Dänemark: Studieskolen Kopenhagen und Dachverband der Abendschulen DOF

Ein Bericht von Karl Damke

Warum Dänemark?
Über den Zielort meiner Erasmus+ Mobilität musste ich nicht lange  nachdenken. Ich wusste, ich musste nach Kopenhagen und Christoph Schepers bei Studieskolen besuchen.

Christoph arbeitet seit vielen Jahren für Studieskolen, die größte Sprachschule Dänemarks, und ist dort als Senior Consultant für das Deutschangebot und einen Teil der Projekte zuständig, die Studieskolen als ständigen Innovationsmotor betreibt. In diesem Zusammenhang hatte ich bereits das Vergnügen in einem vergangenen Erasmus+ Projekt mit Christoph und einem internationalen Team zusammenarbeiten zu dürfen. Wir haben uns zwei Jahre lang mit der Schnittstelle zwischen selbstgesteuertem Lernen, Technologie und Sprachcoaching beschäftigt. Wer sich für dieses Projekt interessiert: Die Ergebnisse können unter learnbase.org abgerufen werden.

Während meiner Zusammenarbeit mit Studieskolen war ich immer beeindruckt davon, welche weiteren Projekte dort scheinbar ganz nebenbei laufen, konnte mich aber nie intensiver damit beschäftigen. So entstand die Idee, im Rahmen dieser Erasmus+ Mobilität die losen Fäden wieder aufzunehmen. In der Planung für meine Hospitation brachte Christoph die Idee ein, dass ich auch den Dachverband von Studieskolen, den Dansk Oplysnings Forbund (DOF) in Roskilde besuchen sollte. Eine sehr gute Idee!

Wir haben uns im Laufe der Woche mit folgenden Themen beschäftigt:

⦁ Online Einstufungstest FACTS
⦁ Blended Learning mit Danish to Go
⦁ Online-Unterricht in Dänisch als Zweitsprache
⦁ Lehrkräftequalifizierung mit dem Mulitmediaführerschein
⦁ Kurs- und Contentmanagementsysteme der dänischen Abendschulen
⦁ Kursmarketing mit Social Media
⦁ Trainingsprogramm “Online Sprachen unterrichten”
⦁ Aufbau von le:v:el, dem Weiterbildungsinstitut von Studieskolen

 


Tag 1: Studieskolen Kopenhagen – Online Einstufungstest FACTS
Am Montagmorgen machte ich mich auf den Weg zu Studieskolen in der Kopenhagener Innenstadt. Ich wurde vom Team herzlich begrüßt und konnte mit Christoph Schepers das Programm für die Woche besprechen.

Am Montag beschäftigten wir uns hauptsächlich mit dem FACTS, einem Online-Einstufungstest, den Studieskolen bereits seit 2008 einsetzt. In dieser Zeit wurde der Test immer wieder ergänzt und weiterentwickelt, eine weitere, grundlegende Überarbeitung steht aktuell wieder an. Um ein Gefühl für die notwendigen Änderungen und Verbesserungen zu bekommen, habe ich den restlichen Vormittag mit der Analyse des Tests verbracht. Ich habe aus Screenshots des Tests eine Präsentation erstellt, die wir nach dem Mittagessen intensiv mit Christoph und seiner Kollegin Stine besprochen haben.

In den vergangenen Jahren haben auch einige Volkshochschulen den FACTS für die Einstufung verwendet, zum Beispiel auf sprachtest.vhs-wiesbaden.de. Die zentrale Frage im Gespräch mit Stine und Christoph war, wie Volkshochschulen auch in Zukunft den Test einsetzen können und welchen Stellenwert er im Beratungsportofolio einnehmen kann. Anders als zur Einführung des FACTS in 2008 gibt es jetzt auch andere Einstufungstests auf dem Markt, wie etwa sprachtest.de, den ich auch zum Vergleich in der Präsentation herangezogen habe.

 

Tag 2: Blended und Online-Formate mit Danish To Go
Am Dienstag habe ich mich mit Kaspar Bredahl Rasmussen aus der Dänischabteilung von Studieskolen getroffen. Seine Abteilung hat in den vergangenen Jahren einen vergleichbaren Boom erlebt wie der DaZ-Bereich an deutschen Volkshochschulen. Wir haben über die Gelingensbedingungen von Onlineformaten gesprochen und das an zwei Projekten von Studieskolen festgemacht: Danish to go und dem Onlinekurs Dänisch B2.

Danish to go ist ein von Studieskolen entwickeltes Lehrwerk für Dänisch als Zweitsprache auf A1 und A2, das aus einem traditionellen Printlehrwerk und einer Onlineplattform besteht. Spannend dabei ist, dass beide Komponenten bewusst unterschiedlich gestaltet sind. Das Buch für die Präsenzphasen arbeitet sehr stark kommunikativ, ein Großteil der Übungen und Grammatikarbeit findet auf die Onlineplattform statt. Sehr spannend ist auch der sehr umfangreiche Aussprachebereich online.

Beim Onlinekurs Dänisch B2, den Kaspar selbst unterrichtet, wird ein ähnlicher Ansatz verfolgt. Es gibt einen Moodle-Kurs auf dem alle Inhalte für das Selbststudium liegen, die einmal wöchentlich per Videokonferenz stattfindenden Live-Termine konzentrieren sich auf Kommunikation und Interaktion. Kaspar nutzt verschiedene automatisierte Übungsformate in Moodle unter anderem aus Danish to go oder speziell für den Kurs mit dem kostenlosen Autorenwerkzeug H5P erstellte Übungen.

Am Nachmittag habe ich dann eine Folge für den vhscast mit Christoph Schepers aufgenommen und hier veröffentlicht:

vhscast Folge 011: Teacher Training mit Christoph Schepers

Wir sprechen über Studieskolens erfolgreiche Fortbildungsreihe, den Multimedia-Führerschein, darüber wie er aufgebaut ist, wie er in den letzten 6 Jahren umgesetzt wurde und was sie jetzt, nachdem alle Kursleitungen die Fortbildungen durchlaufen haben, als nächstes vorhaben.

 

Tag 3: Dansk Oplysnings Forbund

Der DOF ist eine von fünf landesweiten Dachorganisationen für Abendschulen in Dänemark, “die freie und neutrale öffentliche Bildung verbreiten möchte – unabhängig von der Parteipolitik.”

Der DOF hat rund 250 Mitgliedseinrichtungen in ganz Dänemark. Die Schulen des DOF ​​erreichen jährlich ca. 160.000 Teilnehmende. Als nationale Organisation unterstützt der DOF die Mitgliedsschulen bei ihren täglichen Aktivitäten in einer Vielzahl von Bereichen. Dabei geht es zum einen darum, den Mitgliedsschulen Ratschläge, Inspiration, Wissen, Projektunterstützung und Raum für Vernetzung zu geben und zum anderen für bessere Rahmenbedingungen für Abendschulen auf politischer Ebene zu arbeiten – sowohl lokal als auch national. (s. dazu auch https://www.danskoplysning.dk/om-dof/)

Am Vormittag habe ich mich mit Verbandsdirektor Henrik Christensen und mit Martin Michel, der beim DOF die IT betreut, getroffen. Wir haben uns ausführlich über den IT-Support unterhalten, den der DOF für seine Mitgliedseinrichtungen anbietet. Mit DOFPro bieten sie ein eigenes Verwaltungssystem für ihre Mitgliedseinrichtungen an, dass mit KuferSQL oder CMX vergleichbar ist, sich aber in den Feinheiten und Funktionen unterscheidet. Alle größeren Schulen nutzen dieses System und haben damit die Möglichkeit ihre Kurse im Internet darzustellen.

Im DOF ist mit Kathrine Egemar eine Mitarbeiterin spezialisiert auf die Umsetzung der Webseiten der Mitgliedsschulen. Dafür nutzen sie ein gemeinsames Contentmanagementsystem mit dem witzigen Namen vuptiweb.

Bei der Präsentation fiel mir auf, wie stark sich die DOF-Schulen in den letzten Jahren im Bereich Online- und SocialMedia Marketing entwickelt haben. Um dieses Thema möglichst konkret beleuchten zu können, hatte der DOF am Nachmittag Lisbeth Lunding eingeladen, die Schulleiterin von DOF Paarup Aftenskoler.

DOF Paarup besteht aus mehreren Abendschulen in und rund um Odense, die drittgrößte Stadt Dänemarks. In 2018 stand Lisbeth vor der Entscheidung eine saftige Preiserhöhung für die Verteilung des Printprogramms hinzunehmen oder alternative Wege der Öffentlichkeitsarbeit auf zu tun.

Sie und ihre Kollegin Hanne setzen seitdem auf eine Kombination aus Facebook-Ads, verschiedenen Facebook-Gruppen, einem Mailchimp Newsletter, der 1-2 mal monatlich 1800 Abonennt*innen erreicht und zielgruppenspezifischen Printmaterialien. Die super spannende Präsentation habe ich versucht in einer Sketchnote festzuhalten.

Downloadlink 

Tag 4: Studieskolen le:v:el und Teaching Language Online
Meinen letzten Tag verbrachte ich wieder bei Studieskolen in Kopenhagen. Am Vormittag habe ich mich kurz mit Stine und ihrer Kollegin Lisbeth Krogh über ihre Erfahrungen mit Cambridge Sprachprüfungen unterhalten. Studieskolen deckt als Test Centre komplett Dänemark ab und setzt dabei auf das computerbasierte Testverfahren. Während in Deutschland die Anmeldezahlen für Cambridge Prüfungen seit Jahren rückläufig ist, konnte Studieskolen in den letzten Jahren die Zahl der Teilnehmenden stetig steigern. Laut Stine und Lisbeth ist dafür die enge Zusammenarbeit mit Gymnasien verantwortlich.

Einen sehr spannenden Einblick konnte mit Stine im Anschluss in ein aktuelles Projekt gewähren. Mit Teaching Language Online erarbeiten sie zur Zeit ein Online-Fortbildungsmodul, das Lehrenden dabei helfen soll, besser online zu unterrichten. Dabei wird es zu einem Teil um technische Aspekte, zum anderen aber um methodisches Handwerkszeug gehen. Weitere Details kann ich hier leider nicht verraten, da Studieskolen gerade noch mitten im Entwicklungsprozess steckt. Ich bin aber bereits sehr gespannt auf das finale Produkt.

Ausführlicher und öffentlicher konnte ich am Nachmittag mit Stine und Christoph über das „Knowledge Centre“ le.v:el sprechen, das Studieskolen in den letzten beiden Jahren aufgebaut hat. Mit le:v:el wollen sie die Erkenntnisse und Erfahrungen weitergeben, die sie in all den Projekten und internen Fortbildungen gewonnen haben, die sie in den letzten Jahren durchgeführt haben. Ich habe die Chance genutzt, die erste englischsprachige Folge für den vhscast aufzunehmen: In der Folge schildern Stine und Christoph vor welchen Herausforderungen sie bei der Weitergabe des Wissens an externe Lehrkräfte und andere Institutionen standen.

vhscast Folge 012: Knowledge Centre le:v:el at Studieskolen with Stine Lema & Christoph Schepers

Ich habe mich sehr gefreut, mit Erasmus+ nach Dänemark reisen zu können und nehme viele Anregungen und Ideen mit nach Hause. Vielleicht war ja auch die eine oder andere neue Idee für Sie dabei, das würde mich sehr freuen!

Paris

von X. Z.

2. April 2018, Montag

Es lohnt sich immer, sich vor einer Reise zu informieren, um sich in der neuen Umgebung zurechtzukommen. Deshalb war mein Flug gestern nach Paris reibungslos und der Weg zur Wohnung, in der ich mich eine Woche aufhalte, auch unproblematisch. Mir gefällt allein die Idee schon besser, dass ich bei einer Pariserin Namens Regine (eine nette alleinlebende Tänzerin) eine Unterkunft habe, statt eines Hotels.

Es ist kein großer Stress, sich in einer Flughafen-Großstadt-Welt zu bewegen, da einiges ähnlich ist. Ich habe gemerkt, dass ich schnell meine Französisch-und Englisch-Kenntnisse aktiviert und genutzt habe, was sicherlich eine Basis für meinen Kursbesuch ist.

Viel von der Stadt habe ich noch nicht gesehen, aber mein Viertel sieht recht ordentlich aus.

Katarina ist unsere Trainerin für diese Woche und hat uns an der Metro Station abgeholt und uns den Weg zum Seminarort über begleitet.  Sie hat zeitnah 2 Kennenlernen-Runden gestartet, die sehr aktiv und interessant waren. Wir sollten uns im Kreis beim Stehen vorstellen, der Nachbar soll alles wiederholen. Das zweite Spiel war ein „teacher date“, das heißt, immer 2 Personen führen ein Gespräch für 5 Minuten und wechseln dann den Gesprächspartner mit 6 gegebenen Fragen oder Themen. Uns wurde damit gezeigt, wie wir Informationen in einer recht entspannten Atmosphäre bekommen und uns aktiv unterhalten. Die 2 Ideen werde ich auch in den Unterricht einführen und ausprobieren.

Die Gruppe der Lernenden ist recht multikulti. 4 Türkische Grundschullehrer, 3 italienische Lehrer, eine finnische Kollegin aus der Erwachsenbildung und ich. Wir nutzen eine gemeinsame Sprache nämlich Englisch.

Theorie gehört immer zum Unterricht. Das Ziel ist, uns klar zu machen, dass die Zeit die Dinge ändert und dass wir Digitalisierung richtig nutzen und verwenden sollen.

Dann haben wir die Zeit intensiv genutzt, um 2 Tools kennenzulernen und zu probieren. Klugerweise hat Katarina sich mit einer Präsentation vorgestellt. Es geht um sie persönlich und ihr Land Kroatien. Danach hat sie uns zum „Spielen“ eingeladen mit Internetzugang. Das Spiel heißt „Kahoot“. Es war ein Quiz über Paris und wir haben lebhaft gespielt und gelacht. Als Schüler praktisch haben wir zum ersten Mal die Gelegenheit gehabt Kahoot kennen zu lernen. Als Lehrer sollen wir demnächst Kahoot auch nutzen. Wir haben Schritt für Schritt gelernt, wie man selber ein Quiz erstellen kann und präsentieren kann. Es war gar nicht schwierig und ganz lustig.

Edmodo ist eine Plattform zwischen Lehrer und Schüler. Man kann Eltern auch dazu einladen. Um Papier oder E-Mails zu reduzieren oder vermeiden, ist es sinnvoll, Nachrichten, Informationen oder Hausaufgaben auf der Plattform mitzuteilen. Die Nutzung ist auch einfach. Es gibt sogar verschiedene Sprachmöglichkeiten. Unsere erste Aufgabe ist als Klasse edmodo zu nutzen, da wir die Präsentationen von Katarina für die ganze Woche auf dieser Plattform zugespielt bekommen. Man kann auch als Nutzer mehrere Klassen errichten und verschiedene Nachrichten hinterlassen. Wie ich als Lehrer dort meine Ressourcen zu teile, habe ich noch nicht rausgefunden, und verbliebt als meine heutige Hausaufgabe. Zuletzt haben wir einen kurzen Film gesehen, wie stark Südkorea in die Digitalisierung investiert hat und darauf Wert legt. Also ein Denkanstoß für uns, zumindest für heute.

3. April 2018, Dienstag

Einen Plus-Punkt bekommt Katarina dafür von mir, dass sie einen durchdachten und abwechslungsreichen Kurs gestaltet.

Durch einen „Eisbrecher“ hat sie uns in Gruppen geteilt. Sie nutzt die Rolle des Dramas. Wir können zuhause unseren Schülern auch Beispiele geben wie Sonne, Meer, Berge und Mond.  Jeder sucht für sich das passende aus und erklärt den Grund. Jeder darf ergänzen, fragen und argumentieren.

Eine Umfrage oder ein Selbsttest wurde in die Runde gestellt, wie intelligent wir sind. Wie können wir unsere Intelligenz wahrnehmen und erkennen und nutzen?

Die Antwort ist wie folgt:

Das aller wichtigste praktische Teil ist animoto. Mit dem Tool kann man Videos erstellen. Uns wurde detailliert und individuell gezeigt und geholfen, wie es geht. In der kurzen Zeit habe ich sogar mit vorhandenen Bildern auf dem Laptop einen kurzes, einfaches aber funktionierendes Video erstellt. Ein gutes Gefühl habe ich. Mit www.ed.ted.com kann ich wiederum einen Unterricht mit einem Video erstellen. Die Schritte sind auch einfach dargestellt.

Das nächste Thema, das richtig Zeit und aktive Nerven gekostet hat, war die Frage: wie sieht eine Traumschule in 10 Jahren aus? Wir haben in 3 Gruppen Bilder gemalt, natürlich mit eigener Interpretation. Sehr interessant war das. Eine Kollegin hat uns ihre Traumschule bei Youtube gezeigt, die fortgeschritten, intakt und vorhanden ist. Faszinierend. Bei Youtube soll man „super Quark“ eingeben.

Zuletzt haben wir uns eine lustiges altes Video mit dem Thema „Debatte“ angeschaut und danach selber eine Diskussion geführt. Eine Frage ist: was ist besser? Lehrer oder Google. Für und Gegen, pro und kontra. Die Punkte wurden ausgelistet und 2 Gruppen verteidigten die Meinungen. Am Ende haben wir die Zusammenfassung:

Nur Google reicht nicht aus zum Lehren oder Lernen, aber Lehrer ohne Google gehen nicht mit der Zeit, und das geht nicht.

Hier füge ich ein Bild dazu, das ich gestern beim Vorbeigehen gemacht habe. Das alte Gebäude steht meiner Wohnung gegenüber und vermittelt mir einen Eindruck, wie die Nacht an der Straße aussieht, ziemlich klassisch, immer noch traditionell und halt ein Stück Großstadt.

4. April 2018, Mittwoch

In der Warm-Up Phase haben wir einige Spiele ausprobiert.

Rollen Wechseln ist ein gutes aber schwieriges Thema. Katarina hat uns eine Frage bzw. eine Szene dargestellt und 3 Kollegen Rollen gegeben. Sie machten spontan ein wunderbares, lustiges aber praxisnahes Thema. Da habe ich mitgelernt, wie sie Bilder und Musik zur Demonstration geschickt benutzt hat.

Die Krawatte war das zweite gute Beispiel, um ein Gespräch in Gang zu halten, ohne Zwang. 2 Gesprächspartner schreiben auf der gebastelten Krawatte ein paar Sätze über sich, gern mit falscher Informationen und suchen dann die richtigen bzw. die falschen Aussagen. In kürzester Zeit haben wir uns nach 2 Tagen noch näher kennengelernt.

Ein Modell wurde uns gezeigt, wie man in Amerika längst die Unterrichtszeiten teilt, dabei man die praktische Zeit zuhause online verbringt. Da sind wir aber skeptisch, ob es einfach einzuführen ist und welche Nachteile es geben könnte. Das passende Lesematerial von Katarina war auch nicht schlecht.

Es heißt auf Englisch“ blended learning“.

Den praktischen Teil des Tages haben wir auch erlebt, wie man ein Blog mit WordPress schreibt. Aber ich habe es festgestellt, dass ich neues Equipment brauche, da mein Laptop und mein Handy nicht so funktioniert haben. Entweder hat mein Browser die Webseite nicht akzeptiert oder war es irre langsam. Die deutschen Kunden müssen für die kostenlose Version bezahlen. Es ist sehr interessant zu erfahren, weil meine Nutzer-Sprache automatisch gewählt wurde und ich bezahlen muss.

Ein paar Bilder füge ich hierzu, wie wir lebendig ein paar Unterrichtsideen schnell ausgedacht haben und präsentiert haben. Es hat mich sehr bereichert und mir riesen Spaß gemacht.

Für die Rest Zeit war ich einfach ein Tourist. Ich habe meine Aufgabe gut erledigt, weil ich so viel gesehen habe, so viel gelaufen bin und richtig reif für die Bettruhe bin. Jetzt gehe ich schlafen, nachdem ich meine Eindrücke von der Stadt kurz festhalte!

5. April 2018, Donnerstag

Als „Eisbrecher“ haben wir ein simples und lustiges Spiel gemacht, das uns in Bewegung gehalten hat, sodass alle aktiv geworden sind. Eine Person fragt im Zentrum eines Kreises, ob eine Aussage zustimmt. Die Zuhörer wechseln Plätze, wenn ja. Schnell mussten alle mal die Rolle übernehmen und alles war im Fluss. Man kann auch dadurch die Meinungen oder Vorlieben der anderen wahrnehmen. Schnell wurden wir wortwörtlich „warm“.

Drama wurde danach in den Kurs eingeführt, die Definition, die Herkunft, die Formen und die Einführung. England hat zuerst Schwerpunkt daraufgelegt, vermutlich wegen Shakespeare.  Jeder Teilnehmer erzählte ein wenig von eigenen Erfahrungen, Kritiken oder Beispielen. Ich muss gestehen, dass unsere Lehrbücher für die Kurse Drama hundertprozentig unterstützt haben. Ich schätze es sehr und habe meine Erfahrung in der Runde gern geteilt.

Die nächste Aufgabe ist, uns in zwei Gruppen zu teilen, vor allem nach Geschlecht. Also zwei Gruppen, da wir 3 männliche Kollegen haben. Die Frauengruppe stellt sich als Männer vor und soll sich über Frauen beschweren. Andersrum haben die männlichen Kollegen die andere Aufgabe.  Wir sind zum Ergebnis gekommen, dass wir das andere Geschlecht gut verstehen können und unsere Rollen wechseln können. Als Ergänzung war ein Video zu sehen, wie ein amerikanischer Professor das Gehirn von Männer und Frauen darstellt. Es ist die Realität.

Ein Thema sollten wir damit bearbeiten, wie wir schüchterne Schüler motivieren, auf der Bühne des Dramas mitzuspielen. Alle „Hüte“ übernommen die jeweiligen Aufgaben und haben aktiv Vorschläge gegeben. Es war interessant und bereichernd die Erfahrungen zu sammeln.

Es ging danach um Gehirn-Hüte, wie wir denken, so wie wir denken. Ein Bild erklärt das Wort gut.

Das heutige große Thema war, Vorteile und Nachteile des jeweiligen Bildungssystems des Landes zu nennen, als Anstößen. Alle erzählten, berichteten eigene Erfahrungen, Informationen und gaben Vorschläge. Eigentlich habe ich den Eindruck, dass wir als Lehrer mit unserem Job als Lehrer schon zufrieden sind, aber nicht mit der Realität, wie die Bildung im Land läuft. Sorgen, Kummer und Verbesserungsvorschläge wurden in den Raum gestellt. Das heißt mit einem Schlusswort: wir lieben unsere Arbeit und wir haben viel zu tun.

6. April 2018, Freitag

Es war das schönste Wetter heute hier seit fast einer Woche, sonnig und mild.

Gut gelaunt haben wir den Tag mit einer Aktivität gestartet. Das Thema war, einen vergangenen Tag hier in Paris zu beschreiben, gern mit Bildern. Einige Kollegen haben die Aufgabe zusammen erledigt, da sie fast immer als Gruppe unterwegs waren. Z.B. haben sie den ersten Tag ausgesucht. 4er Gruppe, ein Mann dabei, war sicherlich interessant. Selkan hat 3 lachende Frauen und einen kleinen weinenden Mann gemalt und meinte damit, dass er viel mitgelaufen ist und die Stadt faszinierend und verwirrend groß ist. Seine Rolle war schwierig zu beschreiben. Ich habe meinen gestrigen Tag beschrieben und meine Erfahrungen mit den Kollegen geteilt. Die Zeit habe ich sinnvoll genutzt und genossen. Lustig fand ich, dass die Kollegen sehr einfallsreich sind und jeder eigene Art und Schwerpunkte hat, zu erzählen.

Die Gruppenarbeit danach war für uns eine ganz neue Erfahrung, wie wir eine Geschichte gemeinsam schreiben, mit einer begrenzten Anzahl von Worten. Wir waren 2 Gruppen, guter Lehrer und böser Lehrer.

Auch wenn die Geschichten zum Schluss bizarr waren, haben wir es festgestellt, dass es um kooperative Zusammenarbeit geht und nicht (wenigstens nicht so sehr) um Logik und Sinn geht.

Trotzdem haben wir interessante Geschichten „erfunden“

Ein Programm namens „zamzar“ kann uns helfen, die Formaten einer Datei zu wechseln, sodass wir mühelos die gewünschten Dateien haben. Zur Probe haben wir Bilder transferiert. Es ging recht einfach, wieder eine gute Idee.

„Instagok“ kann uns zeigen, wer mein Web gelesen hat. Katarina hat uns grob gezeigt, wie es ging. Das Problem war, dass es nicht für jedes Land eine Version gibt. Erfahrungen müsste ich zuhause in Ruhe sammeln.

7. April 2018, Samstag

Das erste Thema mit ICT war webquest. Mit dem Programm kann man Unterrichtsentwürfen suchen, finden und nutzen. Es gibt weltweit schon viele Ressourcen von vielen Lehrer, die Ideen und Pläne online geteilt haben. Zuerst muss man natürlich wissen, was man sucht und dies findet und vielleicht ausprobiert. Immer 5 Schritte vollenden einen Unterricht. Probleme hatten wir eher damit, ob wir unsere Sprachversionen finden. Zum Beispiel habe ich nichts auf Deutsch und chinesisch gefunden. Auf Englisch sind Informationen jede Menge vorhanden. Ein Beispiel war etwas über Herz, wenn man Herz im Unterricht als Thema hat. Auf Englisch habe ich ausprobiert mit „Hands“ und habe „wie man Hände wäscht“ gefunden. Hilfsreich war es schon. Hoffentlich entwickelt sich das Programm rasant weiter.

Socrative ist vergleichbar mit Kahoot. Als Student oder Lehrer kann man sich einloggen. Wir haben zum Beispiel das Konto von Katarina genutzt und zusammen ein Quiz gemacht. Sie hat als Lehrer kontrolliert, wie wir waren. Eine Online-Rückmeldung zum Lerninhalt haben wir auch durchgeführt. Selbstverständlich können wir eigene Antworten geben ohne Muster. Eine ganz neue Perspektive!

Die kooperative und die letzte Arbeit war Inspirationen sammeln, wie wir in den nächsten 6 Monaten Drama in unsere Schulbildung einführen. Überraschend haben wir viel gefunden und gepostet. Die Zeit verging so schnell und wir waren unheimlich aktiv.

Das Produkt sieht so aus:

Heute habe ich noch einen halben Tag für Paris und meinen Aufenthalt. Morgen geht es zurück nach Hause. Ich bin beeindruckt und fasziniert und auch sehr dankbar.