Microsoft for Education: Powerful Tools to Create, Share and Inspire, Dublin

von A. P.

Mo, 1. April 2019

Mein erster Kurstag in Dublin begann um 9 Uhr am ULearn Institut. Wir sind nur fünf Teilnehmer/innen: zwei aus Spanien, eine aus Finnland und zwei aus Deutschland.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, in der wir unsere kurzen Präsentationen zu unserem beruflichen Umfeld zeigten, wurden wir in die Welt der Microsoft Tools eingeführt. Es begann damit, dass wir alle bei OneDrive angemeldet wurden, wo wir den Umgang mit OneNote Online kennenlernten:

OneNote scheint ein gutes Programm zu sein, um Materialien (Links, Dokumente, Bilder, Videos) hochzuladen, zu ordnen und mit anderen zu teilen. So haben wir unterschiedliche Seiten mit Unterrichtstipps und Ratschlägen für einen Dublin-Besuch erstellt:

Try the Ambassador Programme at the Little Dublin Museum. You meet a Dubliner and have tea in a posh hotel (here the Merrion Hotel) – and it is all for free!

https://www.littlemuseum.ie/visit-the-museum/city-of-a-thousand-welcomes

Wir trugen unsere Erwartungen an den Kurs ein:

Expectations :

  • Learn about Microsoft tools, e.g Microsoft Sway, OneNote, Teams, Forms, Video/Stream,
  • How can you link all these programmes to Microsoft Teams
  • Powerpoint presentations integrated into Sway
  • Insert videos etc in powerpoint presentations
  • Get to know other teachers
  • Improve English
  • Enjoy Dublin culture
  • Contact companies

Unser Lehrer Dr. Robert Schwamborn gab uns nützliche Tipps zum Erstellen kurzer Videos, die den Bildschirmverlauf zeigten:

https://screencast-o-matic.com/

  • Document every step of the procedure by recording the screen.
  • Add file to OneNote (create new page if needed) add comments in OneNote

Außerdem bekamen wir zwei Links zum Unterrichten mithilfe von englischen Popsongs:

http://www.tuneintoenglish.com/

https://lyricstraining.com

Im zweiten Teil des ersten Kurstages bekamen wir einen Zugang zu Microsoft Tools (https://www.office.com/) und lernten über verschiedene Aufgaben den Umgang mit Word – teilweise online, teilweise offline. Dabei legte unser Lehrer den Schwerpunkt auf das Formatieren von Dokumenten, was für meine Arbeit nicht so ergiebig war.

Di, 2. April 2019

Heute ist unser zweiter Fortbildungstag in Dublin.

Es ist kühl draußen, aber die Sonne scheint. Wir sind fünf Kursteilnehmer: Jose und Pedro aus Spanien, Anna-Mari aus Finnland und Serena und ich aus Deutschland.

Heute Vormittag sitzen wir an unseren Laptops und bearbeiten verschiedene Übungen, die sich mit dem Word-Programm beschäftigen. Die Übersetzungsfunktion finde ich sehr interessant und werde wahrscheinlich für meinen Unterricht einsetzen. Allerdings gibt es diese Funktion nur online.

Eingang zu unserer Schule

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eingang zu unserem „Klassenzimmer“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Viele andere Word-Funktionen sind für mich nicht so interessant, weil sie für meine Arbeit, wie z. B. das Erstellen von Arbeitsblättern, unwichtig sind und nur viel Zeit bei der Anwendung kosten.

Wir bekommen einen interessanten Link zur Wettervorhersage in Irland:

https://www.met.ie/

Auf der Website kann man die Regenwolken und deren Verlauf sehen. Das könnte während eines Aufenthalts in Irland interessant sein.

Im zweiten Teil des Unterrichtstages lernten wir den Umgang mit Powerpoint und bekamen verschiedene Tipps für das Layout von Powerpoint-Präsentationen. Dazu gab es Übungen, die wir unter Anleitung machten.

Für mich waren die Hinweise hilfreich, die sich auf die Gruppierung von Grafiken bezogen. Zusätzlich bekamen wir unterschiedliche Tastenbefehle, die auch für Word benutzt werden können.

Hier ist eine Vorschau der Tastenbefehle:

Slide show tricks:

  • Press “W” to white out your screen
  • Press “B” to blank out your screen
  • Press “Esc” to come back
  • Press “Ctrl+P” to activate pen
  • Press “E” to erase
  • Press “Ctrl+I” to activate highlighter
  • Press “+” and “-” to zoom in or out

Am Nachmittag bekamen wir eine vorzügliche Stadtführung durch Dublin – Hagelschauer inbegriffen. Am eindrucksvollsten fand ich die Oscar Wilde Statue im Merrion Square, die aus verschiedenen Steinen besteht (Granite, charnockit, jadeite, nephrite jade, porcelain, quartz und thulite).

Mi, 3. April 2019

Heute war mein dritter Fortbildungstag in Dublin.

Wir lernen in der ersten Stunde, wie man Quizes oder Fragebögen unter Microsoft Forms erstellt. Nachdem wir eine Einführung  in die wesentlichen Funktionen bekamen, erstellen wir selbst eifrig unsere Quize. Das machte uns Spaß und war eine große Bereicherung für unsere Arbeit. Hier können verschiedene Quizes abgerufen werden:

Irland-Quiz:

https://forms.office.com/Pages/ResponsePage.aspx?id=LJoTeh7P20q00n0y4BnAC6d5JfaLvp9Eoi-EvU_Z5NZUMVVXTUpRRjQ0V0pFTU9SUlVYQ1Y3Q0c4Si4u

London Quiz:

https://forms.office.com/Pages/ResponsePage.aspx?id=jG4GP5WDHEqtxoS67Q4HnvdVcsdXtyhAvXujq99XZ45URU1YUzgwVlBPUUNKUFZPQ1QxT0VVUkw1QS4u

Nebenbei bekamen wir einen Link für ein Video, das verschiedene Methoden zum Eierbemalen zeigt:

25 Easter Egg Coloring Tips | Learn How To Dye Easter Eggs By Crafty Panda:

https://www.youtube.com/watch?v=Y67MIxA0zGU&feature=youtu.be

Oder über eine To-Do-Liste (Wunderlist)

https://www.wunderlist.com/de/

Voraussetzung für die Bearbeitung der Quizes im Englischunterricht ist die Verfügbarkeit von technischen Geräten wie z. B. Handys oder Tablets der Teilnehmer/innen oder ein Smartboard, wenn die gesamte Lerngruppe gemeinsam die Quizfragen beantwortet. Das wäre für meine Arbeit an der Volkshochschule in Damp-Vogelsang schwierig, weil wir technisch nicht so gut ausgerüstet sind.

Später lernten wir den Umgang mit Microsoft Sharepoint, eine  Internet-Plattform, über die man sich innerhalb von Gruppen austauschen kann. So lassen sich Dokumente, Videos, Bilder und auch ganze Internetseiten austauschen. Unsere finnische Kollegin benutzt Microsoft Sharepoint ständig als Kommunikationsplattform mit ihren Kollegen/innen und Schülern/innen.

Als Aufgabe für Microsoft Sharepoint sollten wir eine neue Internetseite über ein beliebiges Thema  kreieren und dabei möglichst viele Möglichkeiten ausprobieren. Ich entschied mich für eine Seite zum Thema What to do in Kappeln und es gelang mir, Bilder, Texte und Links in die Seite einzubetten:

https://europasscse.sharepoint.com/sites/MyTeamWebsite/SitePages/Things-to-do-in-Kappeln.aspx?web=1

Gegen Ende des Fortbildungstages kehrten wir wieder zurück zu Microsoft OneNote. Dort wurden unsere Ergebnisse z.T. gesammelt und wir bekamen die Aufgabe, ein digitales Aquarium zu erstellen.

Man kann sich meins ansehen unter: https://onedrive.live.com/redir?resid=AB74DDC53B234A7%21442&page=Edit&wd=target%28Aquarium.one%7Cf3323b3c-cf51-475d-a92f-e4776e7d080a%2FAnnelene%27s%20Aquarium%7C5573f998-f7d3-4ca3-b0cd-f884da2a33ce%2F%29

Am Nachmittag besuchte ich das Science Museum beim Trinity College. Der Eintritt war kostenlos und es gab vor allem digitale Projekte zu bestaunen. Eindrucksvoller war ein Blick in das Institut für Geographie und Geologie am Trinity College:

Außerdem besuchte ich das Irish Writers Museum (Eintritt 6,30 Euro), dessen Besuch wirklich sehr lohnenswert war.

Institut für Geographie und Geologie am Trinity College

Donnerstag, 4. April 2019

Heute war das Thema Microsoft Teams Basics an der Reihe. Wir wurden alle unter MicrosoftTeam als Gruppe angemeldet.

Wir lernten, wie wir Material unter Kollegen digital austauschen können. Es hat mich sehr an Microsoft SharePoint erinnert.

Dann wurden wir in die Benutzung von Microsoft Teams eingewiesen. Folgende Vorteile bringt der Einsatz der MicrosoftTeam Seite:

  • Advanced search function (e.g. by time)
  • Add tags (e.g. important, to do, etc).
  • Password protect sensitive parts.
  • Record audio: typing any notes while speaking will link notes to audio recorded at the moment of typing.
  • Linked Notes: connect documents/internet pages to OneNote
  • Export or Send to share content in different formats (e.g pdf, Word)
  • Sending content from Word to OneNote: you can also use the Print function
  • Share via OneDrive (or SharePoint)

 

Wir übten uns darin über MicrosoftTeams, zu chatten und anschließend Aufgaben einander digital zuzuschicken. Die Aufgaben gingen von: “Find the lyrics of the Molly Malone Song” bis “Send in a map of Ireland” oder “Make a mindmap of Dublin”. Nachdem die Lösungen eingesandt wurden, schickten wir Rückmeldungen an die Kursteilnehmer. Wir lernten über diese Plattform Termine zu machen oder uns über Apps auszutauschen. Eine sehr brauchbare App finde ich, ist MindMeister, über die man sehr schnell und einfach Mindmaps erstellen kann. Dies ist für meinen Unterricht brauchbar.

Unsere finnische Kollegin zeigte uns in einer Präsentation den praktischen Nutzen der Plattform MicrosoftTeams: Verschiedene Klassen, Lern-, Projekt- oder Arbeitsgruppen sind dort angemeldet und tauschen Materialien über die Plattform aus. Die Aufgaben für die Schüler werden an ihrer Schule nur noch digital gestellt und nach der Bearbeitung bekommen die Schüler Feedback vom Lehrer. Klassenarbeiten und Tests werden nur noch digital bearbeitet (inkl. finnische Abschlussarbeiten).

Sie bemängelte die Langsamkeit der Microsoft Tools. Dieser Kritik kann ich mich anschließen.

Nach Unterrichtsschluss habe ich mit meiner Kollegin das Trinity College besichtigt (Book of Kells) und wir haben die Charity Shops nach englischsprachiger Literatur durchforstet. Bei Lidl und Aldi habe ich Prospekte für meine Englisch-Klasse eingesammelt, um sie für meinen Kurs in der kommenden Woche einzusetzen (Thema: Shopping).

Grafton Street heute Nachmittag

Freitag, 5. April 2019

Am Anfang des Tages zeigte uns unser Lehrer, wie man eine Email Signatur erstellt. Ich denke, diese Funktion ist lediglich für Unternehmensleiter/innen interessant.

Wir wurden anschließend in das Erstellen und Hochladen von Videos unter MicrosoftStream. Als Aufgabe sollten wir ein Video erstellen oder einen Link zu einem Video unter MS Stream hochladen. Wir lernten u.a., wie man die Videos über diese Plattform beschriften oder bearbeiten kann. Die Videos, die wir uns anschließend über MS zuschickten, kommentierten wir. Am Abend zuvor waren wir mit allen Kursteilnehmern im Devitts Pub in Camden Street, wo wir bei irischer Live-Musik fröhlich feierten. Dabei entstand ein Video, das wir dann unter MSOneNote herunterladen konnten. Ein Nachteil von MS-Stream ist aber, dass  Videos auf YouTube können nicht  heruntergeladen werden können. Man muss sie erst vorher konvertieren und abspeichern.

Im zweiten Teil unseres Fortbildungstages lernten wir den Umgang von MicrosoftSway. Diese App eignet sich für das Storytelling, das Erstellen von Blogs oder Anleitungen mit Bildern. Dabei liegt die Visualisierung im Vordergrund. Eine Auswahl von verschiedenen  Designs ist vorgegeben und man kann unter dem  Menüpunkt  Storyline unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Die App ist ähnlich wie MS-Powerpoint mit dem Unterschied, dass wesentlich weniger Funktionen zum Format vorhanden sind. Das hat zur Folge, dass ein Thema relativ schnell unter MS-Sway dargestellt werden kann. Es eignet sich dazu, Vorträge ohne Presenter, d.h. ohne dass ein wirklicher Vortragender präsentiert, vorzustellen.

Wir bekamen anschließend die Aufgabe, eine Storyline zu erstellen, die unseren Aufenthalt in Dublin und die Lerninhalte unseres Kurses behandeln. Dabei sollten wir nicht nur Texte und Bilder einbinden. Anschließend sollten wir die Storylines mit den anderen Teilnehmern teilen. Hier ist ein Beispiel unserer Storylines:

https://sway.office.com/5jB8ITEPsyWTBkMp?ref=Link

Heute war unser letzter Unterrichtstag. Wir wurden um ein online Feeback gebeten. Ich bin dankbar für die Tipps bzgl. der Benutzung von Microsoft Powerpoint, insbesondere der Tastenbefehle. Die Microsoft OneNote finde ich auch sehr nützlich, um Materialien abzulegen und zu teilen. Vielleicht werde ich sie mit meinem VHS-Kurs nutzen. Außerdem kann ich die App MicrosoftForm gut nutzen zur Erstellung von Quizzes, Umfragen, Bewertungen etc.

Morgen ist eine ganztägige Exkursion an die irische Westküste geplant. Mehr davon morgen …

Samstag, 6. April 2019

Barack Obama in Moneygall (Man beachte die irische Schreibweise!)

Heute stand ein Tagesausflug an die irische Westküste auf dem Programm. Wir waren ca. 35 Personen im Bus. Unser erster Stop war Barack Obama Plaza in Moneygall. Sie liegt an der M7 in County Tipperary und bietet neben einer Tankstelle und verschiedenen Restaurants ein kleines Museum, das an Barack Obamas Besuch während seiner Wahlkampagne 2011 erinnert. Außerdem gab es Exponate zu J.F. Kennedy, der auch irische Vorfahren hatte. Die Bedeutung Irlands wurde uns verdeutlicht: Irland hat ca. 4,5 Mio. Einwohner, aber ca. 35 Mio. Menschen mit irischen Vorfahren leben in den USA.

Weiter ging es zu den Cliffs of Moher, wo wir die grandiose Landschaft bewundern konnten und uns im Infozentrum über die Entstehungsgeschichte informieren konnten. Weitere Stops waren die Karstlandschaft The Burren und Galway.

 

Fazit

Die Woche in Dublin war sehr lehrreich für mich. Ich lernte den Umgang mit verschiedenen Microsoft Apps (Word, Powerpoint, OneNote, Share, Team, Form, Sway …) und werde sicher einige in meiner kleinen Englisch-Lerngruppe einsetzen, z. B. als Quiz. Die Umsetzung ist allerdings begrenzt, da unser Raum über keine Smartboard verfügt. Nebenbei lernte ich weitere Apps kennen, die ich für meine Arbeit sehr nützlich finde, z. B. MindMeister oder Quizlet. Neben den digitalen Inhalten lernte ich viel über die Landeskunde in Irland (Politik, Geographie, Kultur) und knüpfte Kontakte zu spanischen und finnischen Lehrkräften. In meinem VHS Kurs werde ich mitgebrachtes Material einsetzen (z.B. die Aldi-Broschüre). Alles in allem sehr lohnenswert!

 

Irland: There is an App for that!

von S. H.

Montag: 29.04.2019

Ich bin froh, dass ich schon ein paar Tage in Dublin hatte um die Stadt schon ein bisschen kennenzulernen bevor heute der Kurs begann.

There’s an app for that! Exploring the best apps for teaching and student learning – so heißt der einwöchige Kurs, den ich hier in Dublin besuche. Schon im Vorfeld war alles sehr gut organisiert. Wir bekamen eine klare Email, wo wir uns wann einzufinden hatten und dazu den genauen Stundenplan für die Woche. Woher diese klare Strukturierung vielleicht kam, ist mir heute im Kurs klar geworden – der Kursleiter ist Deutscher. Der Kurs findet aber natürlich auf Englisch statt.

Unsere Gruppe mit 11 Teilnehmenden ist recht international – 2 Spanierinnen, 1 Türkin und 2 Türken, 2 Österreicherinnen und 4 Deutsche. Dabei sind alle Schularten von der Grundschule bis zum Gymnasium und der vhs vertreten.

Am ersten Tag tauchten natürlich noch einige technische Probleme auf, denn alle waren aufgefordert worden, Laptop und Smartphone mitzubringen für den Unterricht. Der Kursleiter war sehr kompetent und hilfreich bei all den Problemen, hat aber nie seinen Unterricht und seine Ziele für den ersten Tag aus den Augen verloren.

Zunächst haben wir uns einige Tools angesehen und ausprobiert, um Informationen mit anderen zu teilen, als Beispiele OneNote (fürs Sharing braucht man die Online Version https://onedrive.live.com/, Screencast-O-Matic https://screencast-o-matic.com/ und Nearpod  www.nearpod.com.

Auf Nearpod haben wir dann jede/r unsere zu Hause vorbereitete Powerpointpräsentation hochgeladen (das dauerte allerdings insgesamt recht lange) und so der Gruppe uns, unsere Schule und unsere Stadt vorgestellt. Dabei konnte jeder auf dem eigenen Laptop alle Präsentationen sehen und zusätzlich auf dem Smartboard vorn. Abgerundet wurden die Präsentationen durch kleine Aufgaben für die Zuschauer – Quizze, Open-Ended Questions und Lückentexte, die wir selbst im Kurs zu unserer Präsentation hinzugefügt haben.

Mit Wheeldecide https://wheeldecide.com wurde ein Rad gedreht und der/die jeweils nächste Referent/in ermittelt.

Der Kurstag endete mit einem kurzen Überblick über einige Sprachlernapps, z.B. Lyricstraining (Songs und dazu Lückentexte in verschiedenen Schwierigkeitsgraden) https://lyricstraining.com/, Duolingo (gibt’s nur als App) und funeasylearn http://funeasylearn.com.

Der Kursleiter hat die Gruppe sehr kompetent geleitet, konnte auf alle Fragen eingehen und hat uns eine Fülle von Apps vorgestellt, so dass ich mich auf die weiteren Kurstage freue.

 

Dienstag: 30.04.2019

Heute fällt es mir richtig schwer, die einzelnen Programme, die wir ausprobieren, auseinanderzuhalten, da so viel Neues dabei ist.

Begonnen haben wir mit Classroom Management Programmen. Hierbei wies der Kursleiter darauf hin, dass es Sache der Schule bzw. des Bundeslandes sein muss, hier ein einheitliches Programm einzuführen, da sonst besonders Schüler und Eltern überfordert sind, wenn sie jeweils unterschiedliche Programme für jede Lehrkraft benutzen müssen.

Die gängigsten Programme sind wohl: edmodo.com, classroom.google.com und Microsoft Teams aus dem Office 365 Programm https://products.office.com/en-us/microsoft-teams/free.

Dies Thema war mehr für die Teilnehmenden interessant, die an regulären Schulen arbeiten, da die Arbeit mit Klassenarbeiten, Noten und Eltern für mich nicht von Bedeutung ist.

Interessant war für mich die App Office Lens, die es u.a. erlaubt, das Handy als Scanner zu benutzen (erhältlich im Microsoft Store).

Dann haben wir uns intensiv mit den verschiedenen Suchoptionen bei Google beschäftigt und Google Translate ausprobiert, wobei ich sagen muss, dass die Funktion sich in der letzten Zeit stark verbessert hat und gar nicht schlecht abschnitt.

Anschließend haben wir in Sway sway.office.com einen gemeinsamen Blog zum Thema ‚Europäische Essensspezialitäten‘ erstellt. Die Phasen, des Unterrichts, in denen wir selbst aktiv sein konnten und uns austauschen konnten, haben natürlich am meisten Spaß gemacht. Hier der Blog: https://sway.office.com/lSIGNxJREGFrD6gH.

Als Abschluss des Unterrichts haben wir interaktive Bilder mit Genial.ly https://www.genial.ly erstellt und ausgetauscht bzw. gemeinsam betrachtet.

Insgesamt sage ich – ein anstrengender Tag, der sich jedoch für mich auf jeden Fall gelohnt hat. Die Gruppe findet sich zusammen, jeder hilft jedem und es werden gemeinsame Aktivitäten geplant. Es macht Spaß, auch wenn einem am Ende der Kopf brummt vor viel Neuem.

 

Mittwoch: 01.05.2019

Heute habe ich am Ende des Unterrichts gedacht (und gesagt): „Das war ein toller Tag!“

Es ging los mit Augmented Reality; das Programm, das wir verwendet haben, hieß hp reveal https://studio.hpreveal.com/. Uns wurde zunächst am Stadtplan von Dublin das Prinzip vorgeführt, dass nämlich, wenn man das Handy mit der entsprechenden App über den Stadtplan bewegt, an vorgegebenen Stellen Texte, Bilder, Animationen oder Videoclips zu sehen sind. Anschließend haben wir selbst mit dem Programm gearbeitet und einen Gegenstand aus der Realität mit Animationselementen belegt, die zu sehen waren, wenn man mit dem Handy darüberfuhr.

Hieran schloss sich eine rege Diskussion an, erst paarweise, dann im Kurs, wozu man dies im Unterricht verwenden könnte. Die Vorschläge reichten von technischen Anweisungen, physikalischen Abläufen, chemischen Elementen, Geschichtsdaten, Landkarten mit Sehenswürdigkeiten bis zu Texten, denen man Leben einhauchen oder auch einfach Vokabeln hinzufügen kann. Man kann sozusagen aus einem normalen Lehrbuch ein e-book herstellen.

Weiter ging’s mit interaktiven Videos. Wir haben uns mit dem Programm Playposit https://www.playposit.com zunächst ein Video im Student Modus angesehen. Das Video wurde gekürzt und an bestimmten Stellen mit Fragen versehen (wenn eine Frage erschien, stoppte das Video und es ging erst weiter, wenn die Frage beantwortet war). Dann begann wieder der ‚Hands-on‘ Teil für uns. Wir haben uns auf Youtube ein Video ausgewählt, es gekürzt und mit passenden Fragen versehen. Dann haben wir alle Beiträge angeschaut und die Fragen beantwortet. Die Lehrkraft kann dabei sehen, wie lange die Schüler an dem Film gearbeitet haben, ihre Antworten (als richtig oder falsch) und ebenso Statistiken zur Beantwortung der Fragen.

Doch das Beste kam zum Schluss: im Programm Plickers www.plickers.com (auf Safari läuft’s leider nicht, da muss man einen anderen Browser nehmen) antworten die Schüler indem sie Karten mit Codes hochhalten , die die Lehrkraft dann mit dem Handy scannt und auf dem Smartboard erscheint dann die Auswertung, auch wieder mit grafischer Statistik. Wieder haben wir selbst auch damit Aufgaben erstellt und sie durchgespielt.

Dies Programm gefiel vielen von uns am besten, da die Schüler sich hierbei nirgends einloggen müssen. Dies haben wir als störend empfunden bei den Programmen, wo es nötig war. Umgehen kann man es, wenn die Schule entsprechende Logins bereitstellt.

Wir waren selbst einen großen Teil des Unterrichts aktiv und haben gemerkt, wie wichtig das ist, auch wenn es Zeit kostet.

Es war ein herrlich sonniger Tag heute (eine Ausnahme für Dublin), so dass wir die anschließende Stadtführung zu Fuß genossen haben. Ein Lehrer der Schule hat uns durch die Umgebung der Schule geführt und wir haben an vielen Stationen eine Menge über Irland gelernt.

 

Donnerstag: 02.05.2019

Heute haben wir uns noch mit drei weiteren Programmen beschäftigt, Demoübungen angesehen und dann selbst Übungen erstellt.

  1. Learning Apps https://learningapps.org/display?v=pgwfi0us519

In dem Programm gibt es zahlreiche Musterformen, nach denen man interaktive Übungen erstellen kann. Am interessantesten für die meisten von uns war die Vorlage Pferderennen: https://learningapps.org/display?v=pgwfi0us519. Hierbei ist anzumerken, dass nicht bei allen alles funktionierte und es teilweise Serverprobleme gab, wahrscheinlich weil alle in der Gruppe gleichzeitig an dem Programm gearbeitet haben. Woraus wir gelernt haben, dass man bei Online Übungen immer einen Plan B haben sollte. Der Kursleiter wies uns auch darauf hin, dass wir immer die Programme auf genau dem Computer ausprobieren sollten, auf dem sie dann gezeigt werden sollen, um vor Überraschungen geschützt zu sein.

  1. Quizizz https://quizizz.com

Hier kann man sich einzelne Fragen aus vorgefertigten Quizarten zusammenstellen. Es wird hierbei immer angezeigt, welcher Spieler wie viele Punkte hat (die Punkte werden nach Richtigkeit der Antwort und nach Zeit vergeben, und es gab großes Gejohle bei uns, wenn ein Spieler andere überholt hat.

  1.      Kahoot Wenn man hier den Spielcode eingeben möchte (z.B. als Kursteilnehmer) benutzt man die App bzw. verwendet den Link kahoot.it. Wenn man ein Spiel erstellen möchte, geht man zu https://kahoot.com/. Man kann Multiple Choice Fragen mit jeweils vier Antworten erstellen. Jede Antwort wird einem Symbol und einer Farbe zugeordnet. Die Kursteilnehmer sehen die Fragen und möglichen Antworten am Smartboard bzw. auf der Leinwand und haben selbst nur jeweils die vier Symbole/Farben auf ihrem Gerät und wählen das richtige aus.

Im Weiteren haben wir das Prinzip des ‚flipped classroom‘ kennengelernt. Gemeint ist, dass der Schüler den Stoff zu Hause als Video ansieht und im Unterricht dadurch Zeit für Projekte etc. ist. Wir haben ein Video gesehen, in dem das Prinzip in den höchsten Tönen gelobt wurde und dann ein zweites, das Hinweise gab, wie man den auftauchenden Problemen begegnen kann. Denn natürlich tauchen Probleme auf, z. B. dass Schüler aus diversen Gründen das Video nicht angeschaut haben. In der Gruppe gab es einige Vorbehalte, diese Unterrichtsform als alleinseligmachende anzusehen.

Im anschließenden Teil des Tages haben alle im Kurs einen Entwurf für eine Unterrichtsstunde erstellt, die mindestens zwei der in dieser Woche vorgestellten Programme enthalten soll und die wir morgen den anderen vorstellen werden.

Es ist schön, im Anschluss an den doch recht anstrengenden Unterricht ein bisschen durch den nahegelegenen Park oder die Innenstadt zu bummeln, bei Regen oder Sonnenschein im Wechsel und alles zu verarbeiten, was am Tag neu war.

 

Freitag: 03.05.2019

Heute fand ein toller Kurs seinen Abschluss.

Die Präsentation der Unterrichtsstunden aller Teilnehmender füllte den Vormittag aus.

Es war interessant, die anderen in ihrem beruflichen Bereich zu erleben, denn etliche unterrichten andere Fächer als Englisch. Wir bekamen außer Englisch Unterrichtsstunden zu Physik, Sachkunde Eletrizität, Französisch, Geschichte Österreichs und der Türkei vorgestellt. Es war gefordert, dass in allen Unterrichtsentwürfen mindestens zwei der in dieser Woche vorgestellten Programme vorkamen und dass wir erläutern sollten, wie diese Übungen in der Unterricht eingebunden sind. Insgesamt waren dabei Plickers https://www.playposit.com, Kahoot https://kahoot.com/ bzw. kahoot.it und Playposit https://www.playposit.com die beliebtesten  Programme.

Für Wheeldecide https://wheeldecide.com stellte eine Lehrkraft aus Spanien neue interessante Anwendungsmöglichkeiten vor. Sie schrieb verschiedene adverbiale Bestimmungen auf das Rad, zu denen die Schüler korrekte Sätze bilden sollten. Das Rad trifft dann die Auswahl. Dies kann man ebenso mit Vokabeln etc. machen.

Abschließend hat uns der Kursleiter ein Programm vorgestellt, mit dem es möglich ist, alle Programme, die man im Unterricht verwenden will, in eine Tabelle zu stellen, so dass man nur ein Programm zu öffnen braucht, um alle anderen parat zu haben:

Symbaloo https://www.symbaloo.com/

Dann wurden wir mir unseren Zertifikaten verabschiedet.

Morgen gehen wir noch auf eine zum Kurs gehörende Tagestour zu keltischen Orten an der Ostküste Irlands. Darüber werde ich morgen berichten.

 

Samstag: 04.05.2019

Heute waren wir auf einer mit zum Kurs gehörigen Tagestour mit dem Bus. Es gab zwei Touren zur Auswahl und ich habe mich mit 4 anderen für die „Keltische Tour“ entschieden.

Es ging recht früh los bei strahlend blauem Himmel und frostigen Temperaturen in das Herz Irlands zum ersten Stopp „Hill of Uisneach“, einem Ort mit Grashügeln, auf denen früher die irischen Provinzkönige und der Hauptkönig von Irland jedes Jahr im Mai das Fest des Feuers zelebriert haben um den Sommer zu  begrüßen. Genau dieses Fest wird in der modernen Zeit morgen zelebriert und diese Grashügel wurden für ein großes Volksfest morgen vorbereitet. Unser Führer hat uns mit sehr dramatischer Darstellung von den Riten der damaligen Zeit erzählt.

Weiter ging’s zu einer kurzen Wanderung zu den Loughcrew Grabhügeln aus der megalithischen Zeit, die leider wegen Einsturzgefahr des Eingangs nur von außen zu besichtigen waren. Doch die Aussicht von den Hügeln – man konnte nach allen Seiten weit ins Land sehen – war bei klarer Sicht und blauem Himmel ganz toll.

Das Mittagessen haben wir in einem herrlich sonnigen Innenhof genossen und dann ging‘s weiter zum berühmten „Hill of Tara“, dem Ort, an dem die keltischen Könige gekrönt wurden, wieder Grashügel, diesmal als konzentrische Ringe angelegt. Da für die Iren ein langes Wochenende bevorsteht (Montag ist Feiertag) waren am „Hill of Tara“ sher viele Ausflügler, alles war mit Autos vollgeparkt und unser Bus konnte erst nach langer Wartezeit und großer Mühe die Weiterfahrt antreten, was uns für den nächsten Programmpunkt zu spät kommen ließ. Es wäre „Trim Castle“ gewesen, die älteste erhaltene normannische Burg. Stattdessen sind wir durch die Ruinen eines zisterziensischen Klosters spaziert, was ich ebenso genossen habe.

Insgesamt hat mir der Kurs ausnehmend gut gefallen. Der Unterricht war hervorragend und die geführte Tour zu Fuß durch die Umgebung der Schule am Mittwoch nach dem Unterricht und die Tagestour heute (Samstag) haben den Kurs sehr gut abgerundet, so dass wir nicht nur viel Neues gelernt haben, sondern auch mit der irischen Kultur und Geschichte vertraut gemacht wurden. Ich kann nur sagen: „Es war toll!“

 

 

 

 

The Best Social Media and Web Solutions for Your Classroom – Europass Teacher Academy Dublin

von A. G.

Sonntag, 5. Mai

11:15 – Heute ist Anreise nach Dublin zum Kurs „The Best Social Media and Web Solutions for Your Classroom“ bei der Europass Teacher Academy. Spannung und Vorfreude steigen. Die ersten Hausaufgaben – eine kurze Powerpointpräsentation mit Vorstellung der Person, des Wohnorts und der Lehrtätigkeit – wurde bereits vom Kursleiter Bülent (typisch irischer Name!) angefordert und gestern noch neben Kofferpacken und letzten Vorbereitungen zusammengeschustert, per google slides übermittelt und bereits vom Kursleiter als gut und struktiert bewertet. Erstes *

Glücklicherweise beginnt der Kurs erst morgen Mittag, so dass ich noch genug Zeit habe, mein neues Umfeld zu erkunden und mich über den ÖPNV zu informieren. Dublin Bus – Aircoach – Airlink – Bus Éireann – DART – LUAS – Suburban Lines: Der Nahverkehr in der Dubliner Innenstadt sieht auf den ersten Blick ziemlich unübersichtlich aus. Aber offenbar gibt es von meiner Unterkunft einen direkten Bus in die ULearn School. Ich lass mich überraschen. Genauso wie vom Stundenplan.

Nun erstmal Flug, Einreise und Transfer überstehen.

12:55 (Ortszeit) – Pünktliche Landung in Dublin. Passkontrolle, Shuttlebus in die City, einchecken bei einem netten schwäbisch-philippinischen Pärchen in der nördlichen Innenstadt nahe dem Croke Park Stadium. Kurzer Plausch, frisch machen und los in die City. Glücklicherweise ist Dublin sehr überschaubar, viele Sehenswürdigkeiten liegen fußläufig beieinander. Die Hauptverkehrsstraße der irischen Hauptstadt ist die O’Connell Street, eine der breitesten Straßen ganz Europas. Sie wurde nach dem Politiker Daniel O’Connell benannt, der sich im 19. Jahrhundert für die Gleichberechtigung der Katholiken und die Aufhebung des Bündnisses zwischen Großbritannien und Irland einsetzte. Über die Einkaufsstraße und Fußgängerzone St. Henry Street geht es auf einen Kaffee ins Bar/Restaurant Church Café,

einer ehemaligen Kirche, in der das Interieur erhalten geblieben ist – von der Orgel bis zum Kirchenfenster ist alles noch da. Weiter zum Dublin Castle.

Das imposante Stadtschloss nimmt einen wichtigen Part in der Geschichte Dublins ein. Über 700 Jahre lang war das Schloss Symbol anglonormannischer, englischer und dann britischer Herrschaft über Irland und die offizielle Residenz des Vizekönigs.

Den Tag ausklingen lasse ich im Temple Bar Viertel, Vergnügungs- und Kulturviertel der Stadt. Das war nicht immer der Fall. In den 80er Jahren war das Viertel durch den Zerfall abrissbereit und an der Stelle sollte ein Busbahnhof errichtete werden. Dank zahlreicher Proteste blieb es erhalten und wurde in den 90er Jahren restauriert und zu dem gemacht, was es heute ist. Hier findet man viele Kultureinrichtungen wie das Irish Film Centre, Irish Photography Centre, Temple Bar Music Centre und viele andere Einrichtungen. Aber vor allem zahlreiche Restaurants und Bars mit irischer Live-Musik.

Auf Empfehlung meines Gastgebers bestelle ich in einem traditionellen irischen Restaurant Irish Stew, das irische Nationalgericht, ein Eintopf aus Lamm oder Rind, Kartoffeln und Gemüse eingekocht in Rotwein oder Guiness.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Absacker darf natürlich ein Pint Guiness in einer der zahlreichen Bars nicht fehlen. Erschöpft falle ich ins Bett.

  1. Tag – Montag, 6. Mai

Nachdem der freie Vormittag noch mit einem Besuch im Trinity College, der Tourist Info und dem St. Stephen’s Green genutzt wurde, sollte es nun losgehen.

 

Nach einem etwas chaotischen Start, da der Klassenraum kurzfristig in ein Gebäude auf der anderen Straßenseite, anders als in der Einladung angegeben, verlegt wurde und der wegen eines lokalen Feiertages nicht geheizt war, stellte sich zunächst der Kursleiter vor: Bülent aus dem Herzen der Türkei.

Ein studierter Englischlehrer, der sich in den letzten Jahren durch verschiedene ERASMUS Programme fit für Informations- und Kommunikationstechnologie in der Lehrerausbildung gemacht hat. Er ist vor kurzem nach Dublin gezogen und arbeitet jetzt hauptberuflich für die Europass Teacher Academy. An seine Lautstärke muss man sich erstmal gewöhnen. Vermutlich hat er in der Türkei eine Klasse mit 30 Teenagern unterrichtet und musste sich da stimmlich durchsetzen. Dieser Kurs hat elf Lehrkräfte aus ganz Europa: 3xTürkei, 2xKroation, 1xUngarn, 1xPolen, 1xGriechenland, 1xSpanien, 2xDeutschland. Ich bin der einzige Vertreter einer Volkshochschule, alle anderen sind Lehrkörper in staatlichen oder privaten Schulen. Einige Englischlehrer, einige IT-Lehrer, eine Musik- und Geschichtslehrerin aus Rostock. Es folgen Kurzvorstellungen über Person, Herkunftsland/ -stadt und Schule. Schon hier wird schnell deutlich, wie unterschiedlich a) das Bildungssystem, b) die IT-Ausstattung der Schulen und c) die Vorkenntnisse im Umgang mit Social Media und Web-ANwendungen ist. Auch die Kurserwartungen weichen etwas vom geplanten Kursinhalt ab. Es wird spannend wie flexibel der viel zu laute Bülent damit umgeht. Abschließend gibt es noch ein paar organisatorische Hinweise zur geplanten Sightseeing Tour durch Dublin sowie dem Ganztagesausflug am Samstag und schon ist der erste Kurstag wie im Fluge vergangen.

 

  1. Tag – Dienstag, 7. Mai

Der freie Vormittag wird zunächst genutzt für eine zweistündige Walking Tour von DoDublin, einem der vielen Anbieter von HopOn-HopOff-Touren, zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Dublin.

Dabei muss ich mal wieder feststellen wie schmutzig die Straßen sind. Überall Müll, aufgeplatze Müllsäcke, Zigarettenkippen. Außerdem fällt mir auf, dass es kaum Bänke oder andere Sitzmöglichkeiten gibt. Das läge an der Homelesspeople-Policy der Stadtverwaltung, so der Tour Guide. Diese befürchtet, dass sich dann zuviele Obdachlose dort dauerhaft niederlassen. Das scheint ein echtes Problem zu sein. Wie in anderen Großstädten liegen viele Obdachlose nun in den Geschäftseingängen in Schlafsäcken oder Zelten.

Im Kurs geht es heute zunächst um ethische Fragen und Bedenken hinsichtlich der Nutzung von Social Media in der Schule. Die Ansichten der Lehrkräfte sind sehr unterschiedlich; die Regelungen in den Schulen reichen vom Einsammeln von Smartphones, über nicht vorhandenes WLAN, bis zu gut ausgestatteten Schulen mit Whiteboard und Tablets.

Außerdem wird das Thema Cyber Bulling diskutiert und der Umgang mit dem Problem.

Dann geht es in medias res: Sicherheitseinstellungen und Privacy Policy bei Facebook. Copyright und Lizenzen, Zitieren und Quellenangaben.

Dann wird eine Facebookgruppe angelegt und verschiedene Möglichkeiten ausprobiert, die Facebook dazu bietet: Dokumente anlegen, Bilder hochladen, Events anlegen und dazu einladen, Live-Video, Umfrage und Watch Party.

Teilweise bekannte, teilweise unbekannte Feature für mich, die sicherlich in der VHS eingesetzt werden können, wenn alle TN einen Facebook-Account nutzen. Die Kolleg*innen der verschiedenen Schulen bezweifeln dagegen eher, dass sie es für den Unterricht benutzen können wegen Bedenken gegenüber Facebook.

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Wegen der teilweise langsamen Internet-Verbindung und sehr lauten Nebengeräusche aus der Nachbarklasse erfordert der Unterricht hohe Konzentration und Geduld, so dass mir am Ende des Tages der Kopf doch mehr schwirrte als gedacht.

 

 

 

 

 

  1. Tag – Mittwoch, 8. Mai

Der heutige Tag schaut wettermässig nicht so vielversprechend aus. Es regnet. Also eigentlich typisches Irland-Wetter. Ausgerechnet heute soll die Walking Tour am Nachmittag stattfinden. Vorher mache ich noch eine HopOn-HopOff-Tour mit einem der grünen DoDublin Busse, um wenigstens auch die entlegeneren Sehenswürdigkeiten mal gesehen zu haben: Guiness Storehouse, Phoenix Park, Jameson Destillery.

Von hier nehme ich den Bus zur Ulearn School, um ein für mich völlig neues Unterrichtswerkzeug kennenzulernen: Edmodo. Edmodo ist ein globales Bildungsnetzwerk, das Lehrende und Lernende verbindet, um Unterrichtsmaterialien, Übungstests, Hausaufgaben und andere Schulaufgaben auszutauschen. Es können unterschiedliche Klassen, Kleingruppen und Kurse angelegt werden, die in einer geschützten Privatsphäre stattfinden und daher auch im Unterricht eingesetzt werden können. Über die gelernten Inhalte können sich die Gruppenmitglieder austauschen, fertige Unterrichtskonzepte können anderen Lehrenden weltweit zur Verfügung gestellt werden. Die Grundfeature gibt es auch auf deutsch. Speziellere Anwendungen bisher nur auf englisch.

An einigen Schulen der Kursteilnehmenden wird das Tool bereits mit gutem Erfolg eingesetzt. Die meisten kannten es noch nicht. Auch für den VHS Unterricht scheint Edmodo eine interessante Anwendung zu sein. Durch Quizze und Umfragen kann der Unterricht interaktiv und interessant gestaltet werden.

Bevor wir in die Details einsteigen können, wartet der Stadtführer, um uns bei einem Spaziergang durch Dublin in die Geschichte der irischen Hauptstadt einzuführen.

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass bis Freitag wohl nicht alle Kursinhalte behandelt werden können. Wir verlängern zwar ab morgen den Unterricht um jeweils 30 Minuten, was aber die eigentlich fehlenden drei Unterrichtsstunden nicht wettmacht; zumal wir bisher nie pünktlich angefangen haben. We will see.

 

 

 

 

 

 

 

 

4. Tag – Donnerstag, 9. Mai

Heute wird weiter mit Edmodo gearbeitet. Wir entwerfen Aufgaben, die Kolleg*innen lösen diese und wir bewerten die Antworten. Die Aufgaben können in der Bücherei als Unterrichtskonzept gespeichert sowie mit anderen Teilnehmenden geteilt werden.

Nach der Pause geht es weiter mit den Möglichkeiten von google drive. Dass das Programm Online-Dokumentenvorlagen bietet, die Windows Office (google docs), Excel (google slides) und Powerpoint (google sheets) ähneln, war mir bekannt. Die Anwendung Google Forms ist mir neu. Ein nützliches Tool, um über Umfragen Daten und Meinungen zu sammeln, indem man Multiple Choice Fragen stellt oder Unterrichtsthemen linear bewerten lässt.

Auch Google Sites ist mir bisher nicht bekannt. Innerhalb von wenigen Minuten kann man hiermit eine respektable Website erstellen.

Wie bei allen Google-Anwendungen praktisch: alle Ergebnisse werden automatisch in Google Drive gespeichert.

Mittlerweile merkt der Dozent aber auch, dass ihm die Zeit davon läuft, wenn er alle Themen bis Freitagabend abhandeln will. In der letzten Arbeitseinheit zu WordPress hetzt er durch die Agenda. Ich bin froh, dass ich schon mit WordPress gearbeitet habe. Das ist normalerweise ein ganzes Tagesseminar. Wir „schaffen das“ in 90 Minuten. Dann raucht mir aber auch der Kopf und ich bin froh, mit einigen Kursteilnehmerinnen noch ein Guinness trinken zu gehen zum Abschluss des Tages.

 

  1. Tag – Freitag, 10. Mai

Heute ist bereits der letzte Unterrichtstag. Durch die Walking Tour am Mittwochnachmittag hängen wir um einen ganzen Tag inhaltlich hinterher. Ich bin gespannt, wie der Dozent das auffangen will.

Heute steht zunächst Pinterest auf dem Programm. Eine gute Möglichkeit, um Material zu bestimmten Themen wie auf einer Pinnwand zu sammeln und anderen zur Verfügung zu stellen. So lässt sich bspw. Unterrichtsmaterial vorbereiten, mit dem Lernende arbeiten können. Sie können aber auch eigene „Pins“ sammeln und speichern. Soll die Motivation fördern.

Als nächstes steht Youtube auf dem Plan. Wir suchen zunächst unterrichtsrelevante Videos, speichern sie in einer Playlist und erstellen einen eigenen Kanal. Kanäle können dann über Links geteilt werden; es besteht sogar die Möglichkeit, kooperative Playlisten zu kreieren, die durch andere TN ergänzt werden können. Leider hat sich wohl die dem Dozenten bekannte Nutzeroberfläche verändert, so dass er bei der Demonstration der Tools ins Schleudern kommt. Glückerweise ist eh Zeit für eine Kaffeepause, so dass er in der Pause weitersuchen kann.

In der Pause hat Bülent einen Weg gefunden; der kommt mir zwar etwas kompliziert vor, aber immerhin funktioniert es so.

Und weiter geht’s im Sauseschritt zum nächsten Thema: TED Ed. Eine offenbar relativ junge Anwendung, deren Mission es ist, Unterrichtsvideos zu sammeln, zu teilen und den persönlichen Bedürfnissen anzupassen. Anschließend besteht die Möglichkeit, den Lernerfolg durch Quizze überprüfen zu lassen. Sicherlich ein gutes Tool für den Fremdsprachenunterricht, denn es gibt kaum Material auf deutsch.

Ganz ähnlich, aber erweiterbar durch eigene Audiokommentare ist EDpuzzle. Mit EDpuzzle lassen sich Videos von YouTube und anderen Plattformen oder selbst hochgeladene Videos für den Unterricht einsatzbereit machen. Man kann die Videos kürzen, mit Audio-Kommentaren und Fragen versehen und leicht mit der ganzen Klasse teilen. Die Schüler schauen sich das Video direkt auf EDpuzzle an und beantworten die Fragen an den markierten Stellen. EDpuzzle bietet eine vollständige Schnittstelle zu Google Classroom.

Last but not least, schaffen wir es tatsächlich noch, kurz in Screencast-O-Matic reinzuschnuppern. Screencast-O-Matic ist ein kostenloses browserbasiertes Bildschirm-Rekorder-Tool, mit dem man sowohl Bildschirminhalte als auch Videos über die Webcam aufnehmen kann. Diese speichert man auf dem Rechner und teilt den Link oder die Datei über Social Media Anwendungen. Wir probieren das Tool aus, um noch ein kurzes Feedback um Kurs zu geben.

Bevor der Kurs mit der Übergabe der Zertifikate endet, zeigt Bülent noch kurz HP Reveal, mit der man einfache Augmented Reality Anwendungen erstellen kann. Mehr eine nette Spielerei, für einige Kurse aber sicherlich interessant. Ich denke gerade an meinen DGS Kurs. Auch für Fremdsprachenunterricht eine Anwendung zum Vokabeln lernen. Das ganze ist aber wohl eher als Teaser für weitere Kurse des Dozenten auf dem Gebiet AR und Digital Game Based Learning gedacht. Ein Angebot, das mich auch interessieren würde.

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  1. Tag – Samstag, 11. Mai

Zum Abschluss des Kurses (und man könnte fast sagen: als Highlight) fand am Samstag eine Ganztages-Exkursion nach Belfast und zum Giants‘s Causeway statt, der mit seinen hexagonalen Basaltsäulen zur meistbesuchten Sehenswürdigkeit Nordirlands avanciert ist.

Das nordirische Naturdenkmal entstand vor rund 60 Millionen Jahren durch eine vulkanische Eruption der Erdkruste, deren Spuren sich von der Küste Antrims bis zu den vor Schottland gelegenen Inneren Hebriden nachweisen lassen. Dabei wurde entlang einer Bruchstelle westlich von Schottland und nordöstlich von Irland eine große Menge flüssiger Lava an die Oberfläche geschleudert. Die auskühlende Lava erstarrte zu den bemerkenswerten und bizarren Gesteinsformationen. Die Iren selbst bezeichnen das ständig von Wellen umspülte Relikt aus prähistorischer Zeit als das achte Weltwunder. Überall zwischen den sich zum Teil meterhoch auftürmenden Steinsäulen scheint hier im Nordosten der Grünen Insel die Urgewalt der Erde spürbar. Um den Giant’s Causeway, der von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben wurde, ranken sich zahlreiche Legenden. Die populärste Überlieferung ist die Geschichte des Riesen Finn McCool, der auch unter dem Namen Fionn MacCumhaill bekannt ist. Die mythische Figur aus der irischen Sage, seines Zeichens Kommandant in der Armee des Königs von Tara, soll demnach den Damm eigenhändig errichtet haben, um zu seiner Geliebten zu gelangen, die auf der etwa 20 Kilometer entfernten schottischen Insel Staffa lebte.

Leider hatten wir – wie zuvor in Belfast – nur 90 Minuten Aufenthaltszeit, um das Naturspektakel zu erkunden und Fotos zu machen. Glücklicherweise war uns nach den zurückliegenden Regentagen in Dublin das Wetter hold und trotz steifer Brise schien die Sonne für die perfekten Erinnerungsfotos.

 

 

Hier ist mein persönliches Fazit:

Weniger ist manchmal mehr. Der Dozent hat versucht innerhalb einer Woche viele Themen anzusprechen, was grds. gut ist. Leider hat sein Zeitmanagement nicht funktioniert, so dass am Ende alles sehr hektisch wurde. Es gab viele interessante Einblicke in Tools, die mir bereits bekannt schienen, aber darüber hinaus noch weitere Feature boten zum Beispiel bei Facebook und Google. Darüber hinaus gab es einiges Neue zu entdecken wie Edmodo, TEDed, EdPuzzle und vor allem Screencast-O-Matic. Letztendlich blieb am Ende tatsächlich noch Zeit, um einen kurzen Einblick in die AR App HP Reveal zu bekommen. Nun erstmal alles sacken lassen und dann zuhause nochmal intensiver in die verschiedenen Anwendungen einsteigen. Sicherlich wird das ein oder andere Tool in den nächsten Semestern im VHS Kursprogramm für Multiplikatoren wiederzufinden sein.

Die Unterrichtssituation an der Dubliner Schule, in der die Europass Teacher Academy zu Gast ist, war grenzwertig. Ein kaltes Klassenzimmer am Montag, da wegen eines Feiertages niemand die Heizung angemacht hatte; eine sehr laute Lehrerin in der Nachbarklasse, die trotz mehrfacher Hinweise nicht reagierte; und grenzwertige Toiletten.

Davon abgesehen scheint die Vermittlungskompetenz der Dozenten sehr unterschiedlich zu sein. Eine Teilnehmerin hatte bereits in der Vorwoche einen Kurs belegt und war davon begeistert. Das Themenspektrum von Europass ist auf jeden Fall spannend und ich kann mir gut vorstellen, an einer weiteren Fortbildung teilzunehmen.