Yoga and Meditation for Educators: Be a Great Teacher, Be Your Best Self in Dublin

7.7.2025 – 12.7.2025

von Silke Seeling

Das Allerbeste und ich finde Wichtigste solch eines Projektes ist die Völkerverbindung und das Verständnis für andere Menschen und Kulturen!

Wir waren 13 Teilnehmer, neben mir noch 2 weitere aus Deutschland: Kassel und Leipzig. Die Spanier und Portugiesen konnten sich sprachlich besonders gut untereinander verständigen. Außerdem gab es noch 3 Teilnehmer aus Italien.

Das Wetter in Dublin war außergewöhnlich warm und trocken.

Der Montagabend war geprägt von vielen neuen Eindrücken: neue Lehrkräfte, eine spannende internationale Gruppe, ein erster Überblick über die Lehrinhalte sowie eine Einführung in die Veranstaltungsräume – und all das auf Englisch.
Auch abseits des Unterrichts gab es viel zu entdecken – insbesondere dabei, sich im neuen Alltag zurechtzufinden.

Am Nachmittag fand dann in den Räumen der Akademie eine kleine Messe mit kulinarischen Köstlichkeiten aus den Heimatländern aller Teilnehmer der Akademie in der Woche statt.

Am Abend gab es dann eine schnelle Stärkung – traditionelles Irish Stew. Auch wenn es nicht ganz meinem Geschmack entsprach, war es eine interessante kulinarische Erfahrung.

Ich hatte das Gefühl, dass sich ab Mittwoch langsam eine gewisse Vertrautheit mit allem einstellte. Die Temperaturen stiegen an, wir konnten die Yogaeinheiten nach draußen verlegen und auch der morgige Schulweg in der noch kühlen Luft war einfach umwerfend, da die Akademie in einer schönen Umgebung liegt.

Abends stand dann Tanzen auf Irisch auf dem Programm, mit circa 20 Personen und einem sehr enthusiastischen Iren.

Bereits nach einer Stunde herrschte eine freundschaftliche Atmosphäre in der Gruppe, alle lachten, trotz der Hitze im Raum.

Die ersten drei Tage des Kurses haben wir viel meditiert, was ich ganz sicher in meine Kurse bei der vhs mitnehmen werde; genauso wie das sogenannte Yin Yoga.

Zwei Praktiken, die viel Ruhe in meinen Unterricht bringen werden und ganz sicher zur Entspannung der Teilnehmer führt.

Unsere Lehrerinnen Susan und Amy haben sehr viel Wert auf Meditation gelegt, um vor den Yogaeinheiten im Raum anzukommen und sich zu entspannen.

Der Atem, die Brücke zwischen ‚Mind‘ und ‚Body‘ kommt durch die Meditation zur Ruhe.

Eine ruhige, tiefe Atmung kann sogar lebensverlängernd wirken: Susan brachte das Beispiel eines schnell hechelnden Hundes, der ja bekanntlich nicht älter als 20 Jahre wird. 

Meditation sollte geübt werden, da es nicht so leicht ist, den unruhigen rastlosen Geist zur Ruhe zu bringen und die Gedanken kommen und gehen zur lassen.

Alles hat Zeit bis nach der Meditation.

Hilfsmittel können z.B. die sogenannte ‚Boxatmung‘ sein, bei der man sich einen Kasten vorstellt mit 4 Stufen zum Einatmen, vier Stufen zum Anhalten des Atems, vier Stufen zum Ausatmen und vier Stufen zum Atem anhalten.

Relativ ausführlich haben wir uns auch mit Yin Yoga beschäftigt.

Yin symbolisiert dabei das schwarze, weibliche Element; Yang das weiße, männliche.

Etwas Yin ist immer im Yang-Element und umgekehrt; symbolisiert durch kleine Punkte in schwarz bzw. weiß. 

Yin und Yang repräsentieren dabei die Dualität, die zwei unterschiedlichen Charaktere in uns, die in Harmonie gebracht werden können und sich gegenseitig ergänzen.

Dabei haben wir fünf Asanas praktiziert: den Meditationssitz, die Herzöffnung mittels einer großen Rolle unter dem Rücken, die Drachenhaltung, den sogenannten Schwan und eine Twisthaltung.

Nicht zu vergessen das sogenannte Shavasana, die Ruhehaltung, die grundsätzlich nach den praktizierten Asanas geübt werden sollte.

Obwohl ich schon lange Yoga praktiziere, war es trotzdem sehr bereichernd, die Yogaeinheiten mit den drei Kriegern, der Berghaltung, dem herabschauenden Hund und der Kobra (um nur einige der praktizierten Asanas zu nennen) von Susan und Amy angeleitet zu bekommen. 

Ab Donnerstag wurden wir auf unsere Abschlussprüfung am Freitag vorbereitet, was auch spannend zu beobachten war, da wir in Gruppen zusammenarbeiteten. Ich fertigte zusammen mit Teilnehmern aus Italien an der Ausarbeitung. In meiner Gruppe trafen unterschiedliche Herangehensweisen aufeinander. Gemeinsam konnten wir eine gelungene Ausarbeitung erstellen. Freitag fand dann nach der Meditation bei herrlichstem Wetter die Präsentation jedes einzelnen statt.

Nach bestandener Prüfung gab es dann die Zertifikate. Susan und Amy haben wohl noch nie so viele Fotos machen müssen.

Hier ein Video von der kleinen Feier, wo dann vor Freude auch noch getanzt wurde. 🙂 

Abends hat sich dann der größte Teil der Gruppe in Amy’s Restaurant zum Essen getroffen.

Habt tausend Dank für alles und, dass ich das erleben durfte!