich gar nicht die Gefahr besteht, dass Personen, die mit Lernplattformen nicht so viel Erfahrung haben und sich noch dagegen „sträuben“, damit nicht zurechtkommen, sich davon wie erschlagen fühlen und dann direkt wieder offline gehen. Was man sucht, findet man beim ersten Blick auf den Bildschirm und das ist schon sehr wichtig. Wir verbringen den heutigen Tag damit ein Video bei Edpuzzle zu dem Thema der am Montag erstellten eigenen Website entsprechend zu präparieren, verschiedene Art von Aufgaben auf Learningsapps.com zu erstellen und das Ganze dann auf unsere neue Seite und auf den Blog hoch zu laden, zu verlinken oder einzufügen. So wird die Seite zum einen weiter gepflegt und gewinnt immer mehr an Ausdruck, zum anderen aber können wir das Gelernte in den vergangenen Tagen festigen, in dem wir uns weiterhin an der Seitengestaltung und Bloggestaltung üben.  Die Zeit ist wieder im Handumdrehen vorbei und schon haben wir „Feierabend“.  Ich kehre zum Hotel zurück, wo ich mich nur kurz umziehe und einfach drauf los fahre – ich möchte Insel Gozo so schnell es geht erreichen.

Und das funktioniert besser als gedacht! Mit dem Bus 222 geht’s von St. Julian’s direkt nach Cirkewwa, das dauert zwar ca. eine Stunde, aber man fährt durch die ganze Insel Richtung Norden und kann noch so viel sehen. Dort angekommen steht die Fähre bereit zum Boarding. Man braucht (noch) nicht zu bezahlen, das muss man erst bei der Rücktour, also einfach rein und 5 Min später ging es los. Die Überfahrt selbst dauert ca. 15-20 Minuten, die Fähre startet alle 30 Minuten bis Mitternacht, und genauso zurück. Gozo hat kulturell wie geschichtlich so viel zu bieten, dass ich dort komplett in die Inselatmosphäre eintauche und zum ersten Mal vergesse, Fotos zu machen. Dies fällt mir erst wieder ein, als ich an den Klippen bei dem im Jahre 2017 bei einem Sturm ins Meer gestürzte Naturphänomen „Azure Window“ stehe und das Naturspiel der in den Felsen schlagenden Wellen bewundere. Einer der Orte an dem die Zeit wirklich stehen bleibt! Ich bekomme bei diesem Anblick Gänsehaut. Ich setze mich einfach hin und bleibe da, um den Tag ausklingen zu lassen und einfach an gar nichts zu denken.

Die Rückfahrt zurück auf die Hauptinsel Malta gestaltet sich genauso unkompliziert – für die Malteser ist das schließlich Alltag. Sie nehmen die Fähre wie wir die Nordbahn. Die etwas lang andauernde Busreise zu meinem Heimatviertel auf Malta nutze ich, um mir ein paar Orte zu merken, die mir beim vorbei fahren aufgefallen sind und ich dann in den restlichen Tagen versuche zu besichtigen. Ich bin aber noch so aufgeregt von Allem, das ich gesehen habe, dass ich noch in den warmen Abend einen langen Spaziergang mache, bevor es zum Hotel geht – mit dem Gefühl, dass sich dieser Tag für mich bis zu der letzten Minute gelohnt hat.

 

Donnerstag: 18.07.2019

Der erste Morgen, an dem ich vom Wecker geweckt werde – die feiernden jungen Menschen auf den Straßen scheinen wohl dieses Mal nicht in Gesangslaune gewesen zu sein. Frühstücken, kurz spazieren gehen und dann geht es schon zum Kurs.

Heute arbeiten wir weiter mit Edpuzzle und Learnningsapp.com, wobei letzteres immer noch nicht ohne zu stocken funktionieren wollte. Das lässt unsere Dozentin Valerie keine Ruhe und sie macht sich auf die Suche nach der Störung. Technik hat zu funktionieren, meint sie, und wird mir somit gleich noch mehr sympathisch. Sie zieht einen Kollegen dazu, während wir mit TED-ED (eine weitere Plattform für digitales Lernen) neue Übungen kreieren und uns damit vertraut machen. Und tatsächlich ist bald die Ursache für die nicht funktionierende Learningapps.com gefunden: wichtige Updates waren noch nicht ausgeführt. Nun geht alles, Valerie atmet erleichtert auf. Sie möchte uns wirklich so viel beibringen wie es nur in dieser Zeit möglich ist, und ich merke, dass sie inzwischen einen Blick für jede von uns entwickelt hat, denn sie merkt immer sofort, wer etwas mehr Unterstützung braucht und eilt dahin, ermutigt und zeigt wie man sich die einzelnen Schritte zur Gestaltung einer Aufgabe leichter merken kann. Natürlich ist alles eine Frage der Übung! Natürlich wird man das nicht von heute auf morgen können – wichtig ist, es nicht abzulehnen, denn es bringt eine unglaubliche Arbeitserleichterung mit sich, und ja, eine Menge Spaß! Da hat sie wirklich recht, es macht schon viel Spaß und Valerie erzählt uns so begeistert darüber, dass ich fast den Wunsch verspüre das Unterrichten selbst auszuprobieren. Eine wirklich tolle Dozentin, ich werde sie definitiv vermissen!

Weiter geht’s mit der Erstellung eines Lernvideos und das Zusammenschneiden von Audioeffekten.  Dafür hat Valerie natürlich auch die richtigen Seiten: 123apps und spark.adobe.com.  Beide Seiten bieten eine große Vielfalt an Möglichkeiten im Bereich der Videoerstellung und Audioeffekte und somit sind sie sehr hilfreich, vor allem aber kostenlos. Unsere Dozentin weist uns auch immer wieder daraufhin, dass wir jedes Mal, wenn wir Materialien aus dem Internet benutzen sicher gehen sollten, dass dabei keine Probleme mit dem Copyright (nein, es ist nicht das gleiche wie right of copy!) entstehen und wir uns lieber für etwas anderes entscheiden sollten, ehe wir etwas benutzen dessen Freizugänglichkeit nicht sichergestellt ist. Ich merke, Datenschutz ist auch hier so richtig angekommen!  Wir bekommen eine sehr interessante Aufgabe, um zu verstehen warum Audioeffekte beim Lernen so wichtig sind. Wir sehen in einem Video einen jungen Mann, der mehrfach nacheinander das Wort „bar“ ausspricht. Dann sollen wir weiter schauen – der Mann im Video formt die Lippen zu einem „F“ und sagt „far“, das englische Wort für „weit“- denken wir zumindest und äußern das auch, als Valerie uns fragt, was wir gehört haben. Es stellt sich aber heraus, dass dies falsch ist – im Video hört man immer noch „bar“, und nicht „far“ – und beim erneuten Hören mit geschlossenen Augen hören wir es auch klar und deutlich. Unsere Sinne für das Visualisieren sind stärker als unser Gehör, deshalb lässt es sich davon täuschen, was wir vor den Augen haben. Umso wichtiger ist also unser Hörverstehen zu stärken, denn wir haben nicht immer die Möglichkeit eine Konversation direkt mit der Person zu führen und sie dabei immer zu sehen – besonders für Telefonate, Studienvorlesungen, Bahnhofsansagen etc. ist dies sehr wichtig. Noch eine Aufgabe, die ich sehr interessant fand: wir sollten uns alle ein sehr schönes klassisches Musikstück anhören und während des Hörens uns überlegen was für Assoziationen dieses Stück bei uns hervorruft, wo sind wir gedanklich dabei, was sehen wir.  Wir sollen uns dann mit unseren Sitznachbarn darüber austauschen. Maria sagt, sie fühlt sich in dem Mittelalter versetzt, in einem großen Saal, für mich klingt das Stück nostalgisch und ich muss an das Meer denken, Barbara meint, sie fühlte sich wie in einem Wald, in dem alles friedlich und unberührt ist. Christa guckt uns ganz überrascht an. Als sie dann meint „Mittelalter? Meer? Wald? Für mich hat sich das wie PLEASE-HOLD-THE-LINE angehört!“ – da müssen wir alle ganz laut lachen! Es war wie zurück auf den Boden der Tatsachen plumpsen nach zu viel Träumerei! Daran sieht man aber, wie unterschiedlich Menschen sind, und dass man genau das hört und versteht, was einem momentan am nächsten liegt oder beschäftigt. Und das ist, was die Wichtigkeit in dem Üben des Hörverstehens darstellt: es muss geübt werden, nicht das zu hören, was man denkt gehört zu haben, sondern was wirklich gesagt wird. Diese Aufgabe werde ich auch an unseren Dozenten weiterleiten, da ich sie kreativ und zugleich gut für eine Diskussionsrunde finde. Ein sehr lustiger und lernreicher Unterrichtstag geht zu Ende.

 

Nach dem Unterricht mache ich mich auf den Weg nach Silema. Ich habe Zeit bis 18.30 Uhr, denn dann ist die geführte Tour nach M’dina geplant. Ich laufe zu Fuß, obwohl es wie jeden Tag hier seitdem ich da bin sehr heiß ist und mein Ziel nicht gerade vor der Tür. Aber ich will alles in Ruhe sehen können. Da anhalten, wo ich wirklich möchte. Beobachten, fotografieren, genießen (und während dessen sehr gern ein Eis essen!).  Mein Weg führt an der Küste entlang, weiter hinten sehe ich Valletta, und bei jedem weiteren Schritt entdecke ich eine neue Blickperspektive, die ein Foto wert ist.  Man kann nicht alles auf Malta sehen, nur weil man da ist. Man muss sich Zeit nehmen, den Blickwinkel wechseln, noch einmal genau hinschauen…

Die Zeit vergeht sehr schnell, ich laufe dann zurück zum Hotel und pünktlich um 18.30 Uhr stehe ich vor dem ESE-Gebäude. Unsere Tour startet mit einem Stau. Nicht so toll, aber wir nutzen die Zeit, um im Bus miteinander zu reden und unsere Eindrücke von Malta und dem Kurs auszutauschen. Endlich in M’dina angekommen! Einst die Hauptstadt Maltas, hat M’dina viel hinter sich gebracht. Mehrere Einflüsse sind bei dem Erbauen und die Entwicklung der Stadt zu sehen, in der Architektur, in den Elementen… Wunderschönen hellen Gebäuden, liebevoll verziert- wenn die daneben parkenden Autos nicht wären, könnte man meinen, zurück in einer anderen Zeit gereist zu sein. M’dina ist für mich mehr Zeit wert. Vielleicht schaffe ich es morgen noch einmal hierher, um alles noch einmal zu sehen und zu bewundern. Dort findet auch ein Stadtfest mit vielen netten Ständen und Köstlichkeitenstatt, dort bleiben wir auch recht lange als Abschluss des Tages.

 

Freitag: 19.07.2019

Und plötzlich ist es Freitag. Der letzte Kurstag beginnt wieder mit einem herrlichen Frühstück an meinem inzwischen Lieblingsplatz im Hotel – das große Fenster mit dem Blick direkt aufs Meer. Natürlich laufe ich danach wie jeden anderen Tag davor kurz zum felsigen Strand und genieße die Sonne des frühen Morgens, bevor ich mich auf den Weg zu ETI-Malta mache, um meinen Kurs abzuschließen.

Wie jedes Mal ist unsere Dozentin Valerie längst vor uns da – der interaktive Bildschirm an der Wand ist wie immer schon eingeschaltet und auf der entsprechenden Internetseite geöffnet, die Unterlagen, um die wir gebeten haben liegen jeweils auf unseren Plätzen. Sie möchte keine Minute unserer Zeit verschwenden, sie möchte uns noch eine Menge zeigen und auch uns die Möglichkeit geben, die selbst kreierten Internetseiten und Blogs zu präsentieren. Wir versuchen uns als Erstes an Cartoons kreieren. Ich muss zugeben, dass mir das mehr Spaß macht als ich mir vorstellen konnte. Es entstehen dabei sehr witzige Dialoge. Aufgaben als Cartoons haben den Vorteil, dass man sich Texte, die auf diese Art präsentiert werden, besser merken kann. Wenn ich unterrichten würde, würde ich diese Möglichkeit nicht unterschätzen, denn letztendlich geht’s beim Unterrichten auch darum, den Schülern das Lernen auch zu erleichtern und ansprechend zu gestalten. Wir erstellen Cartoons und bewegliche Avatare, tragen diese in unseren Websites ein, verlinken und vernetzen uns mit nützlichen Internetquellen – immer wieder auf den Datenschutz und das Copyright achtend. Wir benutzen die selbst kreierten Cartoons auch dafür, mit adobe.sparks.com ein weiteres Lernvideo zu gestalten. Jetzt, da wir damit schon gearbeitet haben, geht das richtig schnell, das äußert auch eine der Teilnehmerinnen in demselben Moment, in dem ich es denke. Das niederlegt auch den Mythos, dass die Vorbereitung von Online-Aufgaben viel zu zeitaufwendig wäre, um in der Praxis angewendet zu werden, denn das täuscht. Sicher muss man Zeit investieren, um sich damit vertraut zu machen, und auch um die Aufgaben zu erstellen. Aber fängt man damit an, gewinnt man an Sicherheit, und dann schafft man etwas, was man nachhaltig verwenden kann. Man muss nicht sofort sein Unterricht komplett digital gestalten. Man kann damit anfangen, ein bisschen davon anzuwenden, immer mehr digitale Aufgaben in seinem Unterricht zu integrieren, und irgendwann geschieht es von allein. Eine Teilnehmerin meint, dies sei vermutlich ein „Generationsproblem“ und hofft, dass die nächste Genration von Lehrern vielleicht aufgeschlossener auf diese Art zu unterrichten reagiert. Valerie lächelt und meint, wenn eine Generation sich einer Sache bewusst ist, so steht es ihr auch frei, diese Sache jederzeit zu ändern, wenn sie sie ändern möchte. Hatte ich schon erwähnt, dass ich wirklich sehr mag, wie Valerie unterrichtet? Es war ein unglaublich vielfältiges Input, was sie uns während des gesamten Kurses mitgegeben hat, in einer verhältnismäßig kurzen Zeit, dennoch hat sie uns nicht einmal gedrängt, unsere Fragen unbeantwortet gelassen oder uns das Gefühl gegeben, dass sie etwas stresst – und das auf einer sehr humorvollen Art. Ob sie unsere bunte, teilweise etwas zu laute Truppe genauso empfunden hat weiß ich nicht, aber wir haben uns wirklich willkommen gefühlt zu fragen, zu diskutieren und unter ihrer Regie Neues auszuprobieren. An dieser Stelle ein wirklich großes Lob an sie für ihre Geduld und Respekt! Wir präsentieren zum Schluss unsere Webseiten, es sind wirklich sehr unterschiedliche Ideen und Gestaltungen dabei. So geht der Kurs zu Ende und wir bekommen unsere Zertifikate. Ich bedanke mich bei Valerie für den wirklich gelungenen Kurs und im Anschluss verabrede ich mich mit Christa und Maria für einen letzten gemeinsamen Abend auf Malta. Von Barbara, meine italienische Kurs-Kollegin, so wie Iwona – das polnische Mädchen, das am Anfang aus Unsicherheit unseren Kurs gewechselt hat und ich später beim Schwimmen wieder traf – muss ich mich allerdings jetzt schon verabschieden, und uns drei fällt das schon ein bisschen schwer. Aber wir bleiben im Kontakt!

Ich gehe kurz ins Hotel, und dann geht es direkt weiter nach M’dina. Ja, ich hatte mir versprochen zu dieser schönen faszinierenden Stadt zurück zu kehren und sie mir ganz in Ruhe noch einmal anzuschauen. Und das mache ich jetzt. An dem heißen Nachmittag bieten die schmalen Gassen mit sandfarbenen, schön verzierten Gebäuden etwas Kühle und schaffen um mich eine Atmosphäre wie in einer Zeitreise. The Silent City wird M’dina genannt. Ein bisschen verstehe ich das jetzt, zum einen Teil auch deshalb, weil M’dina ihre „Geheimnisse“ gut für sich verborgen halten kann: jetzt erst merke ich, dass hinter den schweren alten Türen sich hier und dort kleine Läden verbergen – sie waren geschlossen bei der Abendtour. Ich besuche noch die Katakomben, Kirchen, The Tales of the Silent City, kaufe kurz in einigen kleinen Läden ein, und bleibe wieder vor der hohen Mauer stehen, von wo aus eine atemberaubende Aussicht Richtung Valletta mit dem Meer ganz hinten genossen werden kann.

Ein ganz toller Ort zum einmal Durchatmen (noch besser geht das mit einem großen Vanille-Eis in der Hand😊). Natürlich schaffe ich nicht alles zu sehen, aber ich weiß jetzt schon, dass ich sehr bald Malta wieder besuchen möchte. Mit dem Bus geht es dann zum Marsaxlokk, The Fishing Village – an dieser Stelle muss ich sagen, dass wenn die Atmosphäre hier zum Träumen anregt, spätestens bei dem Fahren mit dem öffentlichen Verkehr auf Malta man wieder aufwacht, da die Busse immer überfüllt sind und eine Mischung aus schwindelerregendem Rasen und scharfem Bremsen bieten! Ich erreiche Marsaxlokk dann nach einer knappen Stunde mit Umsteigen in Valletta. Sehr malerisch gelegen, ein richtiges Fischerdorf mit bunten Booten und vielen kleinen Restaurants. Das animiert mich dazu eine Portion frischen gegrillten Fisch zu genießen bevor es mit dem Bus zurück nach Valletta geht. Dort treffe ich Maria und Christa aus Österreich wie verabredet und wir bleiben zusammen bis spät in der Nacht. Wir verbringen einen wirklich lustigen Abend und lachen sehr viel, auch hier fällt uns das Verabschieden schwer und wir hoffen uns bald wieder zu sehen, denn unsere Nummern haben wir längst ausgetauscht. Es ist 2.30 Uhr als ich zurück zum Hotel kehre.

Es ist schwierig diese kurze, aber intensive Zeit nur mit ein paar Worten wieder zu geben und noch schwieriger ein Fazit zu ziehen – das sind einfach zu viele Eindrücke, die mich bewegen und ich für mich selbst noch sortieren muss. Ich werde mich daran ganz bestimmt noch eine sehr lange Zeit erinnern. Mit einem Lächeln erinnern. Reisen war für mich schon immer die beste Art, etwas Neues zu lernen, nicht nur deshalb, weil dabei das Lernen schon beginnt sobald man seinen Fuß vor der Tür setzt. Wenn man verreist, nur um zu lernen, dann hat man seine ganzen Sinne danach ausgerichtet und nimmt man viel mehr wahr. Was habe ich auf dieser Reise gelernt? Ich habe einen wunderbaren Kurs über digitales Unterrichten besucht und gesehen, wie man die technologische Entwicklung sinnvoll für die Bildung nutzen kann. Ich habe mich daran erinnert, dass Lernen von den Menschen selbst abhängt und man sie dazu ermutigen kann schon allein dadurch, dass man ihre Ängste wahrnimmt und effektiv dagegen vorgeht. Ich habe erlebt, dass Unterrichten nicht nur heißt, Input zu geben und Ergebnisse zu erwarten, sondern da noch viel mehr investiert wird: Freundlichkeit, Menschlichkeit, Beobachtungsgabe… Geduld! Ich habe ein wundervolles kleines Land entdeckt, mit einer ereignisreichen Geschichte, die die Geschichte meiner eigenen ursprünglichen Heimat in vielen Dingen ähnelt und mich dazu anregt, bald wieder eine Reise zu planen. Und ich habe neue Bekanntschaften geschlossen. Ich hatte es mir eigentlich genauso vorgestellt… und irgendwie auch nicht. Denn es ist für mich noch schöner gewesen.  Dafür bin ich dankbar.

Und… ah, ja! Ein Malta-Quiz würde nun ganz bestimmt deutlich besser ausfallen!

Malta: Boost your ICT Skills – Technology for the Classroom (7)

von F. M.

Sonntag, 16.06.19 – Tag der Anreise

Mit leicht verspätetem Abflug startet die Reise nach Malta am späten Vormittag und alles verläuft soweit reibungslos. Nach drei Flugstunden (zum Glück habe ich einen Direktflug gebucht) haben wir unser Ziel erreicht. Beim Aussteigen aus dem Flugzeug bekommt man direkt einen Eindruck von der Hitze, die uns die nächsten Tage begleiten wird. Über 30 Grad ist man als Norddeutsche nun wirklich nicht gewohnt. Im Flughafen selbst ist die Luft wieder angenehm kühl. Generell scheinen Klimaanlagen hier überall vorhanden zu sein. Wenn man es in der Hitze nicht mehr aushält, kann man einfach schnell ein Geschäft betreten und sich etwas abkühlen.

Mein Kollege (Z.A.) aus Deutschland ist bereits gelandet und wartet zusammen mit zwei Mitarbeitenden von ETI, unserem „Empfangskomitee“. Wir bekommen einen Umschlag mit ein paar Informationen und einer Stadtkarte in die Hand gedrückt und dann kommt auch schon der Fahrer, der uns zum ESE Building in Paceville, St. Julian’s bringt, in welchem sich auch ETI befindet.

Eingang ESE Building

Hier bekommen wir noch ein paar Informationen zum Kurs und natürlich das WLAN-Passwort. Ich teste es direkt aus und freue mich darüber, dass es auf Anhieb funktioniert. Nicht so wie beispielsweise das WLAN am Hamburger Flughafen.

Schnell die Sachen in die Zimmer gebracht, etwas hitzetauglicheres angezogen und auf geht’s in die Stadt, schließlich will man die Zeit hier so gut wie möglich nutzen.

Die Häuser wirken als wäre man in einem arabischen Land, die Straßen sind schmal und die Bürgersteige noch schmaler. Die Straßen sind voll von Autos und Menschen und alles wirkt etwas chaotisch. In unserem Viertel gibt es fast nur Einbahnstraßen, sodass man kaum bemerkt, dass man hier wie in England auf der linken Seite fährt. Es ist ein sehr lebhaftes Viertel. Es gibt viele kleine kioskartige Läden, viele kleine Imbisse sowie jede Menge Restaurants, Bars, Pubs und Clubs. Paceville scheint ein regelrechtes Partyviertel zu sein. Am Abend bewahrheitet sich diese Vermutung. Von allen Seiten tönt laute Musik und alles ist voller junger Menschen, die von Bar zu Pub zu Club tingeln.

Wenige Gehminuten von unserer Unterkunft gibt es einen kleinen Strandabschnitt. Sehr nett für eine Abkühlung zwischendurch, jedoch nicht geeignet für einen entspannten Tag am Strand. Alle liegen hier dicht an dicht, aber niemanden scheint dies zu stören.

Zum Abendessen gibt es Burger und Bier und danach einen kleinen Bummel durch das hiesige Einkaufszentrum. Es ist erstaunlich, dass man hier an einem Sonntagabend nach 21 Uhr noch shoppen gehen kann. Oben im Einkaufszentrum befindet sich eine Spielhalle. Hier gibt es neben Billard, Videospielautomaten und Lasertag auch die Möglichkeit, VR-Brillen zu nutzen, wirklich sehr fortschrittlich.

Zurück in unserer Unterkunft müssen wir feststellen, dass unsere in den Zimmern installierten Klimaanlagen nicht funktionieren. Am Empfang kann man uns diesbezüglich leider auch nicht helfen, also heißt es schwitzen. Mit offenem Fenster ist es halbwegs erträglich, leider aber auch sehr laut – Partyviertel eben.

Montag, 17.06.19 – Der erste Kurstag

 

Die erste Nacht ist überstanden und ich habe – nachdem ich endlich eingeschlafen war – tatsächlich durchgeschlafen, trotz Hitze und Lärm. Am Empfang teilt man uns mit, dass die Klimaanlagen hoffentlich im Laufe des Tages repariert werden. Das Frühstück ist okay, jedoch hatte ich mir etwas mehr erhofft. Die Auswahl ist sehr begrenzt und der Orangensaft leider ungenießbar. Aber wir sind satt geworden und das ist die Hauptsache.

Um 9 Uhr finden wir uns mit etwa 20-30 anderen Leuten im Aufenthaltsbereich zusammen und werden den Kursleiterinnen zugeteilt. Unsere Lehrerin heißt Valerie und ist wirklich sehr nett und macht einen kompetenten Eindruck. Unsere Gruppe besteht aus sieben Leuten: Neben uns beiden aus Deutschland sind noch zwei Frauen und ein Mann aus Polen (alle drei von derselben Schule), eine Frau aus Tschechien und eine aus Ungarn anwesend. Der Unterrichtsraum ist sehr klein und grenzt direkt und nur durch eine Glaswand getrennt an einen sehr großen Raum, in dem Englischunterricht für Jugendliche stattfindet. Natürlich läuft die Klimaanlage und insgesamt ist es relativ laut, aber man kann sich gerade noch gegenseitig verstehen.

Zuerst müssen ein paar Formulare ausgefüllt werden. Danach gibt es eine kurze Vorstellungsrunde und dann geht es auch schon los mit dem Thema “Webquests”. Valerie zeigt uns auf dem Smartboard einige Beispiele, wie so ein Webquest aufgebaut ist und eröffnet uns, dass wir bis zum Ende der Woche ebenfalls ein solches erstellen sollen. Hierbei geht es darum, dass eine zentrale Fragestellung anhand verschiedener Rechercheaufgaben im Internet von den Schülern behandelt werden soll, entweder in Einzel- oder Gruppenarbeit. Um die Schüler dabei zu unterstützen, an die entsprechenden Informationen für die Aufgabenbearbeitung zu kommen, kann man ihnen diverse Links zu Videos, Artikeln und Tools zur Verfügung stellen. Webquests sind immer nach dem folgenden Schema aufgebaut: Introduction – Tasks – Process – Evaluation – Conclusion. Hier ist ein anschauliches Beispiel, welches unsere Kursleiterin selbst erstellt hat: http://maltawebquest.pbworks.com/w/page/131459367/Tasks.

Um weitere Eindrücke zu erhalten, sollen wir uns außerdem noch auf den Seiten Webquests, QuestGarden und Zunal umschauen. Momentan erscheint es uns noch fast utopisch, bis zum Ende der Woche ebenfalls so etwas erstellen zu können, aber wir sind optimistisch.

Nach einer kurzen Kaffeepause teilen wir uns in zwei Gruppen auf und fangen an zu brainstormen, welches Thema wir unserem Webquest zugrunde legen und für welche Zielgruppe wir dieses erstellen möchten. Dies gestaltet sich schon als große Herausforderung, da wir sehr unterschiedliche Hintergründe haben (von Grundschule bis Erwachsenenunterricht) und unter keinen Umständen ein Thema finden können, was bei uns allen im Nachhinein im eigenen Unterricht Verwendung finden kann. Also entscheiden wir uns dafür, so zu tun als würden wir für den Englischkurs nebenan ein Webquest über Malta entwerfen, das zum Ziel hat, dass diese am Ende einen Flyer erstellen. Weiter kommen wir mit unseren Überlegungen nicht, denn nun ist Mittagspause.

Essen gibt es hier an jeder Ecke und schnell finden wir einen ansprechenden Imbiss. Da man uns versprochen hat, dass es am Nachmittag ein paar maltesische Snacks und Getränke geben wird, essen wir lieber nicht zu viel.

Im dritten und letzten Kursblock heute beschäftigen wir uns mit Kreuzworträtseln und Quizdesign. Hierfür nutzen wir die Seiten Halfacrossword und Puzzlemaker. Valerie erklärt uns wie diese funktionieren und dann dürfen wir auch schon selbst ausprobieren. Man kann auf diesen Seiten ohne Registrierung in erstaunlich kurzer Zeit eigene Kreuzworträtsel, Bingos, Würfelspiele und einiges mehr erstellen. Ich kann mir gut vorstellen, dass dies den Unterricht auf einfache Weise und ansprechend auflockern kann. Halfacrossword erstellt beispielsweise zwei Kreuzworträtsel, bei denen jeweils nur die Hälfte ausgefüllt ist. In Partnerarbeit muss man sich dann gegenseitig die Begriffe erklären, sodass die andere Person die Leerstellen auf dem eigenen Blatt ausfüllen kann. Hierbei kann man beispielsweise Vokabeln zu einem Thema gut verinnerlichen, da man die Begriffe so treffend erklären muss, dass die andere Person weiß, was gemeint ist.

Halfacrossword zum Thema Webquests

Nach Kursende geht es in das Café/Restaurant “The Cake Box”, welches sich im selben Gebäude befindet, um die angekündigten maltesischen Snacks und Getränke zu probieren. Viel gibt es nicht und pro Person darf auch nur ein Getränk gekostet werden. Leider mag ich meins – eine sehr bittere Orangenlimonade mit Kräutern – nicht und gebe es meinem Kollegen. Die mit Käse bzw. Kichererbsen gefüllten Teigtaschen schmecken jedoch sehr gut.

Im Anschluss holen wir uns einen Kaffee und machen es uns im Aufenthaltsbereich gemütlich, um unser Lerntagebuch zu verfassen.

Am Abend machen wir noch einen kurzen Abstecher zum nahegelegenen Strand. Hungrig von dem anstrengenden Tag lassen wir uns in einem Restaurant nieder, genehmigen uns Pasta und danach machen wir noch einen Verdauungsspaziergang durch die mit feiernden Leuten übersäten Straßen Pacevilles.

St. George’s Bay in St. Julian’s

Bisher gefällt es mir insgesamt sehr gut hier und ich bin gespannt, was uns in den nächsten Tagen noch erwartet.

Dienstag, 18.06.19 – Der zweite Kurstag

Leider funktioniert auch diese Nacht die Klimaanlage nicht, sodass ich heute Morgen sehr zerknautscht aufwache. Die Dusche verschafft mir wieder ein wenig Energie und das Frühstück tut sein Übriges. Heute gibt es noch köstliche Croissants und einen genießbaren Saft, was mich optimistisch stimmt.

Vor Kursbeginn möchte ich mich noch schnell bei PBWorks registrieren, das haben wir gestern als “Hausaufgabe” aufbekommen. Mit dieser Seite kann man Wikis erstellen, unser heutiges Thema. Wiki bedeutet “schnell“ auf Hawaiianisch und genau das ist es auch. Man kann sehr einfach und schnell eine Webseite erstellen, die von mehreren Personen editiert werden kann. Man kann mehrere Ordner und Seiten anlegen und diese miteinander durch Links verknüpfen. So ein Wiki kann man auf vielfältige Weise nutzen und die Schüler gut dabei einbeziehen. Jede/r kann beispielsweise eine eigene Seite in diesem Wiki bekommen, die sie oder er selbst gestalten kann. Dort können unter anderem Arbeitsergebnisse, Links, Videos etc. geteilt und kommentiert werden. Etwas ungünstig ist, dass jeweils nur eine Person zur Zeit eine Seite editieren kann und dass nicht automatisch gespeichert wird, wie es beispielsweise in einem GoogleDocs Dokument der Fall ist. Ein solches Dokument verwenden wir übrigens auch im Kurs. In diesem haben wir zu Anfang alle gleichzeitig unsere E-Mail-Adressen geschrieben und Valerie stellt uns dort immer wieder die Links zur Verfügung, die wir gerade benötigen, wirklich sehr praktisch.

Nach ein paar Startschwierigkeiten bei der Registrierung bei PBWorks haben wir es nun doch alle geschafft. Valerie hat uns bereits heute Morgen eine Einladung zu ihrem Wiki geschickt, der wir nun alle folgen. Wir erstellen uns alle eine Seite in ihrem Wiki, auf der wir ein wenig herumprobieren können. Sie zeigt uns, wie man Bilder, Videos und Links einfügen kann, was jedoch nicht alle auf Anhieb hinbekommen. Das alles nimmt sehr viel Zeit in Anspruch und dann ist auch schon die kurze Kaffeepause, die wir nutzen, um uns am Kiosk gegenüber für den unschlagbaren Preis von einem Euro einen Kaffee und ein Stück abgepackten Kuchen zu holen.

Nach der Pause zeigt Valerie uns, wie man ein eigenes Wiki anlegt und nun sollen wir auch direkt eines erstellen, welches wir für unser Webquest verwenden sollen. Ich erstelle das Wiki für unsere Gruppe und lege für jeden Abschnitt (Introduction – Task – Process – Evaluation – Conclusion) eine Seite an. Wir einigen uns darauf, wer welche Seite mit Inhalten füllt, und legen los. Es scheint, als wäre nicht all unseren Gruppenmitgliedern klar, was genau eigentlich von uns erwartet wird. Generell scheinen nicht alle in unserem Kurs das erforderliche Sprachniveau für den Kurs aufzuweisen, was uns immer wieder viel Zeit und extra Aufwand seitens der Kursleiterin kostet. Ein kurzer Sprachtest vor der Anmeldung für den Kurs wäre durchaus sinnvoll, da durch mangelndes Verständnis wie gesagt eine Menge Unterrichtszeit verloren geht, weil vieles immer und immer wieder erklärt werden muss.

Nach der Mittagspause widmen wir uns erst einmal anderen Themen. Auf dem Stundenplan sind für den Nachmittag die Themen Concordances, Online Dictionaries und Visual Thesaurus vorgesehen. Zum Einstieg bekommen wir direkt eine kleine Rechercheaufgabe: wir sollen auf “Wortjagd” (Word Hunt) gehen. Jeder zieht zwei Zettel, auf denen jeweils ein englischer Begriff steht. Die Begriffe sind extra so gewählt, dass wir sie mit großer Wahrscheinlichkeit nicht kennen. Nun sollen wir die Bedeutung herausfinden und diese auf kreative Weise in unserem Google Docs Dokument mit den anderen Kursteilnehmenden teilen. Hier zwei Beispiele unserer Ergebnisse:

Nun besprechen wir noch ein paar Vorteile von einem solchen Word Hunt. Indem man selbst die Bedeutungen heraussuchen und für andere aufbereiten muss, kann man sich die Vokabeln im Nachhinein viel besser merken. Auch für die Betrachter ist es durch die Veranschaulichung deutlich einfacher, die Vokabeln zu verstehen.

Für die Recherche haben wir alle unterschiedliche Seiten benutzt. Für eine einfachere Recherche zeigt uns Valerie nun noch ein paar nützliche Seiten. So zum Beispiel Multidict. Der gesuchte Begriff wird hier gleichzeitig in diversen Wörterbüchern gesucht. Man kann so schnell und ohne immer wieder neue Tabs öffnen zu müssen verschiedene Definitionen und Übersetzungen vergleichen.

Viel Zeit bleibt nicht mehr, also zeigt Valerie uns noch ein paar weitere Seiten, die einem bei der Recherche behilflich sein können. Die Seite Snappywords beispielsweise zeigt einem graphisch ansprechend aufbereitet eine Reihe von Synonymen und Wortbeziehungen an (visueller Thesaurus). Leider gibt es diese Seite nicht für die deutsche Sprache. Hierfür kann man die Seite VisuelleSynonyme nutzen, diese ist jedoch längst nicht so ansprechend wie Snappywords.

Die Seite Freerice fragt einen Vokabeln ab und für jede richtige Antwort wird ein kleiner Geldbetrag an das World Food Programme gespendet. Eine nette Motivation, um Vokabeln zu lernen. Man kann sich zwar auch deutsche Vokabeln abfragen lassen, die Abfrage findet jedoch auf Englisch statt.

Zu guter Letzt zeigt Valerie uns noch die Suchmaschine Duckduckgo, die im Gegensatz zu Google keine Daten des Suchenden speichert. Außerdem verweist Valerie noch auf den Artikel “The Best Search Engines in 2019”. Da die Unterrichtszeit nun schon wieder vorbei ist, können wir hierauf nicht mehr eingehen.

Direkt nach dem Kurs steht ein Ausflug nach Valletta an, die Hauptstadt Maltas. Mit dem Bus werden wir und etwa 20-30 andere Teilnehmende von ESE und ETI dorthin gefahren. Bei uns ist der Tourguide Mario, der uns durch die Stadt führt und diverse historische Fakten liefert. In den zwei Stunden halten wir an vielen Orten und er hat viel zu erzählen.

Die Hitze macht mir zu schaffen und ich bin sehr müde (die letzten Nächte waren einfach zu kurz). Daher kann ich Mario leider nicht so gut folgen und alles aufnehmen, was er uns Interessantes erzählt. Das geht auch einigen anderen so. Am Ende der Tour schauen wir uns noch einen Film an: “The Malta Experience”. Dieser Film erklärt 7000 Jahre Geschichte der Insel. An jedem Sitz befinden sich Kopfhörer, denn der Film ist in 17 Sprachen verfügbar. Mario empfiehlt uns aber, Englisch auszuwählen, und so mache ich es dann auch. Nach der langen Tour noch einmal eine ganze Menge Input, jedoch auch sehr ansprechend aufbereitet.

Gegen 18 Uhr geht es mit dem Bus zurück nach St. Julian’s. Schnell noch einen Kaffee geholt und hier sitzen wir nun im ESE Building und verfassen unser Lerntagebuch. Zur Belohnung gönnen wir uns danach noch eine kurze Abkühlung im Wasser (diesmal nur die Füße, denn es ist schon sehr spät und für hiesige Verhältnisse fast schon frisch draußen) und einen Snack am Strand.

Mittwoch, 19.06.19 – Der dritte Kurstag (Halbzeit)

Seit gestern Abend funktioniert die Klimaanlage wieder, endlich eine Nacht bei „normaler“ Temperatur! Ich erwache viel erholter als die letzten Tage und freue mich auf den Tag. Heute geht der Unterricht nur bis 12:30 Uhr und der ganze Nachmittag steht uns zur freien Verfügung.

Wir frühstücken wieder draußen auf der Terrasse, direkt an der belebten Straße, umgeben von Baustellen- und Alarmanlagenlärm. Aber irgendwie habe ich mich fast schon an den hohen Geräuschpegel hier gewöhnt. Hier ein kleiner Eindruck.

Im Kursraum angekommen, erzählt Valerie uns, dass das heutige Thema “Interactive Classroom Activities” ist, und fragt uns, ob wir Kahoot kennen. Die meisten haben mindestens schon davon gehört, einer benutzt es regelmäßig in seinem Unterricht, um seine Schüler zu testen. Mit Kahoot kann man ganz einfach ein Quiz, ein Jumble (verschiedene Antworten in die richtige Reihenfolge bringen) oder eine Umfrage erstellen. Natürlich hat Valerie schon ein Quiz über Malta für uns vorbereitet. Sie teilt uns in drei Teams ein, wir geben den PIN für ihr Quiz ein, denken uns einen Teamnamen aus und schon erscheint dieser auch schon auf dem Bildschirm. Die Fragen werden auf dem Smartboard angezeigt, die Antworten erscheinen auf unseren Laptops (es funktioniert auch mit dem Smartphone). Für die Beantwortung bleiben uns nur wenige Sekunden und danach können wir direkt sehen, wer richtig geantwortet hat. Am Ende erscheint auf unseren Bildschirmen, welchen Platz wir erreicht haben.

Eine neue Funktion von Kahoot, die auch Valerie noch nicht kennt, ist, dass man ein Quiz auch als Hausaufgabe aufgeben kann, eine sogenannte “Challenge”. Nun sind wir selbst dran, ein Quiz, ein Jumble oder eine Umfrage zu erstellen. Den Fragen kann man auf einfache Weise auch Bilder hinzufügen. Es ist auch möglich, vor Quizbeginn ein Youtube-Video abspielen zu lassen, wobei man auch Timecodes setzten kann, damit nur ein Teil des Videos abgespielt wird.

Ein weiteres Tool für Quizze ist Socrative. Auch hier dürfen wir zum Einstieg erst einmal an einem Quiz teilnehmen, zu dem wir auch wieder mit einer PIN gelangen. Socrative ist nicht ganz so bunt und geräuschvoll wie Kahoot, macht es einem aber ähnlich leicht, in kürzester Zeit ein Quiz zu entwerfen. Wir erstellen uns auch hier einen Account. Mittlerweile sind wir alle auf diversen Seiten registriert. Mit einem Google Account geht diese meistens in Sekundenschnelle. Weiter kommen wir erst einmal nicht, denn nun ist es Zeit für die tägliche Kaffeepause. Danach geht es direkt weiter mit Socrative und Valerie leitet uns wieder Schritt für Schritt an, wie wir ein Quiz erstellen können. Auch hier kann man den Fragen Bilder hinzufügen. Im Gegensatz zu Kahoot kann man hier auch noch Erklärungen zu den Antworten hinzufügen, die man direkt nach der Beantwortung der Fragen angezeigt bekommt. Ein bei Socrative erstelltes Quiz kann man entweder als Hausaufgabe aufgeben oder wie bei Kahoot direkt im Klassenraum spielen und die Schüler gegeneinander antreten lassen.

Solche Ratespiele in den Unterricht einzubauen, ermöglicht es den Lehrkräften, auf spielerische Weise Wissen (z. B. Vokabeln, historische Fakten etc.) abzufragen und so zu verfestigen. Die Schüler treten gegeneinander an, was den Ansporn nach den richtigen Antworten noch erhöht.

Als nächstes geht es um Mind Maps. Wir besprechen, dass dies eine gute Möglichkeit ist, komplexe Themen visuell aufzubereiten. Unser Gehirn arbeitet nicht linear und genau das kann man mit einer Mind Map gut abbilden. Hierzu erscheint auf dem Smartboard noch ein Zitat von Tony Buzan: „A mind map is a thinking tool that reflects externally what goes on inside your head.“

Wenn man so ein Mind Map per Hand gestaltet, kann man sich leicht “verzetteln”. Vielleicht möchte man einige Punkte doch lieber woanders stehen haben, etwas entfernen oder hinzufügen, wo nun kein Platz mehr ist. Es kann schnell etwas chaotisch werden. Für eine flexiblere Erstellung bieten sich einige online Tools an, so zum Beispiel GoConqr. Selbstverständlich erstellen wir uns auch hier einen Account und legen direkt los. Wie bisher alle Tools ist auch dieses sehr benutzerfreundlich und auf Anhieb verständlich. Man kann eigentlich nichts falsch machen. Man kann die einzelnen Äste flexibel hin und her schieben, die Farben und Schriftarten ändern sowie Bilder und Videos einfügen.

Hier das Beispiel, welches wir in aller Kürze gemeinsam am Smartboard erstellt haben:

Nun zeigt Valerie uns noch, wie wir dieses ganz einfach in unser Wiki einbetten können.

Eigentlich wollte sie uns noch ein anderes Tool zeigen, mit welchem man mit mehreren Leuten gleichzeitig Mind Maps erstellen kann, jedoch fehlt uns die Zeit hierfür, denn auch heute werden wir wieder durch viele Nachfragen und Verständnisprobleme aufgehalten.

Nach dem Mittagessen holen mein Kollege und ich uns wieder einen Kaffee (mittlerweile sind wir schon Stammkunden in einem kleinen italienischen Laden ein paar Straßen weiter) und setzen uns damit auf die Terrasse, um unsere Blogeinträge zu verfassen.

Danach machen wir uns mit dem Bus auf den Weg nach Sliema. Von dort aus nehmen wir eine Fähre nach Valletta.

Fähre von Sliema nach Valletta

Die Überfahrt dauert nur etwa 10 Minuten und hin und zurück kostet uns pro Person nicht einmal drei Euro. Die Aussicht ist fantastisch! Wir sind zwar am Dienstag schon in Valletta gewesen, doch wir möchten uns gerne noch einmal in Ruhe umschauen und unsere eigenen Eindrücke sammeln. Also schlendern wir durch die engen Straßen und genießen es, dass es hier nicht so wuselig und voller feiernder Leute ist wie in St. Julian’s.

Ausblick von Valletta in Richtung Sliema

Donnerstag, 20.06.19 – Der vierte Kurstag (Endspurt)

Die Klimaanlage funktioniert nach wie vor und frühstückstechnisch gibt es auch nichts Neues zu berichten. Daher starte ich meinen heutigen Eintrag direkt beim Kurs.

Da Valerie uns gestern eigentlich noch eine Möglichkeit zeigen wollte, wie man gemeinsam an einer Mind Map arbeiten kann, wir aber keine Zeit mehr hatten, starten wir heute direkt damit. Die App, die sie uns präsentiert, heißt Padlet. Es sind nicht direkt Mind Maps, die man damit erstellen kann, aber es bietet trotzdem eine schöne Methode, um ein Brainstorming zu visualisieren. Mit Padlet kann man ganz einfach eine Pinnwand gestalten. Valerie teilt uns den Link zu einer bereits von ihr vorbereiteten Pinnwand und bittet uns, diese mit Leben zu füllen. Hierfür müssen wir uns noch nicht registrieren. (Später tun wir dies aber trotzdem, da wir noch eigene Pinnwände erstellen.) Per Doppelklick auf die Pinnwand öffnet sich auf dieser ein kleines Fenster, in das man direkt hineinschreiben sowie Links, Bilder, Sprachaufnahmen und Videos posten kann. Es sieht ein bisschen aus wie kleine Klebezettel, die man übrigens auch miteinander verbinden kann, wie bei einer Mind Map:

Um zu vermeiden, dass unangemessene Schimpfwörter auf der Pinnwand landen, kann man einen Profanity Filter einschalten. Dieser macht ein wütendes Emoji aus dem Schimpfwort. Mit welcher Treffsicherheit Padlet die Schimpfwörter erkennt, kann ich jedoch nicht sagen. Deutsche Schimpfwörter scheint es jedenfalls nicht zu kennen.

Erstellt man sich einen Account in der kostenlosen Basisversion, ist man auf drei Pinnwände limitiert. Fertige Wände kann man aber als Bild, PDF, CSV oder Excel-Datei exportieren, man muss sie also nicht endgültig löschen, wenn man Platz für eine neue benötigt, kann diese dann allerdings nicht weiterbearbeiten.

Bei der Erstellung eines Padlets gibt es verschiedene Auswahlmöglichkeiten: Wand, Leinwand, Stream, Raster, Regal, Backchannel. Diese unterscheiden sich in der Anordnung der Notizen. Wir haben jedoch nur kurz Zeit, um uns dort umzuschauen, da Padlet eigentlich nicht auf dem Plan für heute steht.

Dann geht es auch schon weiter mit der App Tes blendspace. Hier kann man eine Art Linkliste erstellen, die jedoch in Kacheln angeordnet und deutlich übersichtlicher und optisch ansprechender als eine reine Auflistung von Hyperlinks ist. Auch kleine Texte und Quizze kann man hier verfassen:

Im Unterricht kann man diese auch wie eine Präsentation verwenden. Klickt man auf “Play”, werden die einzelnen Inhalte nacheinander groß angezeigt. Erneut erstellen wir uns einen Account, klicken auf „New lesson“ und probieren ein wenig herum. Nebenbei erklärt Valerie uns noch, wie wir dies in unser Webquest einbetten können. Dies tue ich dann auch direkt, um es noch ein wenig mit Inhalten zu füllen. Leider sind wir nämlich während der Unterrichtszeit nicht mehr wirklich dazu gekommen, an diesem zu arbeiten. Das ist aber nicht weiter schlimm, sagt Valerie. Es ist am wichtigsten, dass wir das Prinzip dahinter verstehen und wissen, wie wir eines erstellen können. Sie hat nicht den Anspruch, ein fertiges Webquest von uns gezeigt zu bekommen, solange wir wenigstens mit einer Idee und dem groben Gerüst dafür aufwarten können.

Das nächste Thema ist Wordclouds. In einer Wordcloud kann man viele verschiedene Schlüsselbegriffe zu einem Thema in diversen Anordnungen, Farben und Formen darstellen, wobei die unterschiedlichen Größen der Begriffe die Wichtigkeit indizieren. So eine “Wolke” visualisiert ein Thema und eignet sich sehr gut für den Einstieg in dieses. Man kann gemeinsam überlegen, welches Thema wohl ansteht, was dieses beinhaltet und vieles mehr.

Man kann die Schüler beispielsweise auch nach bestimmten Wortarten suchen lassen. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig.

Es folgt der nächste Account (wie viele es jetzt wohl schon sein mögen?), diesmal bei WordArt. Ein paar Klicks und ein paar eingetippte Wörter später habe wir auch alle schon eine Wortwolke auf unseren Bildschirmen. Man kann auch ohne einen Account eine Word Cloud erstellen, jedoch kann man diese dann lediglich als PNG, JPEG oder PDF herunterladen und danach nicht mehr editieren. Mit einem Account kann man bereits erstellte Wolken jederzeit ändern.

Ich bin immer wieder erstaunt, wie einfach das alles funktioniert und wie zugänglich diese Apps sind. Auch hier dürfen wir wieder herumprobieren und entdecken, was für Möglichkeiten einem geboten werden. Die Einstellungsmöglichkeiten sind vielfältig: Schriftart und -größe, Farben und Form (entweder man wählt eine aus den vielen voreingestellten Möglichkeiten aus oder lädt selbst ein Bild hoch, dessen Form dann verwendet werden kann). Die verwendeten Wörter kann man entweder selbst eintippen und deren Gewichtung angeben oder aber einen ganzen Text importieren und WordArt entscheidet dann eigenmächtig anhand der Frequenz der Wörter, wie groß diese dargestellt werden. Als ich dies ausprobiere (ich nehme hierfür mein Lerntagebuch), muss ich jedoch feststellen, dass insbesondere die für das Thema irrelevanten Wörter wie Präpositionen, Pronomen und Konjunktionen groß dargestellt werden. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Manuell lösche ich viele davon aus der Liste, füge weitere Begriffe hinzu und ändere die Gewichtungen. Dies kostet mich jedoch relativ viel Zeit, in der ich genauso gut auch die relevanten Begriffe hätte eintippen können.

Schnell zeigt Valerie uns noch, wie wir die fertigen Bilder bei imgur hochladen und in PBWorks einbetten können.

Als nächstes stehen Infografiken auf dem Unterrichtsplan. Hierfür registrieren wir uns bei Canva. Wir suchen uns eine Form aus, wählen einen Hintergrund und fügen Texte und Bilder ein, alles ganz einfach mit wenigen Klicks. Die Schwierigkeit besteht eher darin, sich zu entscheiden, weil es so viele Möglichkeiten gibt.

In etwa drei Minuten habe ich folgendes erstellt:

Und wieder bin ich positiv überrascht, wie einfach und schnell das alles geht. Durch Ausprobieren findet man sich schnell in die Funktionen ein. Man kann auch hier wieder per Link andere Personen einladen, das Bild entweder nur anzuschauen oder es sogar selbst zu bearbeiten. Ich bette es noch schnell in meine Wiki-Ausprobierseite ein und dann ist auch schon Mittagspause.

Danach zeigt Valerie uns die Funktionen eines Interactive Whiteboards. Das Board im Unterricht ist von der Marke Promethean. Die Betriebssysteme der verschiedenen Anbieter unterscheiden sich lediglich in Kleinigkeiten, grundsätzlich jedoch verfügen alle über sehr ähnliche Funktionen. Sie öffnet ein leeres Blatt und legt los. Man kann entweder mit dem Finger oder einem speziellen Stift auf diesem schreiben oder Maus und Tastatur verwenden. Es gibt Textmarker, man kann Formen einfügen, einfärben, mit dem Finger oder der Maus hin und herschieben, mit dem Radierer Dinge entfernen und so weiter. Sie erläutert kurz verschiedene Einsatzmöglichkeiten im Unterricht. So kann man beispielsweise die Schüler per drag and drop Adjektive in zwei verschiedene Kategorien ordnen oder Wörter in Lückentexte ziehen lassen und vieles mehr. Auch hier sind die Einsatzmöglichkeiten denkbar vielfältig.

Unterrichtsbeispiel von Valerie: Wenn die orangenen Begriffe in den weißen Kreis gezogen werden, erscheinen die entsprechenden Substantive in schwarzer Schrift.

Die Zeit ist schon wieder sehr fortgeschritten und wir dürfen noch ein wenig an unserer Webquest arbeiten, bevor wir uns im Eingangsbereich des ESE Buildings mit einigen anderen zusammenfinden, um gemeinsam einen Ausflug nach Mdina zu machen.

Nach etwa 20-30 Minuten Fahrt im klimatisierten Bus sind wir auch schon da. Mdina ist eine der früheren Hauptstädte Maltas, doch mittlerweile wohnen hier nur noch ca. 250 Leute, weshalb man sie auch als “Silent City” bezeichnet. Wir laufen durch die engen Straßen zwischen den Sandsteingebäuden und lauschen Mario, unserem Tourguide, den wir bereits von unserer Tour nach Valletta am Dienstag kennen. Neben vielen anderen Fakten berichtet er auch, dass hier ein paar Szenen der bekannten Serie Game of Thrones gedreht wurden. Mdina ist eine sehr interessante Stadt und durchaus einen Besuch wert.

Zurück in St. Julian’s gehen mein Kollege und ich noch schnell eine Runde schwimmen, decken uns im Supermarkt mit ein paar Snacks ein (für ein richtiges Abendessen haben wir heute keine Zeit mehr) und machen es uns auf der Terrasse gemütlich, um unseren Tag zu dokumentieren.

Freitag, 21.06.19. (Der letzte Tag)

Das heutige Thema im Unterricht ist Interactive Stories. Zum Einstieg hat Valerie für uns mit Twine ein Spiel vorbereitet, welches wir über Valeries Tes Blendspace erreichen. Wir befinden uns in einem imaginären Labyrinth und müssen uns entscheiden, welchen Weg wir gehen. An jeder Gabelung bekommen wir eine Frage zur englischen Aussprache gestellt und müssen uns durch richtige Antworten den Weg nach draußen bahnen. Am Ende erwartet uns ein großes Feuerwerk. Mit Twine kann man nicht-lineare Geschichten erzählen und die Benutzer entscheiden lassen, wie es weitergeht. Man hat das Gefühl, die Kontrolle zu haben. Auf diese Weise kann man beliebige Themen interaktiv aufarbeiten und die Schüler können Aufgaben auf spielerische Weise durchlaufen.

Twine ist Open Source und man kann es nur online im Browser benutzen. Diesmal müssen wir uns nicht einmal registrieren. Wenn man die erstellte Geschichte in einem anderen Browser verwenden will, muss man es als html-Datei herunterladen und dann entsprechend wieder hochladen (doch das geht ganz schnell und unkompliziert). Für diese App gibt es sehr viele online Tutorials und auch ein eigenes Wiki. Wenn man programmieren kann, bietet Twine einem unzählige Möglichkeiten, aber auch ohne jegliche Programmierkenntnisse kann man ziemlich unkompliziert so ein “Labyrinth” konstruieren. Zusammen kreieren wir eine Geschichte. Besser gesagt: Valerie tippt am Smartboard und wir tippen ab, damit wir uns nicht in unseren Ideen verzetteln. Schritt für Schritt geben wir kleine Textpassagen ein und verlinken jeweils zwei Möglichkeiten oder lassen die Geschichte an bestimmten Punkten enden. Die einzelnen Schritte sind verlinkt und man kann sie einfach verschieben, um es sich übersichtlicher zu gestalten.

Wie sollte es auch anders sein, natürlich kann man auch hier Bilder, Videos und Links einfügen. Als letztes fügen wir noch ein Youtube-Video ein und klicken auf play, um unsere Geschichte “The Office” zu durchlaufen. Wer sich unser Ergebnis anschauen möchte, kann gerne diesem LINK folgen. Man landet auf meinem Tes Blendspace und kann dort auf “File” klicken. Der blaue Text auf den Seiten ist verlinkt. Manchmal gibt es nur eine Möglichkeit, manchmal muss man sich zwischen zwei Optionen entscheiden. Landet man auf einer Seite, die mit “The End” endet, kann man links mit dem Pfeil zurückgelangen und die andere Variante ausprobieren. Viel Spaß damit!

Ich bin begeistert, mal wieder! Es ist so einfach und das Ergebnis ist großartig. Die Möglichkeiten sind nahezu endlos und ich “befürchte”, ich werde in Zukunft noch einige Zeit auf dieser Seite verbringen. Valerie meinte: “I have spent hours and hours designing such stories.” Daran habe ich keine Zweifel und bin parallel schon am überlegen, was ich damit wohl alles anstellen kann.

Nach der kurzen Kaffeepause füllen wir alle schnell Evaluationsbögen zu dem Kurs und unserer Unterbringung aus. Dann geht es weiter mit StoryJumper. Hiermit kann man Geschichten in einem Bilderbuch erstellen und jede Seite einzeln gestalten oder sich Geschichten anderer Leute anschauen. Es gibt auch die Möglichkeit, das Ergebnis als Hardcover drucken zu lassen oder als eBook zu speichern, das kostet aber. Über den Link zum Buch kann man es sich aber jederzeit kostenlos anschauen. Man kann auch gemeinsam an Geschichten arbeiten oder Kommentare erlauben. Auch diese App ist sehr einfach zu bedienen. Man hat die Wahl zwischen diversen Hintergründen oder kann eigene Fotos hochladen und dann zieht man einfach kleine Figuren in das Bild, kann die Größe ändern und diese beliebig verschieben. Schnell noch ein Textfeld oder eine Sprechblase eingefügt und schon ist die Seite auch schon fertig und man kann zur nächsten übergehen. Den einzelnen Seiten kann man auch Sprachaufnahmen hinzufügen. Ebenfalls eine schöne Möglichkeit, um Geschichten zu erzählen oder die Schüler eigene Geschichten erzählen zu lassen. Allerdings muss man ein wenig Englisch können, denn auf Deutsch ist die Seite nicht verfügbar.

In der Mittagspause organisieren mein Kollege und ich schnell noch eine Karte für Valerie. Wir möchten ihr gerne für diese wirklich interessante und lehrreiche Woche danken! Sie hat uns so viele tolle Dinge gezeigt und war immer außerordentlich freundlich und geduldig.

Nach der Pause erzählt sie uns noch ein paar Dinge über die Seite http://www.languages.dk/tools/. Hier findet man jede Menge Tipps und Tools für CLIL (Content and Language Integrated Learning). Doch auch für “normalen” Unterricht kann man hier Nützliches finden. Wordlink beispielsweise ist mit Multidict verknüpft und besonders für das Lesen fremdsprachiger Texte wunderbar geeignet. Man kann dort einfach einen Artikel verlinken oder einen Text einfügen und per Klick auf jedes beliebige Wort sucht Multidict parallel nach Übersetzungen oder Definitionen.

Nun dürfen wir noch kurz an unserem Webquest arbeiten, bevor es ans Präsentieren geht. Da wir nur zwei Gruppen sind und unter der Woche wenig Zeit für die Bearbeitung hatten, sind wir mit den Präsentationen schnell fertig.

Valerie lobt noch einmal, was wir in der kurzen Zeit alles erreicht haben und plötzlich ist der letzte Unterrichtstag auch schon vorbei. Wir verabschieden uns und ich werde ein kleines bisschen wehmütig. Die Woche verging so schnell und ich brauche sicher noch eine Weile, um die vielen Eindrücke zu verarbeiten. Zum Glück fliegen wir erst morgen zurück, sodass wir heute noch den Abend genießen können.

Ich freue mich, dass ich dieses fantastische Angebot nutzen konnte und bedanke mich auch ganz herzlich bei unseren lieben Kolleginnen aus dem Landesverband der Volkshochschulen in S-H, die uns bei den Vorbereitungen immer unterstützend zur Seite standen.

Malta: Boost your ICT Skills – Technology for the Classroom (6)

von Z. A.

Strangely familiar

Sunday, 16th of June 2019

Arriving at Malta airport was very… inviting. I was surprised how small the airport is for such an extremely alive island. Although it was very crowded, in only few minutes I was done with the checkout Procedures and was free to leave the arrival area. Afterwards I was regarded by an employee of the Institute that organising the course.

Before leaving the airport, we had to wait for another participant, who was late and turn out to be my work colleague (FM). The learning institute has arranged for both of us a car to drive us to ESE Building in Paceville, where we are staying for the course. 36 degrees can give you only one thought, “I need water!” It was not easy to find a beach, since sandy beaches in Malta are very rare and micro. The atmosphere, left-hand driving system and the various options to buy food are the first things that could challenge you at the beginning.

The landscape and language look and sound strangely familiar. I could understand and read many words, but I could also sense the Moroccan Arabic influence on the language which is really hard for me to understand, even as Arabic native speaker. First impression is admiration of this lovely island and its people.

After having a swim and eating, my colleague and I decided to have a walk and explore the area. The amount of people in the streets, the shops, cafes and restaurants on a Sunday evening is the maximum opposite of Germany. There are small grocery shops everywhere; I did not have the need to find a supermarket. I was over challenged to decide what to eat. I guess, it was my fault that I did not research beforehand. We stumbled upon a gaming centre, in which many games where using virtual reality technology (VR). Coincidentally I saw on the same day, the same technology still being advertised in Munich airport. I watched the advertising employee for more than half an hour, waiting for my flight, with no one approaching them. Seeing this in Malta made me think… “What are we doing wrong?”

Back in the ESE building, we got envelopes with information about the rooms and on the envelope the password for the WiFi connection. I logged in and it worked, from the first time, with the laptop and the Smartphone! It is not the fastest connection, but certainly much better than what I have experienced in similar institutes in Schleswig-Holstein.

Unfortunately, the air conditioning system in the building failed and I had to spend the night in the heat, which was actually, in comparison to where I grew up, not very bad.

Simple yet sufficient

Monday, 17th of June 2019

I woke up after a sweaty night full of energy and looking forward to new experiences. The breakfast is served daily between 7:30-9 am. It was not as attractive as I expected and I was disappointed with the juice. The coffee was nevertheless amazing; it made it up for the poorly served breakfast. Having said that, everything is still well organised and clean, including the collective gathering area, where all participants in different courses gather around before the courses start.

Teaching rooms are simple, yet sufficient. One interactive screen, on which almost all the work is done, WiFi connection and shared documents are the media in the first day. I applaud and salute the ability to apply the technology and make it a part of our lives without making a mountain out of a molehill.

Interactive touchscreen in each classroom

At the beginning, the teacher shared an online document with us, which we can all edit online and at the same time. I could even activate the offline-editing-mode, which allows me to edit the document without an internet connection and the document will be updated as soon as I connect to the internet again.

The course is called “Boost Your ICT Skills – Technology for the Classroom”. It is only logical to expect to learn new techniques and methods, which you can apply in the classroom. What surprised me is the ease and availability of such tools, with which the teacher can equip the students and provide them with a huge variety of additional exercises within and out of the classroom. For example on a website called Half a Crossword you can create different kinds of puzzles for either single- or group work for the students. Creating a puzzle would require you to type in few words! It would take one minute to create a puzzle. This is Amazing! You will be able to create more personalised and authentic learning material and at the same time not worry about copyrights. This website, amongst many others, is completely for free and user friendly. When the time, cost and effort factors are dealt with, creating your own learning Material becomes a question of willingness.

I got introduced today to the concept of Webquest. As the name suggests, it is a quest that is carried out through the internet. What is great about this concept is that it can be applied literally in every topic, history, language, geography… even natural sciences. We were told that we will be creating our own webquest, my colleague and I started even discussing creating one that handles a linguistic aspect in the Maltese language. Webquests consist of few stages including tasks, processes and evaluation, designed by the teacher for the students. The result can be one of many communication media, such as a presentation, info-video, a blog, a booklet, a website…etc. There is really no limit. It depends only on how advanced the students are.

One rather annoying point I find in this course, that the lingual requirements for participating are not well tested before the registration. We are 7 participants, and two of us definitely do not have the necessary language skills to neither attend the course nor to communicate with the other participants. I know this should not bother me, unless I end up working with one of them in our project, which I am now. My colleague and I are trying to adapt our project to meet a common ground with the other participants in our group. Since we are in Malta, we are trying to design a webquest with the end result of a flyer that provides information about food, culture, history, language, and nightlife in Malta.

The first day of the course was overall a success. I feel very optimistic about the coming days as well.

Back terrace of ESE Building 18:00 pm

Digital Comfort

Tuesday, 18th of June 2019

After a sleep lacking night I got up energised around 6:30 in the morning and got ready to have breakfast before the second day of the course starts. I am still trying to adjust to starting the day without having a cup of coffee. My colleague and I had breakfast and prepared ourselves for the lesson.

ESE Building, 3rd floor, 7:30 am

Yesterday, we were given homework to create an account and log in into few websites. This has awakened a sweet-bitter feeling that reminded me about my years of study. However, I proceeded with pleasure. At 9 am I was ready for the course start and in a way looking forward to be amazed again. After all that is why I signed up for this course. The training plan gave me mixed feelings. For example Creating a WIKI made me curious, but Concordances, Online Dictionaries & Visual Thesaurus did not sound very exciting honestly. But I was wrong. The second day of the course has again managed to impress me.

First of all, we learned how to create a WIKI, which is by the way Hawaiian for ‘quick, fast’. Wiki-websites, unlike the traditional websites, are websites created to be edited and modified by a group of people. For instance Wikipedia, one of the biggest online encyclopaedias, is one of these websites. But a wiki does not need to be always that huge. It can be created for smaller groups of people, such as pupils of a school class, or students in a university, or participants in all kinds of adult education courses, even for a group of friends to plan a gathering or a trip or a barbeque. Before we started, I was expecting a load of hard work and complicated programming commands and processes. After all that is how I remember creating websites or writing computer software growing up. However, creating a wiki these days is as easy as creating a word document. One does not need any experience or programming knowledge to do that. There are other websites where you can sign up for free and create your own website and invite others to be able to help creating and editing this website. Today we used this website http://www.pbworks.com/ to create our own wiki. In a nutshell, the blank website consists of a text document. In this document you can enter your text, pictures and videos, change the colours …etc. most of the work is done through hyperlinks system. For example, I can create a secondary page, fill it with pictures of locations in Malta and go to my main page and link the text “Locations in Malta” with the secondary page. The linking process is done with a couple clicks. One does not even have to upload photos. I could just link the photos from the original website to my wiki page. Currently, we are working on a web quest with other two participants and we will apply the wiki page in this project directly. If we are done with the web quest by the end of the week, I will attach a link to our wiki page.

Afterwards we worked with different website for Concordances, Online Dictionaries & Visual Thesaurus. This shed the light on a new spectrum of dealing with vocabularies. Such websites offer not only meanings of words like in traditional online dictionaries, but also much more. For example, there are websites that searches for words in a corpus and give as many examples as possible, depending on the frequency in which the word occurs in this corpus. Visual Thesaurus website provides us with a web of interconnected vocabularies:

A screenshot of the search result for ‚learning‘ in http://www.snappywords.com/

The availability of these tools and the fact that there are no cost for using them, can only motivate the teacher to challenge the students and prepare them in a modern way to be able to cope with the technology that faces us in our daily life.

After the course, we signed up for a tour to Valletta, the capital of Malta. The hot weather does not make things easier, but the beauty of the island makes it up. Around 20 participants, including my colleague and me, in different courses of ESE and ETI School were driven to the city Valletta. There we were, accompanied by a guide who informed us continuously about the different locations, buildings, sculptures and cultural and traditional norms. At the end of the tour, we watched a televised (audio-visual) report about the history of the island since 5000 BC. The report is interpreted into around 20 different languages that can be played synchronically with the report. As I am a translator mainly, I can only admire the effort. The tour was very dense, so much information to absorb. I would need to write another few pages to cover today’s experience. I made hundreds of Photos and few videos which I would love to share. Unfortunately, they need some editing, for which I do not have the time today. Now it is almost 9:30 pm and my colleague and I still did not have dinner.

The day turned out to be another success and I am looking forward to tomorrow.

Simply impressive

Wednesday, 19th of June 2019

The air conditioning was finally fixed last night. But I guess even without it I would have slept like a baby anyway after the interesting and long tour in the sunny streets of Valletta. The tour was around three and a half hours and yet not enough to explore the maritime city. My colleague and I are thinking to take a boat to Valletta today and explore the city more on our own. I cannot have enough of learning about the Maltese culture; it is very simple yet complex, very ancient yet recent and very European yet Semitic. After spending two days and a half, the heat has become more tolerable. I believe that all the other beautiful surroundings balance the equation.

After having a better sleep than the last two days, I had the daily Breakfast, which either got much better, although I do not recall any changes have been made, or I got used to it. For the first time I tried yogurt with cereal, which is ironic for the fact that I live in Germany since 2012.

At 9 a.m. I was in the classroom, but we had to wait few minutes till the rest of the participants arrived. My only critique to this fine educational institution is the fact that they are easy going when it comes to the conditions of attending their courses. At the end, ESE and ETI are not purely educational but also profit-oriented institutions.

The informative side of my visit to this island continues however to impress me. Today we were introduced to yet new digital tools that help the teacher to create more interesting and modern learning material in very easy ways by performing very simple procedures. A teacher could be able to create such material in few minutes either in the evening drinking a cup of tea, or in the morning drinking a cup of coffee. In different training sessions and lectures I have attended so far in Germany, the term ‘Learning through play/games’, but yet to be introduced to a single authentic method to come up with such material. And that is, in my less than humble opinion, what the highly sophisticated German didactic society lacks. They are pioneers in the theory, but with all due respect not in the practice. In today’s lesson we started with a rather known application called ‘Kahoot’. This application helps to create educational games, mainly quizzes, but also jumbles. The website and application are free. Of course you can upgrade to other premium versions which will give us more features. But the free version is very sufficient. There is no limit or restriction for the targeted group of student, since you can, as a teacher, write your own questions, answers and even set a time limit for the students to answer each question.

Playing options for a quiz

We did a quiz about Malta that consists of only 10 questions. We were divided into three groups and it took us few minutes with the comments of the teacher to finish. My group has naturally won thanks to me 😉 Although the youngest among us is 30 years old, we enjoyed the quiz and we were not by any means under challenged. The application allows you not only to write questions and answers, but also to combine it with pictures and even video material to make the introduction and waiting time even nicer for the participants and can be done either individually or within a group. You can also edit the quiz whenever you need to. The application is very colourful, maybe that is why it is associated with younger pupils. The only downside is that the quiz can be done only online, hence is a stable internet connection is required.

Socrative’ is a very similar application but with less colours, for adults or older students with a less sense of humour. It can be more informative than ‘Kahoot’. While creating a quiz you can set one of three different ways to answer the questions; multiple choice, true/false, or even they can write the answer.

Options to answer each question in a quiz

After each question, the teacher can add an explanation, links to pictures or videos, external resources about the information in the question. You can see the explanation after you give your answer. This could create a sense of wanting to know more. I personally found it very interesting to read the explanations for a quiz about English idioms. You can create a quiz, or a race or an exit ticket. Each one is more interesting than the other. A race for example, as in the picture, shows the groups racing with points to the finish line. An exit ticket is a short quiz at the end of the lesson. The quizzes created in these applications and other similar applications can be shared and accessed very easily through a number that is generated automatically.

Finally, we tried a tool to create mind maps in a very easy yet elegant and colourful way. Mind maps are very helpful in teaching vocabularies. For this method we used ‘GoConqr’. It is a very simple tool to create audio-visual mind maps which you can at the end save as images or even share on your wiki so all your students have access to it. I could imagine, instead of each pupil write learned vocabularies down, a mind map being created with the pupils in the class where they brain storm with new related vocabularies. At the end of the class they all can access it through a wiki that the teacher has created earlier during the school semester.

Now I am done with digital media for today, and ready to go explore further the warm island. Hopefully I could share not only beautiful thoughts, but also beautiful sights. My mind is pleased, time to please my other senses (a synonym for being hungry).

Cultural and digital input

Thursday, 20th of June 2019

The day before was exhausting, but it was worth it. Another thorough exploration in both Sliema and Valletta city was fruitful. We used the public transportation, which is one of the best ways to get closer to the culture of a country. One has the chance to meet the people living their everyday lives. Because visiting a country for few days, weeks, even months does not make us experts in the culture. It barely introduces us to the top of the iceberg. Exploring these cities in depth, without having to follow a tour guide on a time plan, allows you to take a break to comprehend and enjoy the beauty of some places.

Sliema city north coast

My colleague and I took the bus from St. Julian to Sliema, which is around 15 minutes ride. And from there we took a ferry, which is another public transportation means in Malta, to the Capital Valletta. In Valletta, we enjoyed the narrow maritime streets of the city.

Valletta, one of many seaports

I did not actually research that, but I guess that the narrow streets in almost in all maritime cities around the world are built this way simply because they had little importance in people lives. In those cities people depended mostly on the naval trade on the sea port. Valletta was actually assigned as the capital of Malta only when Malta was ruled by the Eight Knights. Before that, the capital was Mdina, another more central city on the island, which we are going to visit today after the course.

After Valletta we headed back to Sliema with the ferry to take the bus to St. Julian were most of us are residing. However, before that we stopped and watched the sunset.

Sunset from Sliema city

I am going to skip the part about the breakfast today, since there is nothing new. I admit that I am a creature of habit. But I brought my own juice today.

Another day, another lesson and another applause; the digital media we use everyday are incredible. The teacher said at some point “The mechanics are pretty much self-explanatory and the choices are enormous”.  As every other lesson in the last three days, today we were introduced to other digital media that ease process of digital learning on both the teacher and the student. Yesterday, we tried few tools to create digital mind maps, which the teacher can share with the students. I wondered if I want to do the same, but collaboratively with my students!? A wonder did not last long as I got the answer in today lesson. ‘Padlet’ is a tool allows you to create maps to the topic or separate parts of the lesson. Such a tool is special for different reasons; first of all, the user-friendly interface; second, the teacher and students can create the document together; third, it is very graphic: the ability to create a colourful background and create the map in a combination between texts and audio-visual media.

Another useful and elegant, yet fun and method for teaching in the class is a word cloud. The last is “an image composed of words used in a particular text or subject, in which the size of each word indicates its frequency or importance”.  The name came actually from the original shape of the first uses of word clouds, but, as always, things evolve. So the tool ‘Wordart’ allows us to create words cloud with no effort whatsoever. All you need to do is to either write the words in the space, or even import a complete text. The tool will automatically create a word cloud with a random shape of a cloud. The size of the words in the cloud depends on the frequency, with which the word occur in the text. You can then adjust the size, shape and colours of both the words and the cloud itself. I posted a cloud in the shape of a pirate skull, because I created the cloud with a text I composed about Valletta. This city had a constant struggle with piracy for a very long time. Since it is a coastal city, it was attacked and many people were taken as slaves or killed by pirates’ raids. A Primary school teacher would obviously use something other than a skull.

A word cloud of a text about the city ‚Valletta‘

One final tool, which managed to impress me today, is ‘Canva’. This tool allows you to easily create info graphics for not only a classroom, but also a presentation at work, social media activities, and even casual and private occasions. Once I had created an account on the website, I found a button to create a design. The website will provide us with layouts for almost everything from social media to documents, personal, marketing, educational and even for advertisement uses. Under each one, you will find sub-categories to help you find exactly what you are looking for. For example, for social media purposes, one would find not only which social media, but also what kind of layout such as; Instagram post, Instagram story, Facebook cover, Facebook story… etc. By choosing a layout the website directs you to the next page with the workplace window where you can either start your own design from scratch or to choose of one of many ready templates. The great part is, even if you choose a ready template; all the elements on this template can be separately selected, edited or removed. You can keep the elements you need and add elements from other templates and create your own ones. One can link elements or photos from the internet or the website itself, which provides a variety of pictures and elements, upload from your local PC or embed videos and sound files from the internet. In addition to that, you still have the main tools for editing photos and videos, such as; filter, colour adjustment, crop, rotate, mirroring, flipping …etc. I created this design in less than 30 seconds.

Created on www.canva.com

Finally, we worked with software for interactive whiteboards (IWB). It was as dazzling as the other tools: user friendly, colourful, many tools to create and edit documents. But I think that such software depends on what kind of IWB you run, and whether the IWB has its own operating system or not. I have two points of criticism of this software; firstly, it does not show a virtual keyboard when creating a text box, so one would always need a keyboard connected with the IWB; secondly, with all the available layouts, there is no layout with an aspect ratio of 16:9 (widescreen). But this could be because the software made mainly for school purpose where mostly used during the class and not for presentations. However, with little creativity, the teaching with an IWB can be very rich and fun.

Later we are going on a tour to Mdina city. I am looking forward to continuing to explore the lovely island.

Goodbye is always emotional

Friday, 21st of June 2019

After few days in Malta and few lessons in this course, I am overwhelmed with both educational and cultural experience. Before I start any talking about the experiences of today, I have to go back and talk about my trip yesterday to Mdina. The name ‘Mdina’ is from classic Arabic [mǝdi:nǝ]’ which describes the city with the most importance and where most of the trade markets exist. The city is surrounded by another city called Rabat, which is the classic Arabic word for a ‘deal’. It is named this way because, as mentioned above, there were many trade markets existed and deals were made. Mdina is, in a nut shell, like a gift: wrapped and unknown for the outsider. Wrapped with the two sets of walls, the ones the Arabs built around the city when they ruled the Island, and the second layer was built by the Knights around the older walls.

The walls of Mdina

Of course, other walls were built even before that by the Phoenicians in the eighth century and other, but that just shows the rich history of the island and all the different empires who claimed it as their home. A huge watercourse, which is now an empty moat, was also dug around the whole city and there was only one bridge to enter the city. During the ruling of the Knights and after the city turned into a home for the “elite”; nobles, politicians, priests and traders. Therefore, the city now consists of huge palaces, churches and monasteries. It is a very small city with a lot of history. I could go on and on about every single detail of the rich history of this tiny yet fortified city. But as it is a really small city and very expensive, the population in this city is only around 250 people and many houses are being either used as shops or are just abandoned and falling slowly apart.

 

A cathedral in Mdina

Enough said about the wonder-city.

The last day of the course was as informative as the others. At first, we used a tool called ‘Twine’ to create interactive games. It is same as programming with HTML-language, but without the complicated commands. Before I explain the mechanics, interactive games existed since long time but were not popular because it was complicated to write them. Actually all high-definition role-playing games nowadays are based on the same concept of interactive games, but with a lot of graphics and sounds. In these games, the teacher creates slides with a certain situation, and embeds questions within the storyline. The students have always more than one option to choose from to continue the story, and the choice can decide the outcome of the story. The more complicated the storyline is, the more the fun. The interface of the website allows you to simply click on an already given box where you can enter texts, photos and even videos. Inserting photos and videos is done through embedding. Most websites provide this option. So once you select to embed a video or a picture you get an html-command from the website, then you can copy it and paste it into the textbox of the story. The colours of the background and font in the view mode are default. However, they can be changed through few simple html-commands. Any one – even with no knowledge of this programming language – can copy and paste these few commands. We created a very simple story, and although I knew the possible outcomes, I felt the excitement of playing it. I guess the black background and the story together created a sense of suspense. The website is free and there is no need for an account. Anyone can visit the website and starts creating a story. The only not very good feature of this tool is the stories are only saved in the browser. But to keep the story you have the option to download it as an html-file and import it in the website from any other device.

A screenshot of a twine-story in edit mode

For more graphic stories and less html one can use ‘Storyjumper’. But I think it is more for primary school children rather than older ones. One can create an account and the stories can be saved in the website. As a teacher, you can ask the students to create accounts and you can add them to your account as students. The teacher can also create different layouts for the students. The problem with Storyjumber is that the created stories cannot be printed out or saved on the pc for free. But for a digital school that should not be a problem.

Finally, we were introduced to a very useful online dictionary, ‘multidict. This website functions as a search engine for dictionaries. It consists of three different tools that work together. First of all; a dictionary where you can search for meanings in many languages and it will search for the meanings in many online dictionaries. Second of all; ‘wordlink’, which is a tool where you can insert links of other websites and articles, and it will provide you with the meaning of each word the moment you hover the mouse courser over it. And finally; ‘clilstore’ which functions practically the same as wordlink but it also allows you to create an account and invite your students to work together as a class room.

The course was very informative and dense. The amount of tools that exist everywhere in the internet and mostly for free – at least the features that a teacher could need – is extremely large. It was great being a part of this course and I am looking forward to starting to work with these tools as soon as I get home. My stay here in Malta has come to an end quickly. I enjoyed every single part of it, except the juice on the first day at breakfast. However, I am also happy to go home and be with my son again. Being a part of this lovely warm experience is something to appreciate and be thankful for.

And now, 6pm, one last visit to the beach. I guess “Goodbyes” are always emotional.

 

Malta: Empowerment in ICT Skills: Making Use of Technology Tools (4)

von A. S.

Montag, 10. Juni 2019

Heute ist der erste Tag meines Kurses „Empowerment in ICT skills – Making use of technology tools“ bei ETI in Malta. Pünktlich um 8:45 Uhr reihe ich mich in die Warteschlange für die Einschreibung ein. Die Firma ETI (Executive Training Institute) teilt sich das helle, moderne Gebäude mit einer Sprachschule und um uns herum herrscht vielsprachige Aktivität. Da die Zeit schneller voranschreitet als unsere Einschreibung, werden wir kurzerhand auf unsere Lehrer verteilt und begeben uns zu den jeweiligen Unterrichtsräumen.

Unsere Gruppe ist recht klein: Nur drei Teilnehmerinnen! Rossella aus Italien und Maria aus der Tschechischen Republik unterrichten beide in der Sekundarstufe. Wir legen direkt los mit Google Drive. Valerie, unsere Kursleiterin, erklärt uns die Vorzüge von Google Drive: Hier lassen sich mit einer Gruppe von Teilnehmern gut Dokumente, Bilder etc teilen bzw Formulare, Präsentationen usw erstellen und auch bearbeiten. Jede Teilnehmerin meldet sich daraufhin bei Google Drive an, und wir geben neben unserer Email Adresse noch ein paar persönliche Details zum Kennenlernen ein.

Schon ist die erste Unterrichtseinheit vorbei und nach einer kurzen Verschnaufpause geht es weiter: Valerie informiert uns, dass wir eigene Internetseiten erstellen werden. Sie genehmigt uns ein paar Minuten zur Ideenfindung für dies Projekt und zeigt uns noch kurz eine Internetseite, die sie mal eben so selbst entworfen hat. Wir suchen auf Google nach dem Wix Website Builder und los geht’s mit der Anmeldung und der ersten Seite. Das Ganze wird schon komplexer und ich bin froh, dass ich nicht die einzige bin, die immer mal wieder nachfragen muss. Zuhören, neue Begriffe aufnehmen, die Abfolge der einzelnen Schritte erinnern und sich gleichzeitig Notizen machen, ist nicht einfach. Ich analoger Dinosaurier sehne mich nach einem Bedienungshandbuch…

Nach der Mittagspause sprechen wir über Copyright und Valerie empfiehlt den Gebrauch von Fotos aus Pixabay, die immer frei zugänglich sind. Dann suchen wir uns einige Bilder im Internet aus, die wir auf unserer Seite unterbringen möchten, und versuchen, sie auf unserer noch ganz frischen Seite einzubetten. Das klappt mit unterschiedlichem Erfolg, aber schon sind wir beim Thema Hyperlinks, mit denen man eingebettete Bilder versehen kann, um zu weiteren Internetseiten bzw Informationen zu einem Thema zu leiten. Dann ist auch schon der dritte Unterrichtsblock beendet und wir werden zu einem typisch maltesischen Schluck Kimmie (eine leicht bittere Limonade aus Orangen und Kräutern) und maltesischem Pastizzi Gebäck entlassen. Ich hoffe, dass ich morgen noch erinnere, was ich heute neu gelernt habe!

Dienstag, 11. Juni 2019

Zum gestrigen Tag gab es bei uns Teilnehmerinnen noch die eine oder andere Frage, und unsere geduldige Kursleiterin war bemüht, nochmals kurz darauf einzugehen, aber zum Üben blieb keine Zeit, da das Programm sehr straff organisiert ist.

Unser heutiges Thema war „Blogs“. Blogs sind Veröffentlichungen zu bestimten Interessengebieten oder Themenbereichen, wie auch Webseiten, sind aber nicht statisch wie diese, sondern flexibler. Hier werden z.B. Ideen mit Dritten geteilt, die eingeladen werden können, den Blog inhaltlich mitzugestalten. Wie auch bei Webseiten, können z.B. Bilder oder Videoclips in den Blog aufgenommen oder Verweise/Links auf andere Internetseiten eingearbeitet werden.

Über die Seite www.blogger.com hat jede Teilnehmerin ihren eigenen Probe-Blog erstellt, und dann ging es im Verlauf des Tages daran, Posts zu erstellen, also einen eigenen Text mit Bildern und Videos zu versehen, Seiten zu erstellen und das Layout zu gestalten. Wieder gab es eine Flut von Tipps und Informationen, die erst noch in Ruhe zu einem späteren Zeitpunkt ‚einsortiert‘ werden müssen, da man sich soviel Neues einfach nicht auf Anhieb merken kann.

Mittwoch, 12. Juni 2019

Wir begannen den heutigen Tag mit der Einfuehrung in das digitale Tool Edpuzzle (www.edpuzzle.com). Mit Edpuzzle lassen sich selbst hochgeladene Videos oder Videos von Plattformen wie Youtube für den Unterricht bearbeiten und einsetzen. Die gewählten Videos können gekürzt und mit Fragen, Kommentaren und Aufgaben versehen werden. Der Lehrer stellt das bearbeitete Video dann z.B. auf seiner (Schul-) Webseite oder auf einem Blog bereit. Wenn es z.B. für einen bestimmten Kurs bereitgestellt wird, erhalten die Kursteilnehmer einen Code, mit dem sie dieses Video anschauen und die Aufgaben bearbeiten koennen. Bei Multiple Choice Fragen erhalten sie automatisch eine Rückmeldung, ob die Aufgabe richtig gelöst wurde. Der Lehrer hat die Übersicht, wer das Video angesehen hat, ob bzw. wie die Aufgaben erledigt wurden, wer Schwierigkeiten mit dem Material hatte, und kann den jeweiligen Teilnehmern individuelle Kommentare schicken. Ein tolles Tool für digitalen Unterricht!

Am Nachmittag wurde uns ein weiteres freies Tool für interaktives Lernen vorgestellt: LearningApps (www.learningapps.org). Hier kann man unter einer Vielfalt von Aktivitäten wählen, die man in seinem Unterricht einsetzen möchte, wie Quizzes, Kreuzworträtsel, Gruppenaufgaben und vieles mehr. Das Setzen von Filtern (Thema, Teilnehmerniveau) hilft, die Flut bereits vorhandener Angebote, die an die Bedürfnisse des Kurses angepasst werden können, einzudämmen. Außerdem kann man selbst Aktivitäten mit Hilfe vorgegebener Schablonen konzipieren. Auch dies ist ein fantastisches Tool für digital gestützten Unterricht.

Donnerstag, 13. Juni 2019

Der heutige Kurstag begann mit Überlegungen zum Thema „Audiomaterial im Unterricht“.  Wir schauten uns gemeinsam ein kurzes Video über den McGurk Effekt an, der besagt, dass visuelle Eindrücke beeinflussen, was wir zu hören glauben und das andererseits ein akustisches Signal einen visuellen Eindruck verändern kann. Da wir normalerweise automatisch akustische und visuelle Signale in der Kommunikation kombinieren, fallen reine Hörverständnisübungen Sprachlernenden allgemein schwer und sollten daher verstärkt trainiert werden. Auch hier lassen sich die verschiedenen bei www.learningapps.org angebotenen Formate gut für das Erstellen maßgeschneiderter Übungen nutzen.

Eine Beispiel-Hörübung, die wir anschließend erstellten, war ein Lückentext zu einem Popsong, den wir als Audiodatei in unseren Blog stellten. Hierzu mussten wir auf YouTube einen Popsong aussuchen und die Audiodatei vom Video trennen. Im Fremdsprachenunterricht würden die Lernenden den Popsong hören und anschließend versuchen, die Lücken auszufüllen – hierbei kann es entweder eine Auswahl ähnlich klingender Wörter geben, zwischen denen das richtige Wort ausgewählt werden muss, oder die Lernenden müssen selbstständig aus einem ihnen bekannten Wortfeld die Vokabeln einsetzen. Weiterhin experimentierten wir mit dem Erstellen eigener Audiodateien, die dann auf der Youtube-Seite von LearningApps gespeichert wurden. Diese Dateien kann man ebenfalls als Link oder durch Einbetten auf seinem Blog oder auf der Webseite anbieten. Hier benutzten wir eine weitere frei verfügbare Applikation (www.123apps.com). Diese App erlaubt es, andere Formate auf MP3 umzuformatieren bzw. ältere Videoformate auf MP4 zu ändern. Da auf dieser App keine Audio- oder Videodateien gespeichert werden können, müssen sie heruntergeladen werden, bevor man sie in einen Blog oder eine Webseite einbettet oder mittels Link verbindet.

Mit rauchenden Köpfen wurden wir in unseren Nachmittag entlassen. Da wir heute etwas früher Schluss hatten, nutzte ich die Gelegenheit zu einem Besuch der prähistorischen Tempelanlagen von Tarxien, deren Anfänge auf 4100 vor Christus datiert werden. Der zeltartig überdachte Rundgang erlaubte es, auch bei den herrschenden Temperaturen (37 Grad C!) die fantastische Anlage zu besichtigen und sich vorzustellen, wie diese Steinkolosse vor so langer Zeit bewegt und bearbeitet wurden. Zurück zur Unterkunft ging es über die pittoreske Stadt Birgu, auch bekannt als Vittoriosa, und eine der drei Städte (zusammen mit Cospicua und Senglea), die von den seefahrenden Rittern des St. John Ordens als ihre Basis auf Malta um den großen Hafen befestigt wurden. Anbei ein paar optische Eindrücke.

Freitag, 14. Juni 2019

Der letzte Tag unseres Kurses begann mit einer Demonstration der App Adobe Spark (https://spark.adobe.com ). Mit Adobe Spark lassen sich Präsentationen gestalten, die etwas erklären oder erzählen, und in denen Fotos, Icons, kurze Videoausschnitte und Text kombiniert werden und mit Musik und/oder eigenen Tonaufnahmen unterlegt werden können. Diese Präsentationen können dann wiederum in eine Website oder einen Blog eingebettet werden.

Eine weitere App, die wir heute kennenlernten und ausprobieren konnten, war ToonDoo (www.toondoo.com). Diese App erlaubt es, eigene Cartoons zu erstellen und zu downloaden oder auch in ein Word Dokument einzufügen und auszudrucken. Im Fremdsprachenunterricht könnten die Teilnehmer z.B. Sprechblasen eines vorgegebenen Cartoons mit Text versehen und so ihre eigene Geschichte erzählen.

Anschließend stellte Valerie uns noch eine nette kleine App namens Hexatar (www.hexatar.com) vor, mit der man eine eigene virtuelle Identität, d.h. einen Avatar, erstellen kann.

Zu guter Letzt schauten wir uns die App Flashback Express (www.flashbackrecorder.com/express/) an, mit der Erklärvideos erstellt werden können. Alles in allem war auch heute wieder ein sehr voller Tag mit dicht gepacktem Lernprogramm. Das meiste konnte kurz ausprobiert werden, aber um die verschiedenen Apps wirklich nutzen zu können, werde ich mich mit dem Ganzen sicher noch einige Male intensiver beschäftigen müssen. Immerhin wurden mir Möglichkeiten aufgezeigt und Anregungen gegeben, die mir vorher nicht bekannt waren. Hier möchte ich mich vor allem bei Valerie für ihre Geduld bedanken, Dinge am nächsten Tag nochmals kurz zu wiederholen.

Vielen Dank auch an den Landesverband der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins und das Erasmus+ Programm für die Möglichkeit, an dieser Weiterbildung teilzunehmen.

Malta: Empowerment in ICT Skills: Making Use of Technology Tools (3)

von K. A.

Sonntag, 19.5.2019

Verspätet wegen des Fluges und des Taxifahrers erreichte ich am frühen Abend meine Gastfamilie – eine alleinerziehende Psychotherapeutin, zu deren Hobbies das Kochen zählt. So ist für Leib und Seele ausreichend gesorgt…

Montag, 20.5.2019

Für den 20-minütigen Fußweg zur Schule, empfahl mir meine Tochter Google Maps zu nutzen. Und Google lässt mich seitdem nicht mehr los…

Pünktlich um 9.00 Uhr begann der Unterricht mit einer Vorstellungsrunde unserer kleinen Gruppe:
Valerie, unsere Lehrerin, eine Polin, eine Ungarin und zwei Deutsche.

Dann sollte jeder den schon zu Hause eingerichteten Gmail Account öffnen und darüber Google Drive nutzen. Damit begann ein begeisterter Vortrag von Valerie zu Google. Für mich war diese Begeisterung recht befremdlich, spielt doch der Datenschutz in Deutschland eine große Rolle. Aber jetzt heißt es Augen zu und durch. Ich war sodann auch beeindruckt welche Möglichkeiten Gmail und Google Drive bietet. Diese hätte ich allein nie erfasst, und es bedurfte höchster Konzentration meinerseits den schnellen Erklärungen zu folgen. Google Drive ermöglicht das Teilen von Informationen, Dokumenten, Dateien und das gemeinsame Bearbeiten von Präsentationen, Tabellen und Grafiken – alles Neuland für mich.

Nach unserer ersten Pause hieß es: „How to design your own Website“ und endete schließlich an diesem Tag in „Creating a Website“mit dem kostenfreien Programm https://www.wix.com/.

Dabei wurden Fotos, Videos, Links, Buttons „embedded“ sowie Hintergrund, Schrift etc. bearbeitet.
Morgen setzten wir das Erstellen der Website fort. Ich freue mich auf den Unterricht und meine kleine Gruppe und bin gespannt, ob ich das heute Erlernte anwenden kann. Unterstützung ist gewiss erforderlich.

Dienstag, 21.5.2019

Heute arbeiteten wir weiter an unserer Website und versuchten das Gelernte zu wiederholen. Dabei entdeckten wir vor allem unsere Lücken und Schwachpunkte. Aber auch unsere Lehrerin hatte Schwierigkeiten, mit unseren „anspruchsvollen“ Versuchen, die Seite aufwendiger zu gestalten. Um das Ergebnis meiner Website zu sehen, veröffentlichte ich schließlich meine Website. So konnte ich u. a. meine Buttons nutzen und die Videos und Links aktivieren. Und dann sollte dieses unvollkommene Produkt doch bitte wieder aus dem Netz verschwinden – unpublished again. Das wurde schließlich die große Herausforderung des Vormittags…, so dass unsere Lehrerin fast aufgab und mich beruhigte: „Your website – it’s just a drop in the ocean..“ Letztendlich schaffte sie es noch diesen „ocean-drop“ zu entfernen.

Das nächste interessante Thema lautete „Creating a Blog“. Wir diskutierten, wofür man einen Blog verwenden kann:

Dann ging es ans „kreative“ Entwickeln des Blogs, wobei folgende Punkte beachtet wurden:

  • Titel und Bilder
  • Seiten
  • Gadgets
  • Useful Links
  • Labels (= Hashtags)

Weitere Aufgaben folgten wie Videos und Links direkt auf der aktuellen Seite anbieten:

Included video on the course (nur zu sehen auf dem erstellten Blog).

Find more about Malta

Unsere nächste Unterrichtseinheit wurde noch kurz angesprochen. Wie erstellt man Videos, die für den Unterricht oder auch für die Website bzw. den Blog nutzbar sind?

Morgen werden wir nur bis mittags Unterricht haben. Nachmittags findet die gebuchte Valletta Tour statt.

Mittwoch, 22.5.2019

Auf dem Weg zur Schule lässt sich die Sonne noch nicht blicken – für mich als Norddeutsche durchaus angenehme Temperaturen, während die Malteser von ungewöhnlich kühlen Tagen zu dieser Jahreszeit sprechen.

 

Der Unterricht wurde heute rechtzeitig beendet, so dass der Nachmittag zur freien Verfügung steht. Jedoch haben die meisten von uns

im „ETI –Paket“ heute und morgen die „Guided Tours“ gebucht. Es bleibt mir aber genügend Zeit für ein entspanntes Mittagessen und zum täglichen Schreiben.

Unser heutiges Unterrichtsthema lautete: „Make a video for a lesson“

Als Hausaufgabe hatten wir uns unter https://edpuzzle.com/ ein Video herausgesucht. Bekannte Anbieter wie TED stellen ihre Videos zur Verfügung, die dann bearbeitet werden dürfen. Copyright ist daher kein Thema.

Das gewählte Video wurde gestoppt, gekürzt mit eigenem gesprochenen Text bearbeitet – „overecorded“ mit dem „voiceover“  – , Fragen (z. B. Multiple choice, offene Fragen…) sowie Links wurden eingebaut….es gab wieder unfassbar viele Möglichkeiten der Gestaltung und man kann unendlich viel Zeit darauf verwenden ein Video nach eigenen Vorstellungen zu bearbeiten.

Spannend war es allemal und auch anstrengend, da man hochkonzentriert die gesamte Zeit der Lehrerin folgen muss. Sonst wird man abgehängt und bewegt sich verloren im Netz.

Schließlich wurde dieses Video noch auf unsere Website und unseren Blog eingearbeitet.

Anschließend fand der kulturelle Teil des Aufenthaltes statt:

Unsere erste „Guided Tour“ am Mittwoch führte uns in die Hauptstadt Maltas – nach Valletta. Die schöne Altstadt hat mich begeistert. Man ließ den Ort die Schule und St. Julian mit dem Baulärm, den Presslufthammer, dem Schmutz und Abfall hinter sich und erblickte herrliche Plätze, Aussichten, Bauwerke verbunden mit jeder Menge Geschichte. Mario, unser Stadtführer, erklärte uns engagiert und begeistert die Geschichte und Kultur Maltas und Vallettas. Dieser erste Eindruck weckte das Interesse für weitere Besuche.

Donnerstag, 23.5.2019

Donnerstag begann der Unterricht mit einem kleinen Austausch unserer Ausflugs-Erlebnisse. Unsere Lehrerin empfahl uns noch einige interessante Orte auf Malta und Gozo.

Dann begann das intensive Arbeiten in:

https://learningapps.org/

Es werden in dieser App verschiedene Module angeboten.

So kann man u.a. einen Lückentext, Kreuzworträtsel, Multiple Choice Quiz oder „matching pairs“ erstellen. Auch eine Variante „Wer wird Millionär“ wird angeboten. Nachdem wir gemeinsam den „Hanging Man“ erstellten, der aus Gründen der „Political Correctness“ keinen Galgen mehr sondern eine Blume mit Blütenblättern nutzt, konnten wir selber eine „Learning App“ kreieren.

Dabei gibt es zum Beispiel für das Modul Multiple Choice Quiz verschiedene Optionen zur Gestaltung wie Text, Bilder, Video, Audio.

Nach der Mittagspause wurde uns folgendes YouTube Video vorgestellt

https://www.youtube.com/watch?v=kzo45hWXRWU

Das war der Einstieg zum Erstellen eines eigenen Audio-Videos über:

https://123apps.com

Sound Effekte konnten über http://soundbible.com/ genutzt werden.

Und daraufhin gingen wir über zur Erstellung eines eigenen das Podcasts:

https://www.podomatic.com/

Das Ergebnis wurde dann schließlich auf der selbst erstellten Website oder dem Blog verlinkt oder eingebettet/embeded. Beim „Embedding“ wird der kopierte HTML Code eingegeben. Entsprechende Felder bieten die Programme an. „Embedding“ beansprucht weniger Speicherplatz. Dieser ist auf den „Free Versions“ meistens begrenzt.

Die Stunde wurde etwas früher beendet, da die nächste „Guided Tour“ mit Mario nach Mdina startete.

Wir erlebten die ehemalige Hauptstadt Maltas tatsächlich als „Stadt der Stille“. Die Kreuzfahrtschiffe verlassen am Abend Malta, so dass gegen 17.00 Uhr mit uns nur noch wenige Touristen und noch weniger Einheimische die schmalen Gassen bevölkerten.

Am Ende der Tour entschloss sich eine kleine Gruppe von uns noch die beschauliche unbebaute Sandbucht Ghajn Tuffieha aufzusuchen – ein schöner Abschluss dieses Tages.

Freitag, 24.5.2019

Ein letztes Mal legte ich den Weg zur Schule zurück, schlängelte mich zwischen die Autos, um Tunnel und Kreuzung zu überqueren – wie schnell die Zeit verging.

Und auch der Unterricht am Morgen verging wie im Fluge.

https://spark.adobe.com/  wurde uns vorgestellt. Mit diesem Programm kann man seine eigene „animated Slide Show“/ Dia-Show erstellen. Es werden wieder viele Möglichkeiten angeboten. Musik und Kommentare können hinterlegt werden und Texte oder Icons bearbeitet und eingeblendet werden.

Im Schnelldurchgang konnten wir uns noch auf folgenden Seiten zum Erstellen von Cartoons oder von virtuellen Avators herumtummeln:

 

Creating Cartoon: Toondo   Storyboard That    Witty Comics

Creating Virtual Identities – Avatars: Voki   Hexatar

http://www.toondoo.com/
www.storyboardthat.com                                          http://www.wittycomics.com/join.php
https://www.voki.com/
http://www.hexatar.com/

Nach der Mittagspause stellte schließlich noch jeder seine Website und seinen Blog vor und nach dem Ausfüllen der Feedbackbögen und dem Aushändigen der Zertifikate endete dieser interessante Kurs.

Für mich waren von besonderem Interesse die Gestaltung von Blogs und Websites. Dazu wurde uns eine große Auswahl an Möglichkeiten angeboten, um diese zu erweitern. Der Kurs war sehr informativ und hat mir einen hilfreichen Einstieg und Einblick in den Stand der Digitalisierung gegeben.

Ich bedanke mich beim Landesverband der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins, der es mir ermöglicht hat an dem Programm Erasmus+/Europ@vhs#digital teilzunehmen. Es war eine interessante und lehrreiche Zeit.

ETI Malta – Eingangsbereich

Malta: Empowerment in ICT Skills: Making Use of Technology Tools (2)

von G.H.

Sonntag, 07.04.2019

Ich war bereits am Samstagnachmittag auf Malta gelandet und freute mich über ca. 17 Grad und  Sonnenschein bei der Ankunft. Diese Freude währte aber nicht lange, denn als ich wenig später meine Unterkunft erreichte und mich mit meiner Gastfamilie unterhielt, zogen dunkle Wolken auf. Die Vorboten eines Wetterwechsels. Auch am Sonntagmorgen war es bewölkt und als ich nach 30 Minuten Busfahrt (Kosten 1,50 € !!!)  in Valletta ankam, regnete es, wie mir meine Gasteltern mit „It´s a weather for ducks“  angekündigt hatten. Die wenigen Touristen strömten tapfer durch das auffällige Stadttor in die  menschenleere Republic Street auf der Suche nach einem Museum oder einer Kirche, wo man sich im Trockenen aufhalten konnte. Ich besuchte „Malta Experience“ und erlebte in dem 45-minütigen Film die Geschichte der maltesischen Inseln im Zeitraffer. Das war sehr sehenswert und informativ, da die Geschichte Maltas gespickt ist mit Eroberungen durch verschiedenste Völker.  Mittags kam schließlich die Sonne heraus, so dass sich der der Charme der Stadt offenbarte. Vom  „Upper Barrakka Gardens“  bot sich ein fantastischer Blick auf den Grand Harbour mit vielen Schiffen, Segelyachten und auch Kreuzfahrtschiffen. Die Busfahrt zurück dauerte dann deutlich länger als die Hinfahrt, denn bei dem schönen Wetter waren alle Küstenorte, die wir passierten, voller Touristen und Einheimischer. Ich kam gerade noch pünktlich zum Abendessen um 19 Uhr und lernte die neuen Gäste – vier junge Österreicher – kennen, die mit 76 weiteren Mitschülern und Mitschülerinnen einen Englisch-Sprachkurs für eine Woche gebucht hatten. Es entwickelte sich ein angeregtes Gespräch zwischen Gastgebern und Gästen, wobei die vier jungen Männer gegen 20 Uhr aufbrachen, um die Partyszene in St. Julian´s kennenzulernen. Das gehört zum Sprachkurs auf Malta unbedingt dazu.

 Stadttor von Valletta mit Tritonbrunnen

 

Blick auf Grand Harbour

 

Montag: 08.04.2019

Den Weg zum meinem Unterrichtsort in St. Julian´s  war ich vorsichtshalber schon am Samstag abgegangen, um mich nicht zu verlaufen. Ein netter, ruhiger Gang hinunter in die Stadt, kaum Verkehr,  kaum Leute, durch einen Tunnel hindurch, quer über einen Kreisverkehr und dann nach 15 Minuten ganz entspannt da.
Am Montagmorgen stellte ich um 8.30 Uhr fest, dass Horden von Sprachschülern zu ihrem Unterricht unterwegs waren, dass überall Häuser gebaut oder umgebaut wurden und die Presslufthammer  einen ohrenbetäubenden Lärm machten und dass der Berufsverkehr das Durchqueren des Tunnels zum Abenteuer machte, da es keine Abgrenzung zwischen (wenigen) Fußgängern und (vielen) Autos gab. Am Ende des Tunnels dann direkt an einem Kreisverkehr die richtige Lücke zwischen den Autos abzupassen, um die Fahrbahn zu überqueren, war noch abenteuerlicher. Zum Glück wollten 2 weitere Fußgänger auf die andere Straßenseite, zu dritt fühlten wir uns sicherer. Was für ein Unterschied zu Samstag!

Um 8.45 Uhr checkte ich beim eti– executive training institute malta –ein, wo ich den einwöchigen Kurs „Empowerment in ICT Skills – Making Use of Technology Tools“ gebucht hatte.

 eti

 

Unsere Dozentin Josie begleitete uns in einen kleinen Raum ohne Fenster, dafür mit Klimaanlage. Wir waren nur 4 Kursteilnehmer*innen, eine Tschechin, ein Deutscher, ein Deutsch-Amerikaner und ich. Zuerst richtete Josie auf dem interaktiven Whiteboard mit GoogleDrive ein Dokument ein, in dem jeder gleichzeitig persönliche Informationen zu Beruf, Familie oder Hobbys eingab, anschließend konnten wir bei den anderen Fragen einfügen, die wir mündlich mehr oder weniger ausführlich beantworteten. Eine andere Art des Kennenlernens, die Spaß machte.

Das Whiteboard bediente Josie direkt von ihrem Laptop und sie betonte, dass in Malta jeder Klassenraum mit einem modernen interaktiven Whiteboard ausgestattet  ist, wobei die Generation von Whiteboards mit Beamer als überholt gilt. Jedes Schulkind bekommt mit 8 Jahren ein eigenes Tablet und bis zum 16. Lebensjahr wird dieses Tablet zweimal erneuert.

Josies Frage, ob jemand von uns eine eigene Website habe, verneinten wir alle. Sie zeigte uns ihre und erläuterte die Vorteile für sie als Dozentin, da sie nicht nur ihre Materialien dokumentieren und verwalten, sondern diese auch mit ihren Kursteilnehmern bei Bedarf teilen kann.  Auf

www.wix.com

legten wir dann gleich alle eine eigene Website an, die in der einfachen Variante kostenlos ist,  und machten uns mit den vielfältigen Möglichkeiten vertraut.  Das Einfügen von Fotos und Videos klappte schon ganz gut, wobei Josie uns geduldig zur Seite stand. Dann hieß es ausprobieren, im Preview ansehen, ggf.  ändern oder löschen. Als Zielgruppe für meine Website wählte ich meine Kursteilnehmer/innen,   für die ich den Englischunterricht mit digitalen Tools abwechslungsreicher  gestalten möchte. Die Eindrücke von Valletta noch frisch im Gedächtnis, entschied ich mich für die Hauptstadt Maltas als Thema für den Blog, den Josie uns schon angekündigt hatte,  und für Unterthemen, für die ich meine eigene Fotos verwenden konnte.

Beim Abendessen um 19 Uhr berichteten die jungen Österreicher von ihren Erlebnissen am Vorabend, wobei sie vermutlich nicht alle Einzelheiten erwähnten. Jedenfalls hatten sie sich prächtig amüsiert am Strand.

 

Dienstag: 09.04.2019

Dass der Presslufthammerlärm bereits um 7 Uhr beginnt, hängt mit der späteren Tageshitze zusammen. Morgens sind die Temperaturen für die Bauarbeiter noch angenehm. Langschläfer werden hier jedenfalls nicht glücklich.

Vormittags waren Websites und Blogs unsere Themen. Wer schon immer wissen wollte, wie Websites eigentlich funktionieren, kann sich hier schlau machen:

How websites work:

https://www.youtube.com/watch?v=D8c4JZW73cM

 

Und wer dann schon bei youtube ist, kann sich auch gleich ansehen, was ein Blog ist:

 

https://www.youtube.com/watch?v=NjwUHXoi8lM

 

Denn heute sollten wir einen eigenen Blog erstellen.  Von den ca. 7.7 Milliarden Menschen auf der Welt sollen angeblich etwa 31 Millionen Blogs schreiben. Ab heute: plus 4. Mit der folgenden Seite ist das recht einfach möglich:

www.blogger.com

Jetzt wurde mir auch klar, warum eti empfohlen hatte, bereits zu Hause ein Google-Konto anzulegen, denn man kann sich auf vielen Seiten einfach mit Google anmelden, ohne dass man immer wieder ein extra Passwort anlegen muss. Das ist schon praktisch. Allerdings auch ein bisschen beängstigend. Google kennt mich jetzt und weiß, auf welchen Seiten ich mich anmelde.

Josie zeigte uns am Whiteboard, wie man einen Blog erstellt, wie man Links, Fotos, Videos einfügt und erklärte anhand ihrer eigenen Website, wie wir den Blog mit unserer Website verbinden.

Unterricht

Dann hieß es, den Blog mit Text zu füllen, wobei ich einfach anfing mit meinen Eindrücken von Valletta, meine Formulierungen aber mehrmals änderte. Josie ließ uns in Ruhe arbeiten und half, wenn wir nicht (mehr) weiterwussten. Die Zeit verging wie im Fluge. Nach der Mittagspause kam die nächste Herausforderung, als wir uns bei

www.edpuzzle.com

einloggten, um Videos, die wir in unserem Blog zeigen wollten, zu bearbeiten, z.B. kürzen oder mit Quizaufgaben versehen.  Bei edpuzzle hat man Zugriff auf Videos von edpuzzle, Yutube, National Geographic, TED Talks und anderen Plattformen. Das machte richtig Spaß und ich kann mir gut vorstellen, dass man den Unterricht sehr interessant gestalten kann. Die Herausforderung besteht darin, bei der Menge an Anregungen etwas Passendes zu finden.

Wir machten pünktlich um 14.30 Uhr Schluss, denn es stand ein Ausflug nach Mdina an. Wir saßen ungefähr eine Minute im Bus und waren nur um die Ecke gefahren, als ein falsch geparktes Auto die Straße blockierte und den Bus an der Weiterfahrt hinderte. Der Busfahrer hupte, aber niemand erschient. Über den Bürgersteig zu fahren, lehnte der Busfahrer ab.  Keine Ahnung warum. Wir warteten sage und schreibe 30 Minuten, bis auf einmal der Fahrer des geparkten Autos ins Auto huschte und eiligst davon fuhr. Die Stadtbesichtigung von Rabat und Mdina war Dank des gut informierten Reiseführers Mario ein richtiges Erlebnis. Mdina, die frühere Hauptstadt Maltas mit jetzt 250 Einwohnern, scheint in einen Dornröschenschlaf gefallen zu sein. (Bitte nicht wachküssen!)

Das Stadttor wurde sogar bei der Verfilmung von „Game of Thrones“ in Szene gesetzt. Die Straßen sind alle eng und verwinkelt. Es heißt, sie sind nur so lange gerade, wie man einen Pfeil schießen kann. Das erleichterte die Abwehr von Feinden, die sich in den engen Gassen verirrten. Wir wurden auf viele Details an den Häusern wie wunderschöne Messingtürklopfer, Holzbalkone, zugemauerte Tore und verschiedene Baustile aufmerksam gemacht, die uns so wahrscheinlich nicht aufgefallen wären. Wir hörten die Geschichte vom Schiffbruch des Apostels Paulus vor Malta, an die überall erinnert wird. Von der Stadtmauer genossen wir einen beeindruckenden Rundblick auf die Küste mit Valletta und St. Julian´s in der Ferne. Ein toller Ausflug!

Stadttor Mdina

Gasse Mdina

 

 Rundblick von der Stadtmauer aus

 

  Messingtürklopfer

Begeistert berichtete ich beim Abendessen um 19 Uhr von meinen Erlebnissen und meine Gasteltern gaben noch Hinweise zu anderen sehenswerten Orten auf der Insel. Schade, dafür reicht meine Zeit hier nicht,  aber vielleicht beim nächsten Besuch.

 

Mittwoch: 10.04.2019

Meine Gastgeber waren ausgesprochen zufrieden. Am Vorabend hatten sie im Pub das Fußballspiel zwischen Liverpool und Porto verfolgt. Zum Glück hatte Liverpool gewonnen und war eine Runde weiter. Tunnel und Kreisverkehr nahm ich inzwischen sportlich, man gewöhnt sich an alles.

Josie hatte für uns eine Aufgabe mit

www.learningsapps.org

erstellt. Wir sollten erraten, in welchem Land (Deutschland, Tschechei, USA) etwas erfunden worden ist, z.B. Würfelzucker, weiche Kontaktlinsen, Weihnachtsbaum, Blue Jeans, Locher, Roboter etc. Wir berieten uns, wo wir uns nicht sicher waren, ordneten die Begriffe den Ländern zu und stellten fest, dass nicht alles stimmte. Eine tolle Aufgabe, die man für jeden Unterricht entsprechend gestalten kann.

  learningapp

Wir loggten uns bei der Website ein und lasen, um was es da geht:

LearningApps.org unterstützt Lern- und Lehrprozesse mit kleinen interaktiven, multimedialen Bausteinen, die online erstellt und in Lerninhalte eingebunden werden. Für die Bausteine (Apps genannt) steht eine Reihe von Vorlagen (Zuordnungsübungen, Multiple Choice-Tests etc.) zur Verfügung. Die Apps stellen keine abgeschlossenen Lerneinheiten dar, sondern müssen in ein Unterrichtsszenario eingebettet werden.

Wir verschafften uns erstmal einen Überblick, was schon alles vorhanden ist, bevor wir selbst loslegten. Ich stieß auf ein Wissens-Quiz über Valletta, das ich kopierte und mit eigenen Fragen/Antworten bearbeitete und auf meiner Website hoch lud.  Ich war begeistert und stellte mein Quiz natürlich für andere Nutzer zur Verfügung. Das ist wirklich eine tolle Arbeitsteilung, dass man von den Aufgaben anderer profitieren und sich auch revanchieren kann.

Nach der Mittagspause waren wir auf der Website

www.123apps.com

Da geht es um Tonaufnahmen, die man erstellen und zuschneiden kann, je nach Bedarf.

Wir arbeiteten mit Kopfhörern, um einander nicht zu stören, und waren ganz vertieft in unsere sprachlichen Experimente. Das Unterrichtsende kam wieder schneller als erwartet. Der nächste Ausflug nach Valletta stand an, zu dritt eilten wir zum Bus. Mario, unser Reiseführer von gestern, war wieder dabei und machte auch dieses Mal wieder eine wunderbare Führung. Heute ging ich durch Valletta auf der Suche nach ungewöhnlichen Fotomotiven für meine Website. Neben Fotos machte ich natürlich auch Videos, denn die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten hatten wir  ja auch schon kennengelernt.

Mario konnte zu jedem Winkel, jedem Gebäude, jeder Statue etwas erzählen. So zeigte er uns mehrere Palmen, die im Stamm ein dickes Loch hatten, manchmal auch zwei Löcher. Sie waren durch den Beschuss im 2. Weltkrieg entstanden. Wie diese Bäume mit diesen wirklich großen Löchern überhaupt weiterwachsen konnten, bleibt ein Rätsel.

Palme mit Loch

Wir kamen rechtzeitig zum Salutschießen in die Upper Barrakka Gardens, wo zur Freude der vielen Touristen eine Kanone abgefeuert wurde.  Ich filmte das natürlich für meine Website.

In der Tour war auch der Besuch des „Malta Experience“ enthalten. Den Film hatte ich zwar schon am Sonntag gesehen, aber beim 2. Mal konnte ich mir die Einzelheiten aus der 5000-jährigen Geschichte besser merken.

 Malta Experience

Der Bus quälte sich anschließend durch den Feierabendverkehr. Erst gegen 18.30 Uhr war ich in meiner Unterkunft, zum Glück rechtzeitig fürs Abendessen.

 

Donnerstag: 11.04.2019

Ein weiterer sonniger Tag mit 17 Grad am Nachmittag. Dass Malta eine Insel ist, merkt man am ständigen Wind.

Wir befassten uns im Kurs damit, einen Text aufzunehmen, ihn mit Musik zu hinterlegen und einen Podcast zu erstellen.

Josie erklärte uns die Schritte am Whiteboard, wies uns aber auch daraufhin, dass wir nur erste Eindrücke bekommen sollten. Vertiefen müssen wir das später selber. Wir schauten uns verschiedene Websites an, um Musik herunterladen zu können wie

http://freemusicarchive.org/

http://www.soundclick.com

https://soundcloud.com/

 

Auf der Website

https://www.audacityteam.org/

kann man die Tonspuren von Stimme und Musik zusammenfügen und mit

https://www.podomatic.com/

dann einen Podcast erstellen.

Es war schon sehr anspruchsvoll, einigermaßen den Durchblick zu behalten und ich fühlte mich etwas überfordert. Den anderen Teilnehmern ging es aber genauso, wie ich feststellte. Die Websites muss man sich wirklich noch einmal in Ruhe anschauen, um herauszufinden, ob und wie man das für sich nutzen kann.

Nach der Mittagspause, die wir dringend, wirklich sehr dringend benötigten, waren wir bei

https://spark.adobe.com

Josie erläuterte auf der Seite, wie man ein Video erstellt und endlich war die Handhabung mal so einfach, dass wir gleich loslegten. Ich fügte eigene Videos, die ich in Valletta gemacht hatte, mit Fotos zusammen, belegte die Fotos mit Untertiteln und nahm Texte mit dem Mikrofon auf. Das war ruckzuck gemacht und machte großen Spaß. Als ich das Video auf meiner Website einfügen wollte, brauchte ich aber doch wieder Josies Hilfe. Ich musste den Embed-Code erstellen, den unter HTML einfügen und dafür die richtigen Fenster öffnen. Das hätte ich alleine nicht mehr geschafft.

Nach Unterrichtsende fuhr ich noch einmal nach Valletta, um die St. John´s Co-Cathedral zu besichtigen. So schlicht die Kathedrale auch von außen wirkt, umso prachtvoller ist sie von innen. Im Oratorium hängen zwei Gemälde von Caravaggio, darunter sein größtes Werk „Die Enthauptung Johannes des Täufers“.  Es ist auch das einzige Gemälde, das er signiert hat. Ohne Hinweis, würde man seinen Namen nie entdecken.

 Caravaggio

Das Salutschießen im Upper Barrakka Gardens schaute ich mir auch noch einmal an. Dieses Mal verfolgte ich das große Peng aber nicht von der Balustrade aus, sondern von unten in unmittelbarer Nähe der Kanonen, um ein noch besseres Video für meine Website zu bekommen. Der Ehrgeiz hatte mich gepackt.

Saluting Battery

 Saluting Battery

Am späten Nachmittag quälte der Bus sich wieder durch den Feierabendverkehr zurück. Nach dem Abendessen zog ich mich gleich zurück, um noch die neuen Fotos und Videos von Valletta auf meiner Website hochzuladen, was dann doch zeitintensiv war.

 

Freitag: 12.04.2019

Unser letzter Kurstag, an dem wir unsere erstellten Websites präsentierten und unser Zertifikat bekamen.

Am Vormittag befassten wir uns mit verschiedenen Themen, jeweils nur kurz, um – wieder mal – einen ersten Eindruck zu bekommen. So kann man per Screenshot recording ein Video kommentieren:

www.flashbackrecorder.com

Wenn man von Youtube ein Video benutzen will, muss man das aber erstmal herunterladen, und zwar mit

www.atube.com

Einen Cartoon erstellten wir danach mit

www.toondoo.com

Die Vorlagen sind sehr vielfältig und es ist schon witzig, mit wenigen Klicks Figuren zu schaffen, sie mit einer Sprechblase auszustatten und etwas äußern zu lassen. Ich wählte gleich die erste Vorlage, die mir gefiel, sorgte dafür, dass die junge Dame am Strand etwas zu essen und zu trinken hatte, füllte die Sprechblase  und fügte meinen eigenen Cartoon gleich am Anfang meines Blogs ein.

 Cool-cartoon

Natürlich habe ich meinen Blog nicht am Strand liegend geschrieben, aber es muss ja nicht alles der Wirklichkeit entsprechen.

Eine Website für comics ist:

www.wittycomics.dom

Es gibt auch die Möglichkeit, einen Avatar zu erstellen, teilweise mit Verfremdung eines eigenen Fotos:

www.voki.com

www.hexatar.com

www.storyboardthat.com

www.avachara.com

www.home.mywebface.com

Zum Glück bekamen wir für jede Website eine schriftliche Anleitung fürs Einloggen und Bearbeiten. Vieles ähnelt sich, aber im Detail gibt es doch Unterschiede, die man sich nicht alle merken kann. Bei vielen Seiten gibt es auch erstmal Einführungen in die Handhabung, damit man die Möglichkeiten kennenlernen kann.

Und dann muss man probieren und dranbleiben.

Josie gab uns noch Zeit, unsere Websites zu überarbeiten, dann wurde es ernst, der letzte Schritt war, die Seiten zu veröffentlichen, damit wir sie uns ansehen konnten. Ein Klick und dann waren wir online.

Neugierig betrachteten wir nacheinander unsere Websites, die sich jeweils an unsere Zielgruppen, also kleine Kinder, Schüler, Studierende bzw.  Kursteilnehmer richteten, und stellten anhand der unterschiedlichen Übungen fest, dass wir alle viel gelernt hatten.

Bei meiner Seite ging es mir darum, viele Informationen über Valletta zu geben und diese mit eigenen Fotos und Videos anschaulich zu machen. Eine Übung mit einem Lückentext hatte ich im Blog eingebaut. Anregungen für Diskussionen mit meinen Teilnehmern sind auf jeden Fall vielfältig vorhanden, was mir besonders wichtig war. Ich freue mich schon, meine Seite im Unterricht zu präsentieren.

Letztlich konnten wir nur einen Ausschnitt der vorgestellten Möglichkeiten nutzen, was aber in der Kürze der Zeit nicht anders zu erwarten war. Im Hinblick auf die immense Vielfalt an digitalen Tools und ihren Einsatzmöglichkeiten im Unterricht haben wir einen tollen Überblick erhalten.  Wichtig für mich persönlich war,  mich ausführlich mit der Welt der digitalen Medien zu befassen und eine eigene  digitale Kreativität zu entwickeln.

 

Samstag, 13.4.2019

Ein letztes Mal Tunnel und Kreisverkehr meistern, was am frühen Samstagmorgen ausgesprochen langweilig war. Aus anderen Berichten über Malta wusste ich, dass sich der von eti am Samstag geplante Ausflug zur Nachbarinsel Gozo lohnen würde, so dass ich um 8.30 Uhr mit 14 anderen Teilnehmern mit dem Bus Richtung Fährhafen unterwegs war. Mario war wieder unser Reiseleiter. Die  Fähre brauchte ca. 25 Minuten nach Gozo rüber. Sonne, Wind, tiefblaues Wasser, herrlich.  Auf Gozo wartete ein anderer Bus auf uns, der uns nach Xlendi brachte, wo wir ausstiegen und die traumhafte  Bucht erkundeten. Es ging weiter zum Blue Hole an der Westküste, bekannt für den Fungus Rock und das Azure Window, ein Felsentor, das leider 2017 bei einem schweren Sturm eingestürzt ist. Bei „Game of Thrones“ kann man es noch in der ersten Staffel sehen, denn auch hier wurde gedreht.

Fungus Rock

In der Hauptstadt Victoria führte uns Mario nach dem Mittagessen in die Citadelle, eine imposante Befestigungsanlage, von der wir einen wunderbaren Blick auf die Umgebung hatten. Wir fuhren weiter zur Ostküste, zur Calypso Cave, und zurück zum Fähranleger, von wo es zurück nach Malta ging. Ein lohnenswerter Ausflug!

Ich bin dem Landesverband der Volkshochschulen sehr dankbar, dass mir dieser Einstieg in digitales Unterrichten und Lernen ermöglicht wurde. Es war eine spannende, intensive, lehrreiche Woche mit vielen Aha-Erlebnissen bezüglich der vielfältigen digitalen Anwendungen.

Malta: Boost your ICT Skills Technology in the Classroom – 1 Woche auf Malta(5)

von R. B.

SONNTAG: 31.03.2019

Verdammte Axt. Die, offensichtlich Humor verabscheuende, Sicherheitsbeamtin auf dem Hamburger Flugplatz entdeckt ein Taschenmesser in meinem Rucksack. Als ob ich das absichtlich darin vergessen hätte. Sie knurrt ein bisschen und schickt mich zur Gepäckaufbewahrung. Es ist sechs Uhr morgens, die Uhren wurden letzte Nacht auf Sommerzeit umgestellt und sie ist vermutlich genauso müde wie ich – also sei’s drum. Der Mensch bei der Gepäckaufbewahrung ist auch nicht besser drauf. Aber als ich ihn frage, woher er kommt, taut er auf und erzählt, er sei ein Ukrainer jüdischen Ursprungs und benutzt das schöne alte Wort „Schabracke“. Woher er das kenne, will ich wissen. Von seiner Großmutter – sagt er. Hätte ich mir auch denken können, dass man so was nicht im C1-Kurs lernt.

Auf Malta gelandet, werde ich von meinem Beherberger wie ein heimkehrender Sohn empfangen. Wir fahren nach St. Julian’s, essen, nachdem ich mir endlich kurze Hosen anziehen konnte, ein bisschen Fingerfood unter strahlend blauem Himmel und füttern Lizard-Babys mit Weißbrot. Bis heute war mir völlig unklar, dass Eidechsen Baguette fressen.

Nachmittags gehe ich an die Küste, halte die Füße ins gar nicht mal so kalte Meerwasser und beobachte eine kleine Optimistengruppe, die an riesige Blattschneiderameisen erinnert. Malta ist herrlich.

Morgen geht mein Kurs los und ich bin gespannt, ob sich die Malteser auch in den 1. April schicken.

 

MONTAG: 01.04.2019

Als ich aufwache, nachdem ich mich in der Nacht in ebenso ambosstiefem wie traumlosem Schlaf regeneriert habe, ist alles schon ganz zauberhaft verzwitschert. Und dafür scheinen nicht nur die unendlich vielen Spatzen verantwortlich, sondern auch die gar nicht mal so kleine Voliere der benachbarten Gemüsegärtnerei, in der sich neben Wellensittichen auch Kaninchen, Hühner und kleine Papageien einträchtig den Alltag teilen. Einige Vögel davon bereits brütend. Wie die Kaninchen das Getöse aushalten, ist mir schleierhaft.

Bei ETI an der Küste St. Julian’s geht das Anmelden ganz unaufgeregt vonstatten. Unser Kursleiter heißt Mario, ist ein Energiebündel, eloquenter Presenter und würde gerne mehr sagen, als die Zeit es zulässt. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist er in einige europäische Online- Großprojekte involviert, hat 25 Jahre in Deutschland und Polen verbracht (spricht auch fließend polnisch) und ist davon überzeugt, dass das europäische Rumgeeiere beim Thema Urheberupload- rechte auf Dauer Europas Abschied von der digitalen Zukunft und damit von viel wirtschaftlicher Macht bedeutet. Nachvollziehbar auf der einen Seite. Aber es bringt mir die Krake Google weder emotional noch rational einen Millimeter näher.

Unsere Aufgabe heute ist es, ein Webquestprojekt (worunter ich mir erst mal nichts vorstellen kann) zu beginnen, in dem wir Schülern eine Aufgabe stellen, das Gerüst für die Hilfestellung bauen und mit dem Ziel arbeiten, entgegengesetzt zum gewöhnlichen Vermitteln und Abfragen Skills zu wecken, von denen weder wir noch die Schüler etwas ahnen. Das Ganze wirkt gelegentlich etwas unstrukturiert, weil wir uns herrlich in Details verquatschen.

Das beeindruckendste Tool, das ich heute kennenlerne ist visuwords (https://visuwords.com/). Bisher leider nur auf Englisch zu haben, aber auch so sehr faszinierend. Spielerischer kann man Sprache nicht kennenlernen. Die Software dahinter macht mir Angst.

Ungeachtet dessen scheint der Malteser übrigens nichts mit Aprilscherzen zu tun zu haben. Ich empfinde das als angenehm.

 

DIENSTAG: 02.04.2019

Das ist schon witzig, es tröpfelt bzw. nieselt ganz schüchtern, dass es sich noch nicht mal lohnt, einen Regenschirm auszupacken und die Malteser – vor allem die -innen – führen sich auf, als ob es sich um nordfriesischen Landregen ergiebigster Ausgabe handelt. Für jemanden, der seit nunmehr mehr als 25 Jahren in diesem verregneten Norddeutschland wohnt (OK, 2018 war eine Jahrhundertausnahme), ist das nur heiter zu ertragen.

Der Tag verläuft ein bisschen angetrübt. Das hat nicht nur mit dem Wetter zu tun, was die ganze Gegend traurig kontrastarm erscheinen lässt. Es ist auch der Kurs, der heute ein bisschen aus dem Ruder läuft. Die Stimmung ist gut, Mario ist fröhlich, wir auch, aber er absolviert mehr als für die Sache zu brennen. Kann ich verstehen. Routine ist oft der natürliche Feind von Qualität. Mit „tes blendspace“, und „pbworks“ lernen wir zwei schöne Tools kennen, mit denen sich interaktiver Unterricht interessant und kurzweilig gestalten lässt. Zudem erfahren wir, wie man (ohne Urheberrechte zu verletzten) Videos und Bilder in Wikis einbaut und dabei auch noch die Breite von Bildern im selbstgelayouteten Erscheinungsbild maßschneidern kann. Dennoch gehe ich orientierungslos nach Hause. Ich habe nicht mal eine Idee davon, wie wir das Erlernte für unser Projekt nutzen können und sollen. Und schon mal gar nicht: WANN. Wir werden am Ende der Woche sehen, an wem es lag. Meine drei Mitstreiterinnen und ich arbeiten an einem Konzept für unsere Webquest-Aufgabe und kommen langsam aus den Startblöcken.

Am Nachmittag bringt uns ein weiterer Mario als Guide nach Valetta (wahlweise auch Valletta), in die Hauptstadt Maltas. Sie ist und bleibt in ihrer wuchtigen Schönheit beeindruckend. Nur die wuselige Touristenmeute stört. Als Teil von ihr – der Meute – würde ich das natürlich niemals erwähnen. Die Exkursion ist übrigens kursinklusiv.

 

MITTWOCH: 03.04.2019

Es ist 6:00 Uhr. Die Sonne scheint. Alles wird gut, denke ich. Beim Marsch zur Schule sehe ich beim Überqueren der Straße nach links, statt nach rechts – beinahe wär’s das gewesen. Aber die maltesischen Autofahrer sind es gewohnt, dass linkslenkende Touristen hier völlig verplant über die Straßen stolpern und halten geduldig, ohne zu hupen. Unser 3. Kurstag ist ein kurzer. Normalerweise wird der Freitag verkürzt, heute ist es der Mittwoch. Um 12:20 Uhr ist Schluss, deswegen sputet sich Mario. Wir uns auch. Er erklärt sehr anschaulich und begeistert die Vorteile und den Funktionsreichtum interaktiver Whiteboards. Mit ihnen zu arbeiten ermöglicht einen kurzweiligen (aber nicht weniger lehrreichen) und gleichzeitig papierlosen Unterricht. Wer will kann natürlich alles Onlinebasierte dennoch ausgedruckt erhalten. Die Geräte werden zwar kontinuierlich günstiger, in der Königsklasse bleiben sie jedoch teuer, was ein Anschaffungsproblem für viele Schulen darstellen wird. Zumindest wenn es um hohe Stückzahlen geht. Nach der Pause probieren wir uns darin, mit „Kahoot!“ Online-Rätsel zu basteln. Natürlich müssen wir vorher erst selbst welche lösen. Eine Challenge für alle Beteiligten. Ich gewinne eine und merke, wie einfach sich mit diesem Tool Wissen und Begreifen testen lässt. Soweit alles klar. Was das mit unserem Projekt für den letzten Tag zu tun hat, wird uns Mario hoffentlich morgen erklären.

Für den langen Nachmittag plane ich mit zwei Mitschülerinnen einen Ausflug in die „Three Cities“ neben Valletta. Für zügiges Vorankommen mieten wir uns ein Taxi nach Sliema, um von dort die Fähre nach Valletta zu nehmen. Überraschend und tief beeindruckend: Der Fahrer entpuppt sich auf Nachfrage als Jahrgang 1930. Er hat die Bombardierung Maltas als jugendlicher live miterlebt und sehr gehungert. Er trägt keine Brille und hört ausgezeichnet. Wir fühlen uns gut aufgehoben bei ihm.

 

DONNERSTAG: 04.04.2019

Was ich gestern völlig vergaß: Wer von St. Julian’s nach Valetta fahren will, sollte den Bus (Linie 14 oder 16, vermutlich gibt es noch andere Linien) nehmen und in Sliema am Fähranleger aussteigen. Dort besteigt man die halbstündlich (Fahrplan) abfahrende Fähre und genießt während der Fahrt die Aussicht auf Maltas Hauptstadt. Von Valetta aus geht es ebenfalls mit der Fähre weiter auf die benachbarten „Three Cities“. Hier empfiehlt sich der Kauf eines Return-Tickets.

Nun aber zum heutigen Tag. Ich habe mich mit meinen Teamkolleginnen verschworen und Mario todesmutig auf die freitägliche Präsentation und was uns denn da wohl erwartet angesprochen. Und siehe da – reden hilft. Wie meistens im Leben. Wir sollen keine perfekte Webquestseite bauen (dazu wäre es jetzt auch zeitlich ein bisschen knapp geworden), sondernlediglich bisher Hergestelltes sinnvoll in ein Wiki stellen. Ich fühle mich wieder eingenordet und tiefenentspannt. Meine Mitstreiterinnen und ich nehmen darauf hin erst mal einen eklig guten Espresso zu uns, der im „Dolce Sicilia“ – etwa 300 m vom ETI entfernt – ebenso zügig wie reizend serviert wird.

Der Kurstag vergeht wie im Flug. Wir probieren zunächst canva.com aus. Damit lassen sich kreative Factsheets bis hin zu Visitenkarten und farbenprächtigen Kuchendiagrammen erstellen. Es wirkt auf mich wie eine Lightversion von Photoshop – eben nur for free. Als nächstes stürzen wir uns auf wordart.com, ein Tool (damit müsste man sich eigentlich mal 2, 3 Tage ungestört zurückziehen) mit dem sich WordClouds ziemlich lässig generieren lassen. Die lassen sich dann, wie jedes png- oder jpg-Format sehr, sehr einfach bei imgur.com hinterlegen.

Dabei handelt es sich um einen Online-Bildspeicher, der die genannten Formate mit einer URL-Adresse versieht. Die wiederum lässt sich dann nahezu völlig datenspeicherentfettet in alle möglichen Wikis, Blogs, Websites usw. einbetten. Klingt kompliziert, ist aber kinderleicht, wenn man sich vom Menü leiten lässt.

Schließlich kommen wir mit pinterest.com, pearltrees.com, wordmint.com, http://puzzlemaker.discoveryeducation.com/ zu Seiten auf denen sich Lernspiele spielend leicht generieren lassen.

Ich verlasse ETI heute sehr im Reinen mit mir und mit Mario, es handelte sich schlicht um ein Missverständnis, das mich der Orientierung in diesem Kurs verlustig gingen ließ.

Die darauffolgende Exkursion mit dem aus Mdina stammenden anderen Mario nach Mdina war zwar ein bisschen verregnet, nahm der Stadt aber nichts von ihrem Reiz. Morgen ist der letzte Kurstag. Die Zeit rennt hier – glaube ich – noch schneller als in Hamburg.

 

FREITAG: 05.04.2019

Der letzte Tag ist angebrochen. Kaum zu glauben. Die Woche ist so gut wie rum. In der Schule herrscht so was wie fröhliche Wehmut. Es scheint solchen Lernerlebnissen eigen zu sein, dass man in einer unüberschaubaren Heerschar von Menschen und Menschinnen sehr schnell und zielsicher diejenigen kennenlernt, mit denen man dann eine sehr angenehme Zeit verbringt. So ging es mir zumindest.

Mario bringt uns den unschätzbaren Wert digitalen Geschichtenerzählens nah. Storytelling meint er, sei ein vieldimensionales Einwirken auf Lernrezeptoren. Stimmt ja auch. Wird mir eine

Geschichte erzählt, gehe ich eine Beziehung mit dem Erzählenden ein. Und er mit mir. Und mit allen anderen, die zuhören. Wahlweise über storybird.com, storyjumper.com oder plotgenerator.org basteln wir ein digitales Bilder-/Lesebuch. Es funktioniert so ein bisschen wie die Fotoalben, die man sich online zusammenstellt und dann ausdrucken lässt. Es kommen sehr lustige Ergebnisse dabei heraus.

Weiter geht es mit twinery.org , einem Programm, mit dem sich eine digitale wenn-dann-Mechanik erstellen lässt. Leidlich lustig, aber nicht ganz unaufwendig. Es geht dabei darum, von einem gewählten Szenario ausgehend Alternativantworten geben zu können. Beispiel: „Du liest ein Buch und merkst, dass Dein Haus brennt. Du sitzt im 2. Stock. Fliehst Du oder liest Du weiter?“ Wer flieht wird gefragt, ob nach links oder nach rechts usw. Man muss also von Beginn an Entscheidungen treffen. Manchmal rational, manchmal emotional. Wie auch immer, man ist in einer Geschichte drin und redet drüber oder denkt zumindest drüber nach. In der Sprache, die man lernen möchte.

Nach der Mittagspause präsentieren wir unsere Webquests, also die Wikis, die wir über die Woche zusammengestellt haben. Alles läuft sehr entspannt. Und als überzeugter Technikhistoriker kann ich am Beispiel des Stabhochsprungs als olympische Disziplin wunderbar einfach in Wort, Bild und Film darstellen, warum die technische Weiterentwicklung der Stäbe (von Holz zum Fieberglas) gleichzeitig die rasante Entwicklung sportlicher Weltrekorde nach sich zog und zieht. Und Schülern die Aufgabe stellen, diese Behauptung mit selbst recherchierten Dokumenten zu stützen oder zu widerlegen. Alles natürlich online. Mit einem Anflug von Stolz nehmen wir unsere Zertifikate entgegen. Und obgleich es gleich anfangen wird zu schütten, fahre ich nach Valetta und nehme Abschied von diesem großartigen Felsen.

Kleiner Tipp noch zum Thema Mobilität auf Malta: Mit der tallinja app – angeboten vom Betreiber des öffentlichen Nahverkehrs – findet man sich auf der Insel ganz gut zu Recht. Wobei die Abfahrtszeiten Verhandlungssache zu sein scheinen. Ist ein Bus an der Startstation z.B. voll, fährt er ohne Rücksicht auf den Fahrplan los – was ja vernünftig ist, voll ist voll und ist dadurch auch an allen folgenden Haltestellen zu früh oder im Umkehrfall zu spät, auf jeden Fall unpünktlich.

Noch ein Tipp: Beim Überqueren der Straße immer erst nach rechts gucken. Und es gilt: Wer als Fußgänger eine Woche St. Julian’s überlebt, überlebt als Fußgänger überall auf der Welt.

 

SAMSTAG: 06.04.2019

Meine beiden polnischen Mitbewohnerinnen sind bereits seit 6:40 Uhr auf dem Weg Richtung Heimat. Die Lufthansa meint es nett mit mir und hat den Abflug auf 17:05 Uhr terminiert. Ich habe also noch einen halben Tag auf diesem wunderbaren Felsen zur Verfügung.

Meiner deutschen „Mitschülerin“ fiel auf, dass unsere Zertifikate auf 2018 datiert sind. Was für ein Kinderstreich. Mal sehen, ob samstags noch jemand aus der Administration im ETI ist, der aktualisierte Dokumente anfertigen kann.

ETI ist am Wochenende out of order. Vernünftig. Schauen wir mal, wie es weitergeht. Einerseits ist es ja nett, ein Lebensjahr – zumindest schriftlich – rückerstattet zu bekommen, andrerseits ist Bürokratie Bürokratie, Punkt.

Zurück zum Kurs: Es war schön, es war lehrreich, letztlich auch entspannt. Aber ich frage mich ein bisschen, wohin wir eigentlich wollen? Es gibt derzeit, 2019, zwei Worte, die man als Nebelbomben zünden kann. Das eine lautet „Bauhaus“ – alle brennen dafür, ohne wirklich Ahnung zu haben. Das zweite ist „Digitalisierung“, auch hier fangen alle an zu brennen – mit noch weniger Ahnung. Wir haben coole Tools, ohne Frage. Gute Köpfe machen sich seit Jahren Gedanken darüber, wie wir es schaffen, den Anschluss an die bereits erfolgte industrielle Digitalisierung (beispielsweise in China, Rumänien, Russland, USA) nicht zu verpassen. Was ist mit 5G? Aber letztlich scheitert es an der Infrastruktur. Zu langsame WLANs in den Schulen. Die Abwesenheit von IWBs. Zielgruppen, die gar nicht bereit sind, ihre (herrlich) analoge Welt zu verlassen oder aber deutlich IT-fitter sind als ich als Lehrer. Aber ich glaube, es handelt sich lediglich um ein sich selbst bewältigendes Generationenproblem.

Malta macht einem heute die Abreise schwer. 24°C, keine Wolke am Himmel, kein Wind – gleichzeitig aber hoher Wellengang.

Selbst auf dem Flughafen wuseln Tonnen kleiner Blizzards durch den Untergrund. Und die Leute haben Humor – das alles werde ich vermissen.

So jetzt ist aber wirklich Abschluss: Vielen Dank nach Kiel und Wedel (und natürlich nach Brüssel) für das Ermöglichen. „Erasmus+“ war und ist ein Erlebnis und eine Bereicherung. Also nochmals: Habt Dank!

Malta: Boost your ICT Skills (4)

Boost your ICT Skills: Technology for the classroom – 1 Woche auf Malta

von M. P.

MONTAG: 01.04.2019

Um das Fazit des ersten Tages vorwegzunehmen: Gemessen an dem, was „da draußen“ möglich ist oder möglich zu sein scheint, bin ich eine digitale Analphabetin. Als solche hätte ich mich nie eingeordnet, nutze ich doch mein iPad, mein Smartphone, E-Mail, WhatsApp oder Wikipedia. Dingen wie Facebook, Instagram etc., wo man Dinge posten, teilen oder kommentieren kann, stehe ich jedoch mit Skepsis gegenüber bzw. sehe keinen persönlichen und bislang auch keinen beruflichen Nutzen darin. Ob sich das am Ende des Kurses ändern wird?

So ging es heute los:

Als unser rasend schnell sprechender Kursleiter Mario nach einer sehr kurzen Abfrage, was wir denn beruflich machen würden, uns gleich aufforderte, über unseren Gmail-Account Google Drive zu öffnen, damit er mit uns das Kursprogramm teilen kann, ging es mir genauso, wie vermutlich vielen in unserer vhs Community von Kursleitern und Mitarbeitern. Ich wusste nicht, wie das geht. Dunkel hatte ich eine Ahnung, dass ich tatsächlich eine Gmail-Adresse hatte, aber wie lautete das Passwort? Auf welches Symbol muss ich klicken, damit das Richtige passiert? Kurz und gut. Ich war zunächst überfordert und damit beschäftigt, all das einzurichten. Währenddessen demonstrierte unser schnell sprechender Kursleiter Mario, wie er Google Drive und diverse Gmail-Accounts für berufliche Belange nutzt – als Trainer bei ETI, als Dozent an der Uni, um Texte von Studierenden zu korrigieren und diese könnten in Echtzeit sogar dabei zugucken …. Beeindruckend, sicherlich. Doch was ich im Laufe des Vortrags immer mitdachte, war das Thema „Datensicherheit“. Ein typisch deutscher Einwand? Oder die Frage: Um das zu können, muss die digitale Infrastruktur in unseren Unterrichtsräumen, bei unseren Kursteilnehmer*innen und Dozent*innen deutlich verändert werden. Wie geht das?

Für mich galt an diesem Vormittag jedenfalls: mitgefangen – mitgehangen. Will sagen: Alles, was Google zu bieten hat, habe ich jetzt auf meinem Rechner installiert, sonst könnte ich gleich packen und wieder nach Hause fliegen. Für die folgenden Tage habe ich mir vorgenommen, unvoreingenommen Mario’s Credo zu folgen: „There is nothing wrong with sharing on the internet – it is what you share!“

In die Pause gingen wir dann zwangsweise ein paar Minuten früher. Der Grund: totaler Stromausfall im gesamten Gebäude! Auf einmal war das Smartboard schwarz. Eine Steilvorlage für alle Skeptiker, die lieber Tafel und Kreide bevorzugen. Doch unser schnell sprechender Kursleiter Mario bewies, dass neben allen digitalen Möglichkeiten nach wie vor gilt: Digitale Tools unterstützen den Unterricht, machen das Lernen interessanter und können den Lehrer entlasten. Was sie nicht können ist, Unterrichtsinhalte gut vorzubereiten und zu improvisieren. Das kann nur der Lehrer. Mario konnte es.

Im zweiten Teil des Seminartages erfuhren wir etwas über die CLIL Methode (content language integrated learning) und Bloom’s Taxonomy. Ohne tiefer in die einzelnen Methoden eingestiegen zu sein, sind beide ein (weiterer?) Aufruf dafür, dass Lernen nicht nur das Aneignen von abfragbarem Wissen sein sollte, sondern vielmehr dieses Wissen anzuwenden und auf andere Bereiche zu übertragen.

Sogenannte „Webquests“ sind ein Beispiel, wie dies umgesetzt werden kann. Unsere Aufgabe ist es, einen Webquest bis zum Kursende zu erstellen, Unsere Gruppe besteht aus einer Chinesin, einer Estin und mit mir zwei Deutschen. Ich bin sehr gespannt, wie es morgen weitergeht.

DIENSTAG: 02.04.2019

Heute Morgen bin ich mit meinen zwei Mitbewohnerinnen aus Polen gemeinsam zur Schule gegangen. Vorbei an Vorgärten mit Zitronenbäumen und Pflanzen, die wir nur auf der Fensterbank haben oder aus dem Blumenladen kennen.

Das Wetter? Zu schlecht für die Jahreszeit so die Malteser, doch die Norddeutsche freut sich und ist den grauen Himmel mit Wind gewohnt. Weil es heute Nachmittag zum organisierten Ausflug nach Valletta gehen sollte, hat mir unsere Zimmerwirtin ein Regenschirm mitgegeben. Den braucht man auf Malta eher selten, wie sie meinte.

Im Klassenraum gab es heute ein Extra der unangenehmen Art: Den gesamten Vormittag wurden wir von Presslufthammerlärm begleitet. Ein Geräusch, das überall in den Straßen von St. Julian’s zu hören ist. Es wird gebaut, um weitere Touristen unterzubringen. Der Kontrast zur alten Bausubstanz ist mitunter erschreckend.

 

Im Kurs haben wir heute viel über Wikis erfahren. Als Einstieg diente ein Video auf YouTube:

https://m.youtube.com/watch?v=-dnL00TdmLY

Dann ging es gleich an die praktische Umsetzung des Gesehenen. Wir erstellten ein eigenes Wiki und übten, Fotos, Texte und Videos einzubinden, und zwar so einzubinden, dass auch dem Copyright Rechnung getragen wurde. Der zwischenzeitlich langsamer sprechende Kursleiter Mario beherrscht das aus dem Effeff und ermutigte uns, dass es bei jedem neuen Wiki leichter wird, sich daran zu erinnern, welcher Button aktiviert werden muss. „It is all about linking!“, so sein heutiges Credo.

Bis zur Mittagspause arbeiteten wir an unserem Webquest-Projekt. Es ist manchmal nicht leicht, sich in einer multinationalen Gruppe mit unterschiedlichen Sprachniveaus auf ein Thema zu einigen. Aber wir haben fleißig unsere Ideen in unser „shared file“ niedergeschrieben. Ich bin gespannt, was daraus am Ende entsteht.

Am Nachmittag präsentierte uns Mario die Online-Ressource tes.com. Die wird mitunter hilfreich sein, wenn wir unsere Webquest-Aufgabe weiter gestalten.

Eine gute Abwechslung war der nachmittägliche, von ETI organisierte Ausflug nach Valletta mit Führung durch einen anderen Mario, der uns sagte, dass viele Malteser einen bzw. diesen italienischen Vornamen haben. In gut zwei Stunden haben wir dann die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gezeigt und kommentiert bekommen, insbesondere beim neuen, modernen Parlamentsgebäude hielt Mario II nicht mit Kritik zurück. Insbesondere der Blick von den „Lower Barracca Gardens“ auf den Hafen war beeindruckend.

Leider hatten wir keine Zeit mehr, auf eigene Faust die Stadt und vor allem die Seitenstraßen zu erkunden. Auch für St. John’s Co-Cathedral mit dem berühmten Fußboden und dem Caravaggio-Gemälde blieb heute keine Zeit. Es ging mit dem Bus zurück nach St. Julian’s bzw. Pembroke, wo meine Wirtin schon die Lasagne zubereitet hatte.

 

MITTWOCH: 03.04.2019

Blauer Himmel, Sonnenschein! Sofort sieht der Kursort St. Julian’s nicht mehr ganz so aus, als wäre er noch im Winterschlaf.

Wieder gehe ich gemeinsam mit den beiden Kolleginnen aus Polen zu ETI. Da sie auf Malta Englisch lernen sollen, betreiben wir fleißig Kommunikation. „Do you have a pet at home?“ – „Yes, I have two budgies.“

In meinem Kurs nehmen wir uns heute das IWB vor … das interaktive Whiteboard. Mario, an dessen Sprachstil und -duktus wir uns mittlerweile gewöhnt haben, führt uns vor, wie und wozu er die Möglichkeiten, die ein IWB bietet, nutzt. Dabei geht es für ihn nicht darum, diese Technik nur der Technik wegen zu verwenden. Wenn ein Unterrichtsentwurf mit Tafel & Kreide funktioniere und gelinge, brauche man dies nicht auf IWB umstellen. Eine sympathische Einstellung. Wenn aber das IWB Dinge erlaube, durch die die Lerner neue Chancen haben, das Gelernte anzuwenden, dann sei das IWB das, was das SAMR-Modell vorsieht: Substitution (… der Tafel). – Augmentation – Modification – Redefinition. Einfacher auch daran erklärt, was aus einer Kaffeebohne alles entstehen kann.

Was folgte war ein Feuerwerk an Ideen – manche, wie ich finde, auch einem DaZ-Integrationskurs umzusetzen, manche zu sehr aus einer anglophonen Lernwelt stammend.

Skype! Vielleicht ein Interview mit dem Oberbürgermeister von XY im Orientierungskurs?

In der Pause habe ich mir einen Laptop der Schule ausgeliehen. Ich konnte nur mein iPad mitnehmen, das bislang gute Dienste geleistet hat, aber bei allen Dingen, die es mit der rechten Maustaste zu tun gilt, an seine Grenzen kommt. Der Rest des Unterrichtstages galt der Plattform „Kahoot!“. Wir spielten ein Malta-Quiz und es war erstaunlich, wie viel Spaß man beim Lernen haben kann. Denn gelernt haben wir etwas, vor allem durch unsere falschen Antworten, denn so konnte uns Mario schnell auf Englisch und mit einem eben mal auf Google gesuchten Bild erläutern, was die richtige Lösung ist. Alles am IWB im WLAN – die Welt im Klassenzimmer.

Dann war es an uns, selbst neue „Kahoots!“ zu entwerfen. Wieder hieß es zunächst „Sign up with Google“ und schon stand einem die Welt von YouTube & Co. offen. Mein Quiz zu „Flensburg“ bestand aus drei Fragen, die meine Kurskollegin aus China, die gerade in Chemnitz studiert, prima beantworten konnte. Und mit diesem tollen Ergebnis wurden wir in die Freizeit entlassen. Die wir nutzten, um in einem deutsch-schweizerischen Exkursionsteam mit der Fähre von Sliema nach Valletta und von dort wieder mit der Fähre nach Birgu zu fahren. Dort war gestern eine der vielen, vielen Yachten explodiert und gesunken. Die Rauchsäule hatten wir gesehen. Heute präsentierte sich die Stadt, die vor Valletta, der Sitz der Knights of St. John war, wieder friedlich und idyllisch.

 

DONNERSTAG: 04.04.2019

Heute weht mich eine steife Brise vom Mittelmeer zu ETI in die Paceville Avenue. Ebenso frisch startet Mario unsere heutige Lektion: „Using pictures“ – Bilder können in vielerlei Hinsicht den Unterricht bereichern: die Lerner neugierig auf etwas machen, sie auf etwas einstimmen, eine Informationsquelle bieten usw. Ein großartiges Tool, um visuell zu arbeiten ist canva.com. Das, was in kurzer Zeit entsteht, kann man schon als Graphikdesign bezeichnen. Unsere Münder stehen offen, wie einfach es ist – zum Beispiel – einen professionell aussehenden Buchumschlag zu gestalten – oder eine Visitenkarte oder eine Infografik für die Lerngruppe oder ein Tortendiagramm, oder, oder ….

Wer viele Bilder speichern will oder muss, ist bei Google Drive schnell hinsichtlich der kostenlosen Gigabytes am Limit und wird zur Kasse gebeten. Eine Alternative: imgur.com

Im schnellen Tempo ging es weiter und Mario präsentierte uns „WordArt“ bzw. WordClouds. Einmal gezeigt, konnten wir dank der einfachen Menüführung schnell unsere eigenen Wortwolken basteln – die man, nicht nur für die Wortschatzarbeit nutzen kann. Entstanden aus der Idee, Texte statistisch auszuwerten, kann man in WordCloud Texte importieren und erhält eine Info, welche Worte am häufigsten vorkommen. Als Vorbereitung fürs Leseverstehen perfekt. WordClouds haben nicht nur ein unglaubliches kreatives Potential (ab jetzt werden Wandtattoos selbst gemacht), sie sind definitiv für Kursleiter und Teilnehmer schnell zu nutzen. Eine Aufgabe im Orientierungskurs könnte sein: Was ist für euch Deutschland? Die Worte sind schnell eingegeben, bewertet, in eine Form gebracht, ggf. mit einem Bild hinterlegt und schon eindrucksvoll zu präsentieren.

Unsere nächste Lerneinheit beschäftigte sich mit Arbeitsblättern, die man einfach und auf die

Lernergruppe abgestimmt erstellen, ausdrucken, teilen, verlinken .. kann. In Windeseile habe ich ein Kreuzworträtsel „Olympische Städte“ für unser Webquest selben Themas erstellt.

 

Fundstellen für „DIY Printables“ sind:

Puzzlemaker.com

Wordmint.com

Classtools.net

Jigsaw.org

.. und wahrscheinlich noch viele mehr. Noch ein Tipp von Mario: Sobald das Arbeitsblatt erstellt ist, nicht einfach nur auf „Print“ gehen, sondern mit Hilfe eines Snipping-Tools das unausgefüllte Arbeitsblatt „snippen“, kopieren und speichern. Denn: Sobald man nur auf „print“ geht, ist die Datei gelöscht.

Die restliche Unterrichtszeit – die wie immer schnell vergangen ist – probierten wir einfach ganz viel selber aus. Langsam habe ich so viel Info zu Wegen, wie man Fotos, Texte, Grafik etc. teilen, einfügen, ausschneiden, anhängen usw. kann, dass ich gar nicht mehr weiß, wie ich von a) nach b) komme. In der Klasse helfen wir uns gegenseitig. Mario hält sich zurück, lächelt und … hat mit dieser Haltung recht, denn wir lernen tatsächlich am meisten, wenn wir selbst auf die Lösung kommen. Nichtsdestotrotz: Nach so einem geballten Unterrichtstag freute ich mich, nach Valletta fahren zu können, um dort meine Schwester mit ihrer Familie zu treffen, die just von Malta aus eine Kreuzfahrt startet. Viele, viele Kreuzfahrer starten von Malta und es ist sehr beeindruckend, wenn die dicken Pötte den Hafen verlassen. Den besten Blick auf das Auslaufen hat man von der Aussichtsterrasse „Upper Barracca Gardens“.

 

FREITAG: 05.04.2019

Um wie stets mit dem Wetter zu beginnen: Heute ist wohl der ungemütlichste Tag überhaupt. Nieselregen, Wind … und es soll die folgenden Tage so bleiben. Der Blick auf die heimischen Temperaturen versöhnt etwas: dort 7 Grad Celsius, hier wenigstens 16 Grad Celsius.

EVERYONE HAS A STORY! So steht es auf der ersten Seite der Slide-Show, die Mario für uns am letzten Kurstag vorbereitet hat. Die Theorie schüttelt er versiert und mit Überzeugung aus dem Ärmel. Storytelling heißt das Schlagwort auf Neudeutsch. Dahinter verbirgt sich die alte Wahrheit, dass sich die Menschen immer schon Geschichten erzählt bzw. den Erzählern zugehört haben und auf diese Weise lernten – insbesondere in Kulturen oder Zeiten, in denen es keine Schrift gab. Heute gibt es sowohl Schrift als auch das Internet und dort finden sich zahlreiche Tools, mit denen Kursleiter und Teilnehmer mit Hilfe von Geschichten (Sprache) lernen können.

Storybird.com – war bis vor Kurzem noch kostenlos erhältlich. Mittlerweile ist der Geschichtenvogel wohl so erfolgreich, dass die Entwickler noch ein Probeabo (free trial) gewähren, anschließend aber ein kostenpflichtiges Abo erforderlich ist.

Wir haben uns deshalb auf das Portal storyjumper.com konzentriert, was auch überzeugte. Man wählt eine Szene, Figuren, Textfelder und in kurzer Zeit ist so meine Geschichte von einem armen alten Kutter entstanden. Das fertige Produkt und die Arbeitsweise erinnert an die Erstellung eines Fotobuches.

Anspruchsvollere Storys, also Geschichten, die nicht linear erzählt werden, kann man mit twinery.org erstellen. Die Handhabung dieses Tools ist dementsprechend kniffliger, aber mit etwas Übung machbar. Man beginnt eine Geschichte (oder stellt eine Frage, nennt eine Tatsache etc) und programmiert dann so viele Antwortmöglichkeiten, wie man braucht. Selbstverständlich kann man auch hier wieder Bilder, Videos oder Audios einbetten. So sieht die Benutzeroberfläche mit dem Bauplan der Geschichte am Anfang aus.

Und schon war der letzte Programmpunkt der Woche erreicht: Wir präsentierten unsere Webquests. Da wir nur sechs Personen im Kurs waren, gab es nur zwei Präsentationen. Das polnische Team hat ein polnisches Webquest zum Thema „Der Teddybär in der Literatur“ erstellt. Unsere deutsch-estnisch-chinesische Koproduktion trug den Titel „Olympic Records through the Change of Time“.

Im Anschluss berichtete Mario noch über das EU-geförderte Projekt CooL (languages.dk), in das auch ETI involviert ist. Dazu gab es – nach fünf Kurstagen!! – das allererste Handout in Papierform. Die Idee ganz knapp zusammengefasst: Es soll ein Portal entstehen, wo sich alle Lehrenden in allen europäischen Sprachen austauschen können. Außerdem soll nichts Geringeres als ein europäisches Online-Wörterbuch entstehen.

Dann erhielten wir unsere Zertifikate, auf denen eindrucksvoll nachzulesen ist, mit wie vielen einzelnen Themen wir uns beschäftigt hatten. Offen gesagt: Die Fülle von Informationen, Webadressen, Tipps und Hinweisen muss ich zuhause in Ruhe nacharbeiten und einordnen. Nicht alles werde ich umsetzen können, aber mein persönliches Ziel, mit dem ich nach Malta gekommen bin, habe ich erreicht: Ich habe einen sehr umfassenden Einstieg in die Welt der digitalen Medien erhalten und freue mich darauf, ein „Best Of“ an Kursleitende und Kolleg*innen weiterzugeben.

Abgesehen von der fachlichen Bereicherung: Mit dieser Fortbildungsreise ist ein verbliebener weißer Flecken auf meiner europäischen Landkarte bunt geworden. Malte – Douze points. Malta – twelve points. Vielen, vielen Dank an Erasmus+!

 

 

 

 

Malta: Boost your ICT Skills (3)

Boost your ICT Skills: Technology for the classroom – 1 Woche Malta

von R. W.

Sonntag: 03.02.2019

Die Anreise nach Malta sollte eigentlich problemlos verlaufen, Hamburg – München – Malta mit Lufthansa / Air Malta, dummerweise hat das Wetter nicht mitgespielt und die sonst recht kurze Reise dauerte ewig: 07.30 Uhr Check-in in Hamburg, 01.20 Uhr Ankunft im Hotelzimmer. Immerhin kamen wir vom Fleck, an unserem Reisetag fielen aufgrund des Wetters in München über 450 Flüge aus.

Das Hotel war sehr nett und zentral gelegen, mit einem großartigen Blick auf die Bucht von St. Juliens. (Blick vom Balkon am nächsten Morgen, um 01.20 Uhr wollte ich nur noch ins Bett).

Montag: 04.02.2019

Der Fußweg zum Unterrichtsort war mit ca. 10 Minuten kurz und es gab viel zu sehen. Das Gebäude ist neu und gepflegt, es sind hier ebenfalls diverse Sprachkurse untergebracht, sodass das Haus mit Menschen aus zahlreichen Nationen belebt ist.

Unsere Gruppe setzte sich aus zwei Polen, vier Rumäninnen, zwei Deutschen (incl. mir selbst) und einer Lehrerin des Sprachinstituts, welche zukünftig ebenfalls „Technology“ unterrichten möchte, zusammen.

Nach einer kurzen, auf unseren beruflichen Hintergrund, Erfahrungen im Bereich der digitalen Lernwelten, Wohlfühlfaktor bzw. Wissenstand im Umgang mit Digitalität und Computern bezogenen Vorstellungsrunde, stiegen wir auch flott in das erste Thema ein: „Webquests & their learning potential“. Wir zwei Deutschen haben eine Arbeitsgruppe mit unseren polnischen Nachbarn gebildet und kommunizierten sowohl über ein gemeinsames Wordpad von Google Drive, als auch mit kurzen verbalen Kommentaren zu den parallel von uns erarbeiteten Einträgen. Es war ein sehr produktives, schnelles und ergebnisreiches Arbeiten.

Nach einer kurzen Pause mit „Kinnie“, einer sehr bitteren und an Campari erinnernden, maltesischen Limonade erarbeiteten wir uns nach einem sehr informativen und kurzweiligen Input zum Thema: „Designing a Webquest“ in einer weiteren Gruppenarbeitsphase unser Projekt-Topic, welches wir gemeinsam im Laufe der Woche erarbeiteten und am Freitag vorstellen sollen. In dem Projekt sollten wir eine Unterrichtsstunde gestalten und den Schülern mittels umfangreich recherchierter Links und einem gut durchdachten Konstrukt (scaffolding) die Möglichkeit geben, zu sinnvollen und gut durchdachten Ergebnissen zu kommen. Für die weitere Arbeit zu diesem Thema bekamen wir ein paar Tools vorgestellt, das meiner Meinung nach bestgelungene ist hier zu finden: https://mariocordinaeti.wixsite.com/webquests/introduction

Im dritten und letzten Teil des Unterrichtstages beschäftigten wir uns mit „Concordances, online dictionaries & visual Thesaurus“.

https://visuwords.com

https://corpus.byu.edu/coca/

Fazit: Der erste Tag war bereits sehr informativ und spannend, die Lehrerin ist großartig. Ich freute mich schon auf den nächsten Tag!

Dienstag: 05.02.2019

Nach dem sehr interessanten ersten Tag sind wir ohne große einleitende Worte gleich in die erste Lerneinheit des zweiten Unterrichtstages gestartet, unser erstes heutiges Thema: WIKIs: How they work & Learning Potential.

Die Vorstellung und das Erlernen des neuen Themas ging Hand in Hand. Ein ergebnisorientiertes Vorgehen, es läuft parallel. Während der Erklärung gingen wir die Schritte mit und kreierten dann sofort unseren ersten WIKI Eintrag. Fragen nach der Einführung und in der Testphase waren explizit gewünscht und wir lernten aus den Fragen der anderen. Nach diversen Neueinträgen, Einbetten von Bildern, Filmen, Links, sollten wir fit sein und uns bei Nachfragen an unseren Nachbarn wenden oder uns die Einführung „how to create a wiki page“ ansehen. Learning by doing. Schnell und effektiv, aber auch keine Zeit, um auch nur kurz abgelenkt zu sein.

Die zweite Einheit setzte voraus, dass wir den Stoff der ersten Einheit nun verinnerlicht haben und schon ging es im Galopp weiter: „Creating a WIKI“ – Wir starteten gleich in die Gruppenarbeit zu unserem gestern gewählten deutsch/polnischen Topic: „In what ways can online gaming affect your learning skills?“ Wir arbeiten wieder über unser geteiltes Dokument auf Google Drive. Und übertrugen einen Teil der Ergebnisse bereits in ein gemeinsames WIKI. Um die Übungen zu unserem Topic für die Kinder spannender, aber lehrreich zu gestalten, lernten wir einige online printable tools kennen. So entstand der Übergang zu unserer dritten Lerneinheit: Crosswords and Quiz Design. Ein gutes Anwendungstool zur Erstellung diverser Kreuzworträtsel hier:  http://www.discoveryeducation.com/free-puzzlemaker/

Und ganz spannend auch die online Class Tools. Hier ist eine gute Verbindung ins Internet Voraussetzung: www.classtools.net mit dem „random name picker“ kann mit den Namen der Teilnehmer / der Lerngruppe ein eigenes Rad in den WIKI geladen werden und die Frage nach „Freiwilligen vor“ erübrigt sich.

Fazit: es war wieder ein sehr kurzweiliger, aber auch anstrengender und vor allen Dingen lehrreicher Tag mit viel Input und „learning by doing“ es hat viel Spaß gemacht, danach brauchte ich aber eine Pause und mindestens drei Tassen Kaffee… Ich freute mich schon sehr auf morgen!

Mittwoch: 06.02.2019

In der ersten Lerneinheit: „Using the Interactive Whiteboard“ bekamen wir eine sehr begeisterte Einführung in die vielfältige Nutzung der interaktiven White Boards. Unsere Lehrerin war absolut von deren Vorteilen überzeugt und brannte für die Nutzung und die vielen, sehr anschaulich dargestellten Möglichkeiten.

Nach meiner Nachfrage, ob das Erlernen der „features“, also die Nutzung des Interactive White Boards kompliziert sei, wurde mir von unserer Lehrerin und der im Training befindlichen Lehrerin versichert, dass es selbsterklärend sei und man, wenn man eines erwirbt, eine ausführliche Schulung zu allen Funktionen bekommt. Ich möchte für meine Volkshochschule unbedingt Interactive White Boards (iaw) anschaffen und die Anschaffung im neuen Haushalt einwerben. Meiner Meinung nach bieten sie großartige Möglichkeiten auch für und im besonderem meinem Ziel-publikum 50+ den Unterricht noch anschaulicher und interessanter zu gestalten.  Ebenfalls sind meine Teilnehmer sehr an Technik interessiert und freuen sich immer, etwas ausprobieren zu dürfen, wenn ein kompetenter Dozent Hilfestellungen gibt. Hier ist auch die am ersten Tag angerissene CLIL Methode hilfreich, z. B. das Erlernen der iaw-Funktionen in einem Opernkurs. Also die Verknüpfung von zwei Fächern, um das Lernen zu erleichtern. Ein Beispiel des ersten Tages war das Erlernen einer Fremdsprache in einem Handarbeitskurs.

In der nächsten Phase hatten wir die Gelegenheit das iaw zu testen und haben diverse Aufgaben und kleine Präsentationen durchgeführt.

Nach der aktiven Phase kam eine noch aktivere Lerneinheit „Interactive Classroom Activities“ erstes Spiel auf: https://kahoot.it/ zum Thema Malta – sehr lustig, schnell und lehrreich und vor allen Dingen: Interaktiv! Und bei Fragen zu den korrekten Antworten kann man sofort online recherchieren und somit einen größeren Lernerfolg erzielen.

Nachfolgend kreierten wir eigene Spiele auf die gewünschten Lernerfolge unserer imaginären Schülerschaft abzielend. Ich habe ein einfaches Quiz zum Thema „Harry Potter“ entwickelt: „It has been easy as pie and very funny“. Nachfolgend haben wir noch weitere Quizze kreiert, „Jumble“ z. B. „Order the animals from most dangerous to least dangerous“ und Surveys.

Fazit: ein sehr lehrreicher, lustiger, interaktiver Unterrichtstag UND ich hätte wirklich gerne Interactive White Boards und bin von deren Nutzen und Mehrwert überzeugt!

Donnerstag: 07.02.2019

Heute beschäftigten wir uns mit folgenden Themen: Online Resource Organisation and Sharing, Editing Images to Create great Info-Graphics und Mind Maps & Word Clouds.

Wir arbeiteten in unserer ersten Lerneinheit gemeinsam und zeitgleich in dem geteilten Arbeitsblatt auf Google Drive. Wir wurden gebeten darzulegen, wann und weshalb wir Bilder im Unterricht oder in Arbeitsblättern verwenden. Mein Beispiel: „In my opinion you can place picture everywhere. They help students to get the „real“ meaning or the meaning “between the lines” better. Pictures can support and transfer knowledge (talking about bumblebees without a picture can’t really explain, why it might be impossible for them to fly?!” even if they do it just fine)“.

Ein Bild sagt manchmal mehr als tausend Worte und man kann es als Einstieg in den Unterricht nehmen, damit allen Schülern das Thema sofort präsent ist und niemand abgehängt wird, weil die Bedeutung des Wortes „Hexagramm“ nicht jedem sofort geläufig ist.

Ein wirklich tolles Tool zu Erstellung schöner Fotokollagen ist die Website: https://www.canva.com/

Hier zwei meiner Kreationen!

Eine weitere tolle Funktion dieser Seite ist die Möglichkeit, Images auch mit mehreren Menschen zu bearbeiten, in dem man die Datei über Google Drive an seine Kontakte zur Bearbeitung freigibt.

Spannend auch für ein Quiz oder eine Unterrichtseinheit ist eine interaktive Karte mit Ländern, in denen man z.B. schon einmal Urlaub gemacht hat. https://www.amcharts.com/visited_countries/

Mit der Verbindung über Google Drive haben wir uns mit der kostenfreien Seite „mind-mups“ verlinkt, in der man MindMaps erstellen und in ihnen Bilder und Dateien erstellen / verlinken kann: https://drive.mindmup.com diese MindMaps kann man wiederum mit anderen teilen und man kann parallel, gleichzeitig an Ihnen arbeiten, solange man über die Google Drive Funktion verbunden ist.

Auf der Seite Wordart konnten wir unsere eigenen WordArt Templates erstellen. Es ist sehr effektvoll, interaktiv und macht viel Spaß! https://wordart.com/

Man kann diese sowohl über soziale Netzwerke teilen oder als png/jpeg speichern, als auch auf einer Website verwenden. Nur bei der Erstellung / Speicherung als jpeg verliert man natürlich die tolle Interaktivität, die Worte werden in der geteilten Version groß, wenn man mit der Mouse über sie fährt.

In der dritten und letzten Unterrichtseinheit des heutigen Tages haben wir eine Website zum Thema Blendspace kennengelernt. Hier können Dokumente, Websites, YouTube Videos, Quizze etc. sehr anschaulich und übersichtlich an einem Ort dargestellt und in einem Blendspace Activity Sheet gesammelt werden.  https://www.tes.com/

Fazit: Ein wieder sehr kurzweiliger und spannender Tag. Besonders gefallen hat mir die Seite https://www.canva.com/. Perfekt auch zur preiswerten Erstellung (nur Druckkosten) von Print-Werbung, z. B. Flyern zur Kursankündigung oder Erstellung von Grußkarten für die Öffentlichkeitsarbeit. Und ebenfalls die Seite Wordart ist großartig!

Den Rest des Tages verbrachten wir in unserer Arbeitsgruppe und bereiteten unsere polnisch/deutsche Abschlusspräsentation zum am ersten Tag erdachten Thema: „In what ways can online gaming affect your learning skills?“ vor. Hierfür verwendeten wir alle kennengerlernten Tools und arbeiteten an unserem gemeinsamen WIKI.

Freitag: 08.02.2019

StoryBird: In der ersten Stunde haben wir uns mit Lernen durch „Geschichten erzählen“ beschäftigt. Weshalb kann man besser lernen, mehr behalten, wenn man nicht nur Fakten geliefert bekommt, z. B. Schlacht bei Issos um 333 vor Christus, sondern eine großartige und spannende Geschichte rund um den Kampf erzählt bekommt. Digitale Medien können eine große Hilfestellung bieten, in dem man die Geschichte mit Bildern und Filmen unterstützt. Oder mittels des non-linear story telling = interactive story telling: Was passiert, wenn der Held rechts herum geht. Was passiert, wenn der Held links herum geht?  Ein interessantes Tool zur Unterstützung bei der Entwicklung einer spannenden Geschichte: http://twinery.org/

In meine Geschichte habe ich diverse Bilder und Filme eingebaut. Wenn man erst begonnen hat, Pfade und Wendungen zu entwickeln, kann man die Felder jederzeit verschieben, um den neuen Pfaden optisch mehr Platz zu geben.

In unserer zweiten Lerneinheit des letzten Unterrichtstages haben wir die Seite StoryBird https://www.storybird.com kennen gelernt, auf der man mit tollen Bildern von zahlreichen Künstlern kostenfreie (auch gegen Entgelt, gebundene) Bücher, Gedichte, Bilderbücher etc. erstellen kann. Man kann ebenfalls Worte für Gedichte vorgeben und diese dann am iaw von seinen Schülern bearbeiten lassen (je nach Klassenstufe und Schwierigkeitsgrad).

Pro Tag, an dem man ein Gedicht erstellt oder an einer Geschichte arbeitet, kann man sich „Kronen“ verdienen und schlussendlich nach ein paar Tagen sein fertiges Buch kostenfrei als pdf herunterladen. Selbstverständlich kann man auch gleich, gegen ein kleines Geld (2,99 €) das pdf erhalten, oder sich ein Buch als Hard- oder Softcover bestellen.

 Nachfolgend haben wir uns ein letztes Mal vor der Präsentation mit unserer Projektarbeit beschäftigt und arbeiteten am „Feinschliff“. Am Nachmittag fand die Präsentationsrunde statt. Unsere Gruppenarbeit und die Spiele wurden von Marek präsentiert und moderiert. Wir haben demokratisch abgestimmt und uns mit 3 von vier Stimmen für ihn entschieden 😉 Das ist Demokratie! Marek war übrigens einverstanden… Eine kleine Einführung haben wir von „Voki“ vorlesen lassen: Ein sehr witziges Tool, um selbstgeschrieben Nachrichten (in unserem Fall durch eine futuristische Schuldkröte mit einer sehr männlichen amerikanischen Stimme) vorlesen zu lassen.  Hier unser VOKI: https://www.voki.com/site/pickup?scid=15276868&chsm=8c777c7d7f856cd417c66a75006006b0

Und hier unsere Projekt-Arbeit https://mmjakmarekm.wixsite.com/webquest/home-1

Nach der Präsentation haben wir unsere Tools und verwendeten Features diskutiert und die verwendeten Spiele und deren Lehreffekt kritisch hinterfragt.

Fazit: ich fand den Tag wieder spannend und unsere Präsentation am vielseitigsten und am besten recherchiert.

Sehr gerne hätte ich auch die zweite Unterrichtswoche besucht, bzw. die erste, da wir erst in der zweiten Woche eingestiegen sind und viele spannende Features und Methoden bereits in der ersten Woche stattfanden.

Samstag: 09.02.2019

Heute nahmen wir, bei bestem Wetter, an einem organisierten Ausflug auf die Nachbarinsel Gozo teil. Der Bus holte uns um 09.15 Uhr in der Stadtmitte ab und brachte uns zur Fähre. Der über die Schule geplante Ausflug mit einem Guide, der vor der Pensionierung Geschichtslehrer gewesen ist, fand leider (aufgrund von zu wenigen Anmeldungen – das kennen wir als Volkshochschule ja bestens) nicht statt. Somit ist es dann das Alternativ-Programm geworden und wir nutzten die „Hop on Hop off“ Busse.

Mit dem Bus ging es über zahlreiche Zwischenstops zur Fähre nach Gozo.

Auf Gozo bestiegen wir den Hop on Hop off Bus und los ging es. Unglaublich war die maltesische Fahrweise. Der große Bus zirkelte sich in rasanter Geschwindigkeit durch die engsten Gassen und zwang mit teilweise langanhaltendem Gehupe, die entgegenkommenden Fahrzeuge zum Rückzug. Man könnte es als „der Stärkere gewinnt“ deklarieren, denn mit den deutschen Verkehrsregeln – Hindernis auf welcher Seite und rechts vor links hat das augenscheinlich nichts zu tun.

Die Sightseeing-Kommentare kamen aus der Konserve, waren aber recht gut aufbereitet und man konnte trotzdem etwas über Land, Leute, Eroberer und verschiedenste Ritter und Heilige lernen. Was mir bereits seit meinem ersten Tag auffiel, ist die wilde Mischung aus brandneuen und luxuriösen Bauten, direkt neben stark renovierungsbedürftigen, ruinösen Häusern. Insgesamt ist Mara sehr sauber. Sämtliche öffentliche Verkehrsmittel, sanitären Einrichtungen erscheinen sauber und gepflegt, wenn auch teilweise abgenutzt. Und die Preise der Speisen und Getränke sind unglaublich günstig. Ich habe für ein sehr leckeres „Pastizzi“ DIE maltesische Snack-Spezialität UND einen halben Liter Wasser 1€ bezahlt und für mein Mittagessen auf der Haupteinkaufsstraße Valettas, vis á vis des Domes 5€. Eine Cola 0,3 kostet 1.60€ und eine große Tasse Kaffee 1.40€. Eine Fahrt mit dem Bus kostet (egal, wie lang die Strecke auch sein mag) 1,50 € Ideal für einen Familienurlaub. Die Bevölkerung ist sehr freundlich und scheint den vielen Touristen gegenüber stressfrei und gelassen zu begegnen.

Viele Malteser sprechen in der Familie kein Maltesisch mehr und lernen die Sprache erst in der Schule, wie eine Fremdsprache. Der maltesische Dialekt ist ähnlich stark ausgeprägt, wie das „indische Englisch“ oder bei uns tiefstes Sächsisch.

Wir haben unseren „Hop on Hop off Bus“ in Victoria verlassen und erkundeten die kleine und sehr belebte Stadt zu Fuß. Die einzige einigermaßen sichere Möglichkeit heil und unversehrt über eine Straße zu kommen, ist die unbedingte Nutzung der Zebrastreifen. Dort halten die Autos mit quietschenden Reifen. Sonst wird eher nicht gebremst.

Die Landschaft ist sowohl auf Malta, als auch auf Gozo im Februar sehr grün und es blühen diverse Blumen. Die Architektur ist eine wilde Mischung aus Britischen und Arabischen Elementen.

Gesamtfazit: Mir hat die Weiterbildung sehr viel Spaß gemacht. Sie war sehr interessant, informativ und hat mir viele spannende Einblicke in die Nutzung von digitalen Medien im Unterricht gegeben. Ich werde mein Wissen und meine Begeisterung an meine Dozenten weitergeben und hoffe, dass ich zukünftig die Möglichkeit haben werde, meinen Dozenten und Teilnehmern Interactive White Boards bieten zu können.

Ich bedanke mich für die Möglichkeit über den Landesverband der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins e.V. am Erasmus+ Programm zu digitalen Lernwelten: europ@vhs#digital teilzunehmen und die großartige Unterstützung und Vereinfachung.